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RE: DCT oder Schalter ?

#176 von X-Man ( gelöscht ) , 04.11.2018 11:15

Zitat von Geoffrey im Beitrag #173
Die klärende Geschichte zum Sonntag:

...

Ist das jetzt ein für alle Mal sachlich geklärt?


Kommt hin.

Aber, watt is mit die Mädels, die Mopped fahrn?


Gruß
Schalter-Jockel


X-Man
zuletzt bearbeitet 06.11.2018 17:55 | Top

RE: DCT oder Schalter ?

#177 von Geoffrey ( gelöscht ) , 06.11.2018 15:17

Zitat von X-Man im Beitrag #176
Zitat von Geoffrey im Beitrag #173
Die klärende Geschichte zum Sonntag:

...

Ist das jetzt ein für alle Mal sachlich geklärt?


Kommt hin.

Aber, watt is mit die Mädels, die Mopped fahrn?


Gruß
Schalter-Jockel




Gaanz einfach. Mädels, die Moped fahren sind in der "Schöpfung" eigentlich nicht vorgesehen und somit eher Jungs. Ist aber im Zeitalter des "Gender-Mainstreams" nicht
wirklich ein Problem. Obwohl? DCT-Fahrerinnen sind eigentlich wieder Mädels??? Ich steig hier aus, wird zu kompliziert


Geoffrey
zuletzt bearbeitet 06.11.2018 17:55 | Top

RE: DCT oder Schalter ?

#178 von X-Man ( gelöscht ) , 07.11.2018 17:58

Zitat von Geoffrey im Beitrag #177
Gaanz einfach. Mädels, die Moped fahren sind in der "Schöpfung" eigentlich nicht vorgesehen und somit eher Jungs. Ist aber im Zeitalter des "Gender-Mainstreams" nicht
wirklich ein Problem. Obwohl? DCT-Fahrerinnen sind eigentlich wieder Mädels??? Ich steig hier aus, wird zu kompliziert




Als Tumblr-Fan stolpere ich immer wieder über historische Mopped-Fotos, und interessanterweise gibt's gefühlt (oder tatsächlich?) mehr Ablichtungen von Motorrad fahrenden Frauen, würde sagen so ab den frühen 1920ern. Und zwar keine Poser-Fotos! Die Mädels damals waren wohl ganz heiß auf Motorräder. Vielleicht, weil ihre Männer sie nicht so gern ans Steuer ihres Autos gelassen haben? Ich habe mal einen Blog mit hunderten solcher Fotos angeschaut. Sehr interessant! Erst ab den frühen 1950ern wandelt sich das Bild, Marlon Brando und so.

Das mit den Mädels und DCT ist auch interessant. Von den (bis jetzt) fünf Motorradfahrerinnen (Hayabusa, Street Twin, MT07, ER-6F, 600er Bandit) in meinem Bekanntenkreis lehnen zwei das DCT entschieden ab, ohne selbiges mal ausprobiert zu haben, die übrigen kennen (kannten) es gar nicht. Meine Frau wollte es auch nicht anchecken, und bei der kann ich noch aussagen, dass ihr diese Technik nicht ganz geheuer ist ...

Gruß
Jörg


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zuletzt bearbeitet 07.11.2018 18:00 | Top

RE: DCT oder Schalter ?

#179 von fish , 07.11.2018 20:07

Zitat von X-Man im Beitrag #178
Von den (bis jetzt) fünf Motorradfahrerinnen (Hayabusa, Street Twin, MT07, ER-6F, 600er Bandit) in meinem Bekanntenkreis lehnen zwei das DCT entschieden ab, ohne selbiges mal ausprobiert zu haben, die übrigen kennen (kannten) es gar nicht. Meine Frau wollte es auch nicht anchecken, und bei der kann ich noch aussagen, dass ihr diese Technik nicht ganz geheuer ist ...

Gruß
Jörg




WEIBER!!!! Meine Frau will auch nur ein Schaltauto, aber wenn dann mal was verknackst ist und man eben nicht beide Beine nutzen kann oder die Hand ne Sehnenscheidenentzündung hat, dann wird nach Papis Automaikkiste geheult...


Liebe Grüße von Fish

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RE: DCT oder Schalter ?

#180 von Maddoc ( gelöscht ) , 08.11.2018 13:59

Meine Frau hat sich ihre S sofort mit DCT bestellt und findet es großartig.....nach vielen Kilometern Deauville


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RE: DCT oder Schalter ?

#181 von X-Man ( gelöscht ) , 08.11.2018 18:41

Zitat von fish im Beitrag #179
WEIBER!!!! Meine Frau will auch nur ein Schaltauto, aber wenn dann mal was verknackst ist und man eben nicht beide Beine nutzen kann oder die Hand ne Sehnenscheidenentzündung hat, dann wird nach Papis Automaikkiste geheult...

Meine Frau HASST es, Automatik-Autos zu fahren, nur ist sie leider hin und wieder dazu gezwungen. Die anschließenden Schimpftiraden sollte ich irgendwann mal für die Nachwelt festhalten, hihi ...

Gruß
Jörg


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RE: DCT oder Schalter ?

#182 von Vercoquin , 10.11.2018 23:59

Zitat von X-Man im Beitrag #181
Meine Frau HASST es, Automatik-Autos zu fahren
Was kann man daran hassen, weniger tun zu müssen? Fahrstufe D einlegen, an der Ampel evtl. auf N, am Ende wieder auf P, fertig.
In der uns aufoktruierten Elektromobil-Zukunft wird es ohnehin keine manuellen Schaltungen mehr geben;-)


-- Cheers Ray


 
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RE: DCT oder Schalter ?

#183 von X-Man ( gelöscht ) , 11.11.2018 02:04

Zitat von Vercoquin im Beitrag #182
Zitat von X-Man im Beitrag #181
Meine Frau HASST es, Automatik-Autos zu fahren
Was kann man daran hassen, weniger tun zu müssen? Fahrstufe D einlegen, an der Ampel evtl. auf N, am Ende wieder auf P, fertig.
In der uns aufoktruierten Elektromobil-Zukunft wird es ohnehin keine manuellen Schaltungen mehr geben;-)


Gute Frage. Vom eher akademischen Standpunkt aus betrachtet, sammelt das Automatische und Elektrische sicher einen Pluspunkt um den anderen. Aber das Bewegen eines Fahrzeugs unterliegt auch intellektuellen Ansprüchen sensitiver und sensueller Natur, was bei manchen Menschen stärker ausgeprägt ist, als bei anderen. Das manuelle Kuppeln im Speziellen ist ein sinnlicher, eigenverantwortlicher und im Grunde genommen hochkomplexer Vorgang, bei dem eine Menge Faktoren eine Rolle spielen, eine Interaktion von Mensch und Maschine. Und verblüffenderweise ist es zugleich ein sehr simpler, manchmal geradezu intuitiver Vorgang in der Ausführung, bei der Reflexe und Reaktionszeiten eine wichtige Rolle spielen. Manuelles Schalten kann man als eine intellektuelle Fähigkeit verstehen, auf die man - das Individuum - u.U. nur ungern verzichtet. Die Gründe dafür können wiederum ganz unterschiedlicher Natur sein.
Meine Frau z.B. sagt, es macht ihr einfach Spaß, manuell zu schalten. Das ist eine simple Aussage, steht aber nicht im Widerspruch zu obiger Definition. Ergo ist für sie eine Automatik das Gegenteil von Spaß. Die Voraussetzung ist hier, dass ihr das Autofahren an sich Spaß macht, auf einer intellektuellen, sinnlichen Ebene. Ansonsten wäre es ihr ziemlich egal, ob manuell oder automatisch.
Das Fahren von Automatik- oder Elektrofahrzeugen geht sicherlich mit einem Verlust auf sensitiver und sensueller Ebene einher, was den mechanischen Vorgang des Kuppelns betrifft. So zu denken, mag rückständig wirken und wie aus dem vergangenen Jahrhundert, so wie ein handgeschriebener Brief in Zeiten von Alexa & Co. kaum noch Sinn zu machen scheint. Aber im Grunde genommen ist es nur ein Ausdruck von Bedauern in einem weiter gefassten Zusammenhang.

Gruß
Jörg


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RE: DCT oder Schalter ?

#184 von Macfak , 11.11.2018 05:32

Glaube nicht das es so ist, ich denke es ist reine Gewohnheit und Einbildung.
Ich kenne niemanden der, wenn er längere Zeit Automatik gefahren ist (sei es durch Zwag mit einem Firmenwagen) wieder an jeder Ampel mit Händen und Füssen strampeln will.
Zumal man z.b. bei einer NC genau das was man mit Händen und Füssen macht bequemer und vor allem effizienter mit der Gashand machen kann ober in bei schweren Fällen 😆 mit den + - Tasten.

Vom zusäzlichen Sicherheitsgewinn, weil man sich mehr auf den Verker konzentrieren kann, will ich ganicht erst reden.

In Ländern wie USA ist es teilweise garnicht möglich überhaupt ein Schaltfahrzeug zu bekommen.
Wenn es so wie geschrieben wäre dann wäre es nie dazugekommen.


[blau] Jede Zeit hat ihre Umgangsformen.“ Doch ein achtsames Miteinander ist zeitlos. [/blau]


 
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RE: DCT oder Schalter ?

#185 von KaiS , 11.11.2018 07:23

Ich kann x-man, Jörg's Ausführen gut nachvollziehen und stimme ihm voll zu.
Jetzt habe ich auch verstanden, warum ich nicht so gerne mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln oder als Beifahrer unterwegs bin; es ist einfach nicht ansprechend für Geist und Seele. Um nicht zu sagen todlangweilig.
Der menschliche Geist sucht einfach nach Beschäftigung. Man mag ja auch kein Puzzle mit nur einem Teil. Selbst kleine Kinder werfen den soeben gebauten Turm aus Bausteinen ein um sofort einen neuen zu bauen. Üblicherweise wirft man ein gelöstes Kreuzworträtsel weg, weil es nun geistig nicht mehr ansprechend ist.
Schalten ist halt eine Möglichkeit sich zu beschäftigen ( Rubiki, Häkeln, Stricken, Kochen, usw.) Manch einer mag es und kann es, dann macht es auch Spaß und wer es ablehnt weil er keine Lust oder kein Geschick zu solchen Geistesfordernden Tätigkeiten hat lässt es eben bleiben.😈 manch einen ist die Drehbewegung der rechten Hand eben geistreich genug, andere suchen die herausfordernde Beschäftigung. Ich bin jedenfalls immer hoch erfreut wenn mir der Schaltvorgang (egal mit welchem KFZ) sahnig geglückt ist. Das ist wie das Gefühl ein Puzzle fertig zu haben.
Zum Vergleich mit den Amis; die sind generell leichter zu begnügen.
Dort ist alles mal schnell amazing, cute, fine, great usw.
Ich bin nicht so der Harley Kenner, Automatik haben die nicht, oder?


Grüße Kai
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Beipackzettel: In meinen Beiträgen können Spuren von Ironie, Sarkasmus, Witz und wissenschaftlich nicht belegten, subjektiven Eindrücken und Meinungen enthalten sein. Sollten Namen und Handlungen mit tatsächlichen Personen oder Handlungen übereinstimmen ist dies nicht beabsichtigt, sondern rein zufällig.


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RE: DCT oder Schalter ?

#186 von alprider , 11.11.2018 08:14

nicht Automatik aber wohl so ziemlich die ersten mit Tempomat....odr wars die Goldwing..welche zwar ja auch (nicht zufällig) dort produziert wurde

schalten wird sehr gerne mit sportlich verbunden...sportlich = vital, jung, nicht ein langweiler sein.....Ehrgeiz: gut , besser , schneller zu sein....

USA Auto...in solchen riesigen ebenen Weiten....was soll man da noch extra gross manuell schalten ist ja doch nur noch ein Störfaktor zwischen den ewig dauernden gleichbleibenden Schaltsituationen...man sitzt ja eh schon ganz passiv in einer ausladenden ur bequemen Sänfte

----------------------------------------,

wenn ich so manche japsen videos anschaue kommt es mir nicht vor als wärs eine hautpsächliche Männerdomaine


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RE: DCT oder Schalter ?

#187 von NCX-Tom , 11.11.2018 08:55

Ich bin ein Mensch voller Widersprüche: mache mich hier stark für das DCT und habe meine Schwalbe von 4- auf 5-Gang umgerüstet.
Gruss Thomas


Immer unterwegs mit NC 750 X, MZ ETZ 300, Schwalbe KR 51/2


 
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RE: DCT oder Schalter ?

#188 von rennsemmel , 11.11.2018 09:32

Jetzt wird mir langsam klar, was "gespaltene Persönlichkeit" bedeutet ;)


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RE: DCT oder Schalter ?

#189 von fish , 11.11.2018 09:46

Zitat von KaiS im Beitrag #185
Ich bin nicht so der Harley Kenner, Automatik haben die nicht, oder?
Aber hätten sie gerne ;-)

Lt. Aussage meines HH hat Honda hier entscheidende Patente im Motorradsektor, was erklärt, dass kein anderer Hersteller DCT anbietet und satt dessen andere "Automatikversuche" gestartet werden.


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RE: DCT oder Schalter ?

#190 von alprider , 11.11.2018 10:31

nun die Entwicklung für ein kompaktes DCT bzw für Möfis lässt sich honda nicht so einfach aus der Hand nehmen.....bzw billig kopieren a la Chinesenmanier .....tönt somit einleuchtend wegen Patent

Zündunterbrecher kommen aus dem Rennsektor und sind wohl auch keine grosse Hexerei....


die automatik der DN-01 ist irgendwie speziell bzw. ich habs bis dato noch nicht geschnallt wie das genau funzt....ok man findet auch nicht all zu viel darüber.... und die Aprillia Mana 850 hat ein (Roller) CVT-Getriebe
https://www.1000ps.ch/testbericht-225776...lia-na-850-mana

z.b. Roller: wobei man Kupplung und "Getriebe" wieder etwas separat anschauen muss....


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zuletzt bearbeitet 11.11.2018 | Top

RE: DCT oder Schalter ?

#191 von X-Man ( gelöscht ) , 11.11.2018 11:47

Zitat von Macfak im Beitrag #184
Glaube nicht das es so ist, ich denke es ist reine Gewohnheit und Einbildung.
Ich kenne niemanden der, wenn er längere Zeit Automatik gefahren ist (sei es durch Zwag mit einem Firmenwagen) wieder an jeder Ampel mit Händen und Füssen strampeln will.
Zumal man z.b. bei einer NC genau das was man mit Händen und Füssen macht bequemer und vor allem effizienter mit der Gashand machen kann ober in bei schweren Fällen 😆 mit den + - Tasten.

Vom zusäzlichen Sicherheitsgewinn, weil man sich mehr auf den Verker konzentrieren kann, will ich ganicht erst reden.

In Ländern wie USA ist es teilweise garnicht möglich überhaupt ein Schaltfahrzeug zu bekommen.
Wenn es so wie geschrieben wäre dann wäre es nie dazugekommen.


Gewohnheiten spielen sicher auch eine Rolle, bezüglich Einbildung möchte ich gern widersprechen.
Ich bin in den letzten Jahren abwechselnd mit und ohne DCT unterwegs gewesen und bezeichne mich als absolut technikaffin. Ich bin neugierig und probiere aus, was mich interessiert. Dabei habe ich eine klare Prämisse: Wenn mir eine Technik etwas abzunehmen in der Lage ist, das ich körpermotorisch und mit meinem Kopf selbst auf die Reihe bekommen kann, stelle ich den Nutzwert auf den Prüfstand. Das hat dann nichts mit einer grundlegenden Ablehnung dieser Technik zu tun - sie nicht zu nutzen, tut mir nicht weh, für andere wiederum kann sie ein Segen sein und ein Gewinn an Lebensqualität. Meine Definition von Lebensqualität wäre dann eine andere. Vielleicht auch nur deshalb, weil ich eine Wahl habe, andere möglicherweise nicht.
Dass ich mit einer manuellen Kupplung besser klarkomme, ist in meinem Fall keine Einbildung. Ich habe meine Erfahrungen und Gedanken in diesem und im alten Forum über einen Zeitraum von zwei Jahren geradezu protokolliert (hoffentlich gut nachvollziehbar). Mein vorheriger Post ist quasi die Quintessenz dieser Überlegungen. Begriffe wie »Bequemlichkeit« und »Effizienz« - das habe ich für mich herausgefunden - haben auch bezüglich DCT einen ambivalenten Charakter. Das hat eine technische und eine mentale Komponente. Mit den technischen Eigenheiten von DCT kann ich eigentlich gut leben, das Mentale bereitete mir eben mehr Probleme.
Trotz alldem kann und will ich nicht ausschließen, irgendwann wieder zu DCT o.ä. zu greifen. Und auf die nächsten Generationen von Elektrofahrzeugen warte ich mit einiger Spannung. Im Augenblick aber will ich mir das intellektuelle Vergnügen des manuellen Kuppelns nicht nehmen lassen.

Den Mehrgewinn an Sicherheit durch automatisiertes Fahren möchte ich so nicht gelten lassen. Das halte ich für einen Mythos, durch Zahlen und Fakten nicht zu belegen. Wenn doch, hätte ich gern ein paar Quellen, damit ich meine Meinung revidieren kann.

In den USA gilt automatiertes Fahren seit Beginn der 40er Jahre des vorigen Jahrhunderts als die bequemere und luxuriösere Variante der Fortbewegung. Würde sagen, das ist mehr eine kulturelle Eigenheit, weniger eine Nutzwertüberlegung. Genauso gut könnte man darüber diskutieren, ob denn nun der Links- oder Rechtsverkehr die bessere Variante darstellt.

Gruß
Jörg


X-Man
zuletzt bearbeitet 11.11.2018 11:55 | Top

RE: DCT oder Schalter ?

#192 von rennsemmel , 11.11.2018 12:01

Ich habe nicht SEHR viel Erfahrung im Motorradfahren. Fahre erst seit vier Jahren, aber immerhin in dieser Zeit schon 50tsd. km. Ich fahre (außer in der FS) seitdem nur DCT. Es mag ja sein, dass Du die erhöhte Sicherheit des DCT für einen Mythos hältst. Ich könnte Dir folgende FAKTEN dazu liefern. Ich habe bereits wiederholt (!) erlebt, dass gerade in Stressituationen oder auf schwierigen Strecken (Serpentinen sind immer ein dankbares Beispiel) sich Motorradfahrer verschalten (falscher Gang oder hakelige Schaltung) und dann in Schräglage das FZ nicht mehr beherrschen, folglich die Maschine legen. Da sehe ich durchaus einen Sicherheitsgewinn!


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RE: DCT oder Schalter ?

#193 von X-Man ( gelöscht ) , 11.11.2018 12:29

Zitat von rennsemmel im Beitrag #192
Ich habe nicht SEHR viel Erfahrung im Motorradfahren. Fahre erst seit vier Jahren, aber immerhin in dieser Zeit schon 50tsd. km. Ich fahre (außer in der FS) seitdem nur DCT. Es mag ja sein, dass Du die erhöhte Sicherheit des DCT für einen Mythos hältst. Ich könnte Dir folgende FAKTEN dazu liefern. Ich habe bereits wiederholt (!) erlebt, dass gerade in Stressituationen oder auf schwierigen Strecken (Serpentinen sind immer ein dankbares Beispiel) sich Motorradfahrer verschalten (falscher Gang oder hakelige Schaltung) und dann in Schräglage das FZ nicht mehr beherrschen, folglich die Maschine legen. Da sehe ich durchaus einen Sicherheitsgewinn!


Wenn dem so ist, wären die von Dir beobachteten Motorradfahrer mit einem DCT- oder Automatikfahrzeug eventuell besser bedient. Vielleicht aber auch nicht. Vielleicht handelt es sich schlicht um Anfänger. Vielleicht sind Drogen oder Alkohol im Spiel. Vielleicht sind's nur schlechte oder Wenigfahrer, solche, die sich überschätzen oder mit ihren Gedanken gerade nicht 100%ig bei der Sache sind, Hasenfüße oder Zeitgenossen, die im entscheidenden Moment einfach nur mächtig viel Pech haben. Ob hier das DCT das entscheidende Quentchen zum glücklichen Ausgang einer unglücklichen Situation darstellt? Möglich. Aber das wäre immerhin immer noch zu belegen. Ich selbst hatte einige Situationen mit DCT, die ich mit einer manuellen Kupplung besser gemeistert hätte.

Selbst wenn es statistisch zu belegen wäre, dass DCT-Fahrzeuge weniger in Unfälle verwickelt sind als manuelle, müsste man das Warum aufdröseln. Und vielleicht kommt man dann zu dem Schluss, dass das DCT nicht die entscheidende Rolle dabei gespielt hat. Vielleicht aber doch? Ich selbst könnte das aufgrund vereinzelter Beobachtungen in freier Wildbahn nicht objektiv beurteilen, mir höchstens eine Meinung bilden. Aber auch damit tue ich mich schwer.


Gruß
Jörg


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zuletzt bearbeitet 11.11.2018 12:30 | Top

RE: DCT oder Schalter ?

#194 von rennsemmel , 11.11.2018 13:19

Dein ganzer Beitrag besteht aus - für mich - zu vielen "vielleicht"s und anderen Eventualitäten.


Erfahrungen sind gesammelte Dummheiten.


 
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RE: DCT oder Schalter ?

#195 von X-Man ( gelöscht ) , 11.11.2018 13:51

Zitat von rennsemmel im Beitrag #194
Dein ganzer Beitrag besteht aus - für mich - zu vielen "vielleicht"s und anderen Eventualitäten.


Ganz absichtlich.
Vor vielen Jahren bin ich mit meiner damaligen Freundin mit dem Auto ein Stück Landstraße entlang gefahren. Vor uns fuhr ein Auto, mal langsamer, mal schneller, mal ziemlich weit rechts, dann wieder auf der Gegenspur. Wir haben einen gehörigen Sicherheitsabstand gehalten und mit einiger Besorgnis darüber spekuliert, was wohl mit dem Fahrer los sein könnte. Darunter waren ganz naheliegende Dinge. Letztendlich hatte es aber mit einer weiblichen Person zu tun, die im Fußraum des Fahrers gewiss nicht nach ihrer verlorenen Unschuld gesucht hat.
Manchmal sind die Dinge nicht so, wie sie auf den ersten Blick erscheinen.

Gruß
Jörg


X-Man

RE: DCT oder Schalter ?

#196 von Geoffrey ( gelöscht ) , 11.11.2018 14:18

Leute, das Thema lässt sich weder mit "Wissenschaft", Statistik, Emotion, Satire und schon gar nicht mit Verallgemeinerung erschlagen. So individuell wie Menschen
sind, so individuell ist die Einstellung zum Motorradfahren. Ich kenne das DCT von ca. 15000 km Praxis. Toll, keine Frage! Auch das Schalten mit Daumen und Zeigefinger
ist vmtl. sportlicher (schneller) als das manuelle Schalten. ICH WILL aber schalten. Mir macht es Spass, diese "altmodische" Technik bei der Kraftübertragung zu
nutzen. Immer möglichst rechtzeitig vor der Kurve oder dem Überholen selbst mit Hand und Fuß runterschalten, immer selbst den richtigen Gang festlegen; dabei gelegentlich die "schleifende Kupplung" zum
Meistern von "tricky Situationen" zu nutzen. DAS WILL ich (anders als beim Auto) beim Biken erleben. Ich behaupte mal, dass ich beim Schalten nicht abgelenkt bin
und mich darauf konzentrieren muss. Das läuft "als Genuss-Programm" automatisch, aber dazugehörig ab! Ich will nicht möglichst bequem und komfortabel
Motorrad fahren. Ich fahre auch mit ausgeschalteter Traktionskontrolle - nur beim ABS nehme ich die Technik (auf der Straße) gerne an. Den Hang runter im Gelände
(was bei mir eher ganz selten der Fall sein wird), würde ich es auch abschalten!

Jeder soll fahren was und wie er will. Alles ist doch immer individuell und niemals zu verallgemeinern!


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RE: DCT oder Schalter ?

#197 von rennsemmel , 11.11.2018 17:45

Zitat von X-Man im Beitrag #195
Zitat von rennsemmel im Beitrag #194
Dein ganzer Beitrag besteht aus - für mich - zu vielen "vielleicht"s und anderen Eventualitäten.


Ganz absichtlich.
Vor vielen Jahren bin ich mit meiner damaligen Freundin mit dem Auto ein Stück Landstraße entlang gefahren. Vor uns fuhr ein Auto, mal langsamer, mal schneller, mal ziemlich weit rechts, dann wieder auf der Gegenspur. Wir haben einen gehörigen Sicherheitsabstand gehalten und mit einiger Besorgnis darüber spekuliert, was wohl mit dem Fahrer los sein könnte. Darunter waren ganz naheliegende Dinge. Letztendlich hatte es aber mit einer weiblichen Person zu tun, die im Fußraum des Fahrers gewiss nicht nach ihrer verlorenen Unschuld gesucht hat.
Manchmal sind die Dinge nicht so, wie sie auf den ersten Blick erscheinen.

Gruß
Jörg


Das mag durchaus so sein. Wenn man aber nach dem Sturz mit den Betroffenen gesprochen hat, erfährt man von ihnen, dass sie zugeben, einen Schaltfehler gemacht zu haben - in allen Fällen, die ich bereits oben erwähnte. Das waren keine Unerfahrenen, keine Kranken, keine abgelenkten, unfähige oder zugedröhnte Motorradfahrer. Da brauchts dann kein "vielleicht" mehr, oder "eventuell" oder oder.... Der Fahrer hat nen Fehler gemacht , einen Schaltfehler. Punkt. Der kann jedem passieren, der ein Schalt-Mopped fährt - unabhängig von der geistigen, körperlichen, seelischen oder sonstigen Verfassung. Nur: Dem DCT passieren solche Schaltfehler nicht. Egal ob es von Anfängern, Fortgeschrittenen, Jungen, Alten, erfahrenen alten Hasen benutzt wird. Da sehe ich eben doch einen deutlichen Sicherheitsaspekt.


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zuletzt bearbeitet 11.11.2018 | Top

RE: DCT oder Schalter ?

#198 von X-Man ( gelöscht ) , 11.11.2018 19:16

Zitat von rennsemmel im Beitrag #197
r.... Der Fahrer hat nen Fehler gemacht , einen Schaltfehler. Punkt. Der kann jedem passieren, der ein Schalt-Mopped fährt - unabhängig von der geistigen, körperlichen, seelischen oder sonstigen Verfassung. Nur: Dem DCT passieren solche Schaltfehler nicht. Egal ob es von Anfängern, Fortgeschrittenen, Jungen, Alten, erfahrenen alten Hasen benutzt wird. Da sehe ich eben doch einen deutlichen Sicherheitsaspekt.


Auch das DCT macht "Schaltfehler" im Sinne von: Es schaltet nicht so, wie der Fahrer es erwartet hat. Es muss daraus keine Gefahrensituation entstehen, aber es kann. Ich habe in der Vergangenheit hier einige solcher selbst erlebter Vorfälle geschildert und auch deutlich gemacht, dass ich diese nicht dem DCT zur Last lege. Es handelte sich entweder um einen Fahrfehler meinerseits, um die falsche Einschätzung einer Situation, um eine nicht situationsgerechte Bedienung oder einfach um eine Verkettung unglücklicher Umstände.

Das DCT braucht Input, Daten, zugetragene Werte, um selbige zu interpretieren und zu verarbeiten. Das DCT kennt kein richtig oder falsch, es besteht grob gesagt aus einer Mechanik, die mit Nullen und Einsen gefüttert wird. Das ist auf jeden Fall Spielraum für eine Fehlerquote. Wenn nun der Mensch einen Fehler macht und eine Kausalkette lostritt, kann man wohl kaum das DCT dafür verantwortlich machen (es sei denn, es spinnt extrem rum, den Einzelfall hatte ich auch schon).

Es ist ganz genau so, wie mit dem manuellen Schalten: Bedienfehler passieren. Das DCT kann viel, aber es kann dich nicht davor schützen, falsche Entscheidungen zu treffen. Es ist auch nicht in der Lage, diese falsche Entscheidung besser auszubügeln, als ein manuell geschaltetes Fahrzeug. Die Fehlerkorrektur liegt immer noch beim Fahrer, zu einem Bruchteil vielleicht noch bei den heute schon gebräuchlichen Assistenzsystemen (die ja wiederum auch fehleranfällig sein können).

Meine Erfahrungen, meine Meinung: DCT/Automatik erhöht nicht per se die Fahrsicherheit. Wer solche Erfahrungen nicht gemacht hat, sieht das möglicherweise anders, schon klar. Es kann natürlich sein, dass man sich mit DCT sicherer fühlt oder einfach ganz viel Gottvertrauen in diese Technik steckt. Na, dann ist doch alles in Butter. So soll es doch sein. Ein zufriedener und gechillter Fahrer ist gewiss auch ein sicherer(er) Fahrer.

Wir können das gern weiter ausdiskutieren, aber ich fange bereits an, mich zu wiederholen. Oder habe ich etwas übersehen?

Gruß
Jörg


X-Man

RE: DCT oder Schalter ?

#199 von rennsemmel , 11.11.2018 20:16

Zitat von X-Man im Beitrag #198
Zitat von rennsemmel im Beitrag #197
r.... Der Fahrer hat nen Fehler gemacht , einen Schaltfehler. Punkt. Der kann jedem passieren, der ein Schalt-Mopped fährt - unabhängig von der geistigen, körperlichen, seelischen oder sonstigen Verfassung. Nur: Dem DCT passieren solche Schaltfehler nicht. Egal ob es von Anfängern, Fortgeschrittenen, Jungen, Alten, erfahrenen alten Hasen benutzt wird. Da sehe ich eben doch einen deutlichen Sicherheitsaspekt.


Auch das DCT macht "Schaltfehler" im Sinne von: Es schaltet nicht so, wie der Fahrer es erwartet hat. Es muss daraus keine Gefahrensituation entstehen, aber es kann.

Naja, an dieser Stelle müssten wir dann mal über die Wahrscheinlichkeiten unterhalten....

Ich habe in der Vergangenheit hier einige solcher selbst erlebter Vorfälle geschildert und auch deutlich gemacht, dass ich diese nicht dem DCT zur Last lege. Es handelte sich entweder um einen Fahrfehler meinerseits, um die falsche Einschätzung einer Situation, um eine nicht situationsgerechte Bedienung oder einfach um eine Verkettung unglücklicher Umstände.

Wie Du bereits schriebest: Kein Fehler des DCT....

Das DCT braucht Input, Daten, zugetragene Werte, um selbige zu interpretieren und zu verarbeiten. Das DCT kennt kein richtig oder falsch, es besteht grob gesagt aus einer Mechanik, die mit Nullen und Einsen gefüttert wird. Das ist auf jeden Fall Spielraum für eine Fehlerquote.

s.o. ("Wahrscheinlichkeit" - geht gegen null)

Wenn nun der Mensch einen Fehler macht und eine Kausalkette lostritt, kann man wohl kaum das DCT dafür verantwortlich machen ….

Eben! Das spricht FÜR - nicht GEGEN das DCT.

Es ist ganz genau so, wie mit dem manuellen Schalten: Bedienfehler passieren. Das DCT kann viel, aber es kann dich nicht davor schützen, falsche Entscheidungen zu treffen. Es ist auch nicht in der Lage, diese falsche Entscheidung besser auszubügeln, als ein manuell geschaltetes Fahrzeug. Die Fehlerkorrektur liegt immer noch beim Fahrer, zu einem Bruchteil vielleicht noch bei den heute schon gebräuchlichen Assistenzsystemen (die ja wiederum auch fehleranfällig sein können).

Nun, das ist aber eine ganz andere Entscheidungsebene. Sie betrifft die Beherrschung des Motorrades, der Maschine. Es betrifft die Entscheidungen, die man im allgemeinen Fahrbetrieb immer treffen muss. In obiger Diskussion ging es aber um die Fehler, die man beim Schalten macht resp. machen KANN und die ein vorhandenes DCT nahezu (sagen wir zu annähernd 100 %) ausschließt.

Meine Erfahrungen, meine Meinung: DCT/Automatik erhöht nicht per se die Fahrsicherheit. Wer solche Erfahrungen nicht gemacht hat, sieht das möglicherweise anders, schon klar. Es kann natürlich sein, dass man sich mit DCT sicherer fühlt oder einfach ganz viel Gottvertrauen in diese Technik steckt. Na, dann ist doch alles in Butter. So soll es doch sein. Ein zufriedener und gechillter Fahrer ist gewiss auch ein sicherer(er) Fahrer.

Na bitte - geht doch!

Wir können das gern weiter ausdiskutieren, aber ich fange bereits an, mich zu wiederholen. Oder habe ich etwas übersehen?


Nö, ich denke, dieses Thema ist auch an anderer Stelle bereits endlos - und ergebnislos - diskutiert worden.

Gruß
Jörg

Grüße von Martin



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RE: DCT oder Schalter ?

#200 von aGentleBiker , 11.11.2018 21:38

Nun ich habe schon einige Schaltfehler gemacht, inklusive hängenbleiben in N in Serpentine aufwärts.
Das hat bei mir nicht zu einem Sturz geführt. Ja ich kann mir vorstellen das DCT ein Sicherheitsgewinn sein kann, aber eher ein sehr kleiner. Das Mindset ist das relevante und das merke ich bei mir auch öfters.
Und ja auch ich möchte beim Motorradfahren schalten kuppeln und mich auch ruhig damit ein wenig fordern. Ich habe jetzt 2 Saisons hinter mir. Ich würde mich als ambitioniert aber noch bei weitem nicht sicher oder gut einstufen. Allerdings beim Fahrsicherheitstraining dieses Jahr war ich quasi das Kücken und habe eine "erschreckende" Erfahrung gemacht. Einige "erfahrene" Motorradfahrer konnten Ihre Mopeds teilweise nicht mal so beherrschen wie ich meines. Ich schätze mal sie bewegen ihre Mopeds nie im Ansatz des Grenzbereiches oder sind eingelullt von ihren Traktionskontrollen Fahrassistenzsystemen etc. ... insofern ... könnte auch eine trügerische Sicherheit sei



 
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