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Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#1 von Boris.St , 17.07.2018 21:26

Wie verhält es sich nun ganz allgemein mit dem Kettendurchhang (der manchmal unzutreffend als "Kettenspannung" bezeichnet wird)?

Nochmal der Hinweis: bei unseren NCs wird der Durchhang gemessen im unbelasteten Zustand auf dem Seitenständer gestützt. Nicht auf dem Bockständer, und schon gar nicht auf dem Mopped sitzend ohne Ständer. Ich gehe schlicht davon aus, dass Honda im Fahrerhandbuch keine Märchenstunde abhält, sondern eine klare Anweisung gibt, wie zu messen und zu handeln ist. Alle anderen Varianten, wie sie irgendwelche Werkstattmechaniker (aus uralter Erfahrung, vom erfahrenen Meister abgeguckt oder warum auch immer) als einzig richtig behaupten, sind mir tatsächlich völlig egal. Und zwar aus dem einfachen Grund, dass ich deren Richtigkeit nicht selbst überprüfen kann. Im Zweifelsfall ruiniere ich mir mit irgendwelchen Werkstattweisheiten die Kette oder die Getriebeausgangswelle - und dann wird derjenige, auf dessen "Expertise" ich mich verlassen habe, kategorisch abstreiten, mir irgendwelche diesbezüglichen Ratschläge gegeben zu haben. So ist die Welt nun einmal.

Vorgeplänkel fertig, jetzt zu einigen Gesichtspunkten, die Kette und ihren Verlauf betreffend:

Meine minderen Computer-Grafikkünste entschuldigend, habe ich mal eine Zeichnung angefertigt, wie es sich mit der Geometrie im hinteren Drittel unserer Motorräder verhält. Ich habe mal bei meiner NC - ganz grob - gemessen:

- Von der Drehachse der Hinterradschwinge (dem Schwingenlager) bis zur Achsenmmitte der Hinterradnabe hat es rund 57 cm.
- Von der Drehachse der Getriebeausgangswelle (dem Ritzel) bis zur Achsenmmitte der Hinterradnabe hat es rund 66 cm.

- Der Umkreis um das Schwingenlager hat also einen um rund 10 cm kleineren Radius als der Umkreis um die Getriebeausgangswelle.

- Die Kette umläuft den Radius (als Strecke gesehen) des Umkreises um die Getriebeausgangswelle.

Im Bild:
Ketten-Schwingen-Geometrie.png - Bild entfernt (keine Rechte)

Was sehe ich auf dem Bild? Wenn ich nicht irre, dann hat die Kette ihren geringsten Durchhang (die "größte" Spannung), wenn beide Achsen/Radien exakt parallel bzw. in einer Linie liegen. Federt das Mopped nun deutlich ein oder aus, wird der Durchhang der Kette größer (!). Weil nämlich das Kettenrad, das auf dem kleineren Umkreis "läuft", dem Ritzel näher kommt, je größer der Winkel aus der Waagrechten des Radius wird. (Man möge einfach die beiden gedachten Umkreise in Richtung der Senkrechten drehen, um das klarer zu sehen)

Bleibt natürlich die Frage (man muss einfach mal genau am Mopped gucken...), ob beide Achsen/Radien exakt parallel verlaufen, wenn die NC unbelastet auf dem Seitenständer gestützt steht? Das wäre folglich der geometrische Idealfall in der Konstruktion.

So, nun ihr, die ihr womöglich die besseren Fachleute in solchen Dingen seid als ich Laie: Stimmt das so in etwa oder stecken da Denk- oder andere Fehler drin?

Im Idealfall gehen wir doch alle schlauer aus diesem Thread heraus, als wir hineingegangen sind.


Gruß, Boris


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Boris.St
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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#2 von Asna , 17.07.2018 22:58

auf die schnelle hätt ich gesagt: da das system ja durch den dämpfer vorgespannt ist, bist du auf dem hauptdtänder etwa bei dir "drehachse der hinterradschwinge" und bewegst dich in eingefederten zustand richtung grösste spannung...
ich meine beim einfedern spannt die kette untenrum zunehmend und oben läuft sie lockerer
so würd ich auch meinen sind nicht die abstände der drehpunkte allein ausschlaggebend, sondern auch die durchmesser riztel kettenblatt.
dann wäre jeweils die kettenspannung ritzel 6 uhr und kettenblatt 6 uhr zu beachten. hald wo unten im ritzel der letzte zahn greift und am blatt der erste.
über das kettenblatt ist ja keine spannung möglich... nahezu formschluss.


 
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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#3 von BW , 17.07.2018 23:24

Eine intakter Kette ohne ungleichmäßige Längung vorausgesetzt ermittelt man den minimal möglichen Durchhang indem man Getriebeausgangswelle, Schwingenachse und hintere Radachse auf eine Linie bringt und dann die Kette komplett ohne Durchhang spannt.
Federt das Rad weiter ein oder aus entsteht ein Durchhang, den man unter beliebigen Voraussetzungen messen und einstellen kann, auf Seitenständer, Hauptständer, mit Mutti drauf oder wie auch immer ihr wollt ...


Klug zu fragen ist schwieriger, als klug zu antworten!



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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#4 von Macfak , 18.07.2018 06:23

Ich mache mir da keine Gedanken drüber sondern richte mich nach den Vorgaben des Herstellers, der weiß mit Sicherheit genau über die Geometrie seines Motorrades bescheit.
Ob zb. Getriebeausgang und Schwingenlagerung in einer Ebene liegen kann man nicht unbedingt immer erkennen wenn das Motorrad gerade steht.
Genauso gab es von BMW ein Motorrad da sind Schwingenlager und Getriebeausgang ein Teil hatten also den gleichen Drehpunkt was eigentlich lich die beste Technische Lösung ist aber auch sehr teuer.


[blau] Jede Zeit hat ihre Umgangsformen.“ Doch ein achtsames Miteinander ist zeitlos. [/blau]


 
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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#5 von DonS , 18.07.2018 07:10

Da mein Fahrerhandbuch, zwar zerfleddert aber noch vollständig vorhanden ist, habe ich mal nachgelesen.
Der Kettendurchhang wird bei der Integra (s.S. 86) auf dem Mittelständer stehend gemessen.
Da auch die Integra zu den NC’s gehört, kann die oben im #1 Post beschriebene Vorgehensweise nicht verallgemeinert werden.
Richtig ist, daß die Anweisungen im Fahrerhandbuch zu befolgen sind.


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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#6 von tibid , 18.07.2018 08:07

Danke an die Vorredner, ich sehe ich komme zu spät, hätte mich auch noch gerne dazu geäussert, aber es wurde schon alles gesagt, was ich auch hätte beitragen wollen. Jedenfalls stimm ich all dem oben zu.


 
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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#7 von Lille , 18.07.2018 08:58

Ich habe den Durchhang an meiner X wie im Werkstatthandbuch beschrieben auf dem Hauptständer eingestellt.

Wenn ich sie anschließend auf den Seitenständer stelle und nachmesse, kann ich keinen großen Unterschied feststellen. Für mich fühlt es sich passend an.

Zitat von Asna im Beitrag #2
ich meine beim einfedern spannt die kette untenrum zunehmend und oben läuft sie lockerer

Würde sagen: Nein.

Da nur das Ritzel angetrieben ist und nach vorne zieht, spannt die angetriebene Kette immer oben zwischen Ritzel und Kettenrad, und hängt im unteren Teil mehr oder weniger durch.

Schiebt man das Motorrad rückwärts und stellt es dann ab, ist übrigens der untere Teil der Kette gespannt, und sie hängt oben durch.


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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#8 von NC700 , 18.07.2018 09:42

Lille, ich glaube Asna meint schon das Richtige, du sprichst bei "Oben" und "Unten" von der Kette (außerdem unter Last).

Asna meint vermutlich die Stellung der Schwinge ober- und unterhalb der Waagerechten aus den beiden Drehachsen von Ritzel und Schwingenlager. (siehe Bild von Boris)

In der Waagerechten ist der Abstand Ritzel - Kettenblatt am längsten, also spannt sich die Kette beim Einfedern bis zur Waagerechten und wird oberhalb wieder lockerer.



seh'n wir uns nicht in dieser Welt, . - dann seh'n wir uns in ..Bebra ?..

Grüße aus
Heinz

Zu alt um jung zu sterben,...


 
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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#9 von Boris.St , 18.07.2018 10:40

Zitat von DonS im Beitrag #5
Da mein Fahrerhandbuch, zwar zerfleddert aber noch vollständig vorhanden ist, habe ich mal nachgelesen.
Der Kettendurchhang wird bei der Integra (s.S. 86) auf dem Mittelständer stehend gemessen.
Da auch die Integra zu den NC’s gehört, kann die oben im #1 Post beschriebene Vorgehensweise nicht verallgemeinert werden.
Richtig ist, daß die Anweisungen im Fahrerhandbuch zu befolgen sind.



Hat der Integra tatsächlich einen Mittelständer serienmäßig? Dann gilt natürlich auch dort das, was im Handbuch bezüglich des Mittelständers steht. Klaro.


Gruß, Boris


 
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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#10 von Boris.St , 18.07.2018 10:52

Zitat von Lille im Beitrag #7
Ich habe den Durchhang an meiner X wie im Werkstatthandbuch beschrieben auf dem Hauptständer eingestellt.

Wenn ich sie anschließend auf den Seitenständer stelle und nachmesse, kann ich keinen großen Unterschied feststellen. Für mich fühlt es sich passend an.


Eben wird mir auch klar, warum im Fahrerhandbuch der NC-S und -X vom Seitenständer ausgegangen wird und im Werkstatthandbuch vom Mittelständer (Hauptständer):
In der Werkstatt steht die Mühle zum Arbeiten ja meist "auf dem Bock" oder einem Montageständer.
Zu Hause, als Fahrer, hat man serienmäßig nur den Seitenständer.

Zitat von Asna im Beitrag #2
ich meine beim einfedern spannt die kette untenrum zunehmend und oben läuft sie lockerer

Zitat von Lille im Beitrag #7
Würde sagen: Nein.

Da nur das Ritzel angetrieben ist und nach vorne zieht, spannt die angetriebene Kette immer oben zwischen Ritzel und Kettenrad, und hängt im unteren Teil mehr oder weniger durch.

Schiebt man das Motorrad rückwärts und stellt es dann ab, ist übrigens der untere Teil der Kette gespannt, und sie hängt oben durch.


Genau das habe ich gestern beim Abmessen der beiden o.a. Radien festgestellt: Dort, wo ich meine Mühle parke, rolle ich sie immer bis zu einer gewissen Position zurück. Dann ist die Kette unten straff gezogen und oben liegt sie fast locker auf der Schwinge.


Gruß, Boris


 
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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#11 von Lille , 18.07.2018 14:34

Das ist mir mal durch zufall aufgefallen, als ich geparkt hatte und mich dann jemand ansprach "Deine Kette ist aber arg straff" Ich hab dann voll die Panik geschoben, was nun alles kaputt gehen könnte (ich war gerade auf dem Heimweg aus der Eifel ins Schwabenland).

Daß oben die Kette aber locker auflag, hatte ich da gar nicht gesehen. Zuhause passte es dann plötzlich wieder.


 
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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#12 von tibid , 18.07.2018 15:13

Zitat von Lille im Beitrag #11
...und mich dann jemand ansprach "Deine Kette ist aber arg straff"

Hehe, kenn ich, ewige Besserwisser... Auf der gleichen Tour unterwegs, hatt ich mal bei einer Pause den Kommentar "deine Kette scheint aber arg straff" und später - am gleichen Tag - von jemand anderem: "die Kette hängt ja total schlaff"...
Beim aller ersten so einem Kommentar hab ich halb in Panik sofort nachgemessen, mittlerweile bin ich diesbezüglich total entspannt: schliesslich kontrolliere ich es Zuhause regelmässig, und dem trau ich mehr als jedem anderen daherkomenden Hobbymechaniker's Augenmass.


 
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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#13 von tibid , 18.07.2018 15:20

Zitat von Boris.St im Beitrag #9

Hat der Integra tatsächlich einen Mittelständer serienmäßig? Dann gilt natürlich auch dort das, was im Handbuch bezüglich des Mittelständers steht. Klaro.

Ja, so ist es! Zentralständer ist beim Integra immer inklusive.
Also immer brav gemäss Handbuch messen.
Übrigens: hab irgendwo gelesen (entschuldigt diesen etwas ungenauen Quellennachweis...), dass generell der Unterschied ob auf Zentral- oder Seitenständer gemessen vernachlässigbar klein sein soll: auf dem Zentralständer ist die Schwinge gar nicht belastet (also Federbein voll ausgefeder), und auf dem Seitenständer nur ein ganz klein wenig.
Nächstes Mal werd ich das mal testen.


 
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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#14 von Wolfgang , 18.07.2018 20:55

Jetzt habe ich zumindest gelernt, dass das Aufliegen der Kette auf der Schwinge nicht unbedingt ein Anzeichen für eine zu lockere Kette sein muss. Das es sich verändern kann zwischen Oben straff / Unten locker und umgekehrt habe ich mir vorher auch nicht denken können. Für mich war das bisher ein starres System. Das bedeutet aber auch, dass die Kette während der Fahrt an die Schwinge kommen könnte!?


 
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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#15 von matthifant ( gelöscht ) , 18.07.2018 21:47

Zitat von Lille im Beitrag #7
Schiebt man das Motorrad rückwärts und stellt es dann ab, ist übrigens der untere Teil der Kette gespannt, und sie hängt oben durch.

Das verstehe ich nicht.
Wenn ich das Motorrad zurückschiebe, "schiebe" ich doch quasi unten die Kette vom Kettenrad zum Ritzel während ich oben die Kette mit dem Kettenrad vom Ritzel "ziehe", also müsste die Kette doch oben straff und unten schlaff sein ... wo ist mein Denkfehler ?

Ansonsten kann man natürlich aus allem eine Doktorarbeit machen ... ich fahre lieber


matthifant

RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#16 von pietn , 18.07.2018 22:16

Matthias, ich denke Du hast recht.
Wenn man das Moped schiebt (vorwärts) wird die Kette unten stramm gezogen.
Während der Fahrt wird die Kette oben vom Antriebsritzel stramm gezogen.
Beim Rückärtsschieben wird die Kette oben gezogen, also stramm.
Hätten wir einen Rückwärtsgang würde die Kette beim Rückwärtsfahren unten gespannt.
(Oder sind wir beide gleichblöd? [wäre ich froh, da ich nicht allein bin...])


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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#17 von WüKu , 18.07.2018 23:37

Zitat von pietn im Beitrag #16
...
(Oder sind wir beide gleichblöd? [wäre ich froh, da ich nicht allein bin...])

Insoweit wären wir auf jeden Fall schonmal zu Dritt
Meine manchmal ziemlich verschrobene Logik sagt mir das auch so wie von Euch hier dargestellt...


einfach nur weg und nie ankommen, das wärs ...
siehe ->Foto


p.s.
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gut an eine kranke Gesellschaft angepasst zu sein.
(Jiddu Krishnamutri)


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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#18 von Boris.St , 19.07.2018 03:47

Das werden wir wohl einfach mal ausprobieren müssen. Vor der nächsten Tour also dran denken: Mopped nach vorne schieben -- Kettenverlauf gucken. Mopped nach hinten schieben -- Kettenverlauf gucken. Am besten Beweisfotos machen.
So, jetzt hoffe ich, dass ich selbst daran denke...


Gruß, Boris


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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#19 von bike-didi , 19.07.2018 08:38

Zitat von matthifant im Beitrag #15
[quote=Lille|p18866]Ansonsten kann man natürlich aus allem eine Doktorarbeit machen ... ich fahre lieber


Oh man, wie kann man da nur so eine Wissenschaft raus machen?? Oben - unten; ist doch vollkommen wurscht, wenn kein Gang eingelegt ist.

Zitat von Boris.St im Beitrag #1
und schon gar nicht auf dem Mopped sitzend ohne Ständer.

Genauso wird's gemacht...


Viele Grüße aus dem Sauerland
Didi

"Mehr Spaß pro KM statt mehr KM pro Stunde"

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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#20 von Lille , 19.07.2018 13:58

Probiert's einfach aus - warum es so ist, wie es ist, kann ich leider auch nicht erklären.

Wenn man vorwärts fährt (nicht schiebt!) zieht das Ritzel das faule Hinterrad, das nicht mitkommen will, hinter sich her. Deshalb ist es klar, daß die Kette oben gespannt ist.

Warum es beim Rückwärtsschieben unten gespannt und oben locker ist.. mmhh.. muss ich mal grübeln...


 
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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#21 von Boris.St , 19.07.2018 16:14

Zitat von Lille im Beitrag #20
Probiert's einfach aus - warum es so ist, wie es ist, kann ich leider auch nicht erklären.

Wenn man vorwärts fährt (nicht schiebt!) zieht das Ritzel das faule Hinterrad, das nicht mitkommen will, hinter sich her. Deshalb ist es klar, daß die Kette oben gespannt ist.

Warum es beim Rückwärtsschieben unten gespannt und oben locker ist.. mmhh.. muss ich mal grübeln...


Habe eben zurückgelehnt vor dem Bildschirm gegrübelt... und ich hab's! (glaube ich...)

Beim vorwärts Schieben zieht das sich drehende (kleinere) Ritzel oben an der Kette am (größeren) Kettenrad. Das erzeugt die Spannung.
Beim rückwärts Schieben drückt das sich drehende (kleinere) Ritzel oben die Kette zum (größeren) Kettenrad. Das erzeugt den Durchhang.

Oder so ähnlich...


Gruß, Boris


 
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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#22 von BW , 19.07.2018 16:37

Da sich die Getriebeausgangswelle leicht drehen lässt wird die am Ritzel stark "geknickte" Kette nicht gegen den Widerstand der Dichtringe gerade gezogen und biegt beim Rückwärtsschieben hinter dem Ritzel nach unten ab.
Und das Gewicht der Kette im oberen Bereich hilft dabei.


Klug zu fragen ist schwieriger, als klug zu antworten!



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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#23 von Gelöschtes Mitglied , 19.07.2018 16:40

Ihr müsst hier umgekehrt denken.
Beim fahren treibt das kleine Ritzel das große an.
Beim schieben ist es umgekehrt, da treibt das große das kleine an.
Deswegen spannt sich die Kette beim vorwärts schieben unten.
Zumindest theoretisch...


zuletzt bearbeitet 19.07.2018 16:41 | Top

RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#24 von matthifant ( gelöscht ) , 19.07.2018 17:18

Zitat von Boris.St im Beitrag #21

Beim vorwärts Schieben zieht das sich drehende (kleinere) Ritzel oben an der Kette am (größeren) Kettenrad. Das erzeugt die Spannung.
Beim rückwärts Schieben drückt das sich drehende (kleinere) Ritzel oben die Kette zum (größeren) Kettenrad. Das erzeugt den Durchhang.

Oder so ähnlich...

Mal banal gefragt: ihr habt beim Schieben doch den Leerlauf drin, oder ?
Wenn der Leerlauf drin ist zieht das Ritzel weder noch drückt es.
Die einzige aktive Bewegung kommt dann vom Kettenrad und das Ritzel wird im Leerlauf nur durch die Kette in die eine oder andere Richtung bewegt.


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RE: Kettendurchhang: Messen und Einstellen

#25 von Boris.St , 19.07.2018 18:56

Banal geantwortet: Ja.

Also wie jetzt? Wenn's vorne drückt und hinten reißt, nimm... Ich komme mir gerade ziemlich banausig vor...


Gruß, Boris


 
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