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RE: Mein NC-Experiment Teil II ...

#101 von Christoph , 01.06.2018 13:15

Zitat von aGentleBiker im Beitrag #100
Ich frage mich ob mehr Leistung beim Motorrad nicht frustrierend ist, mir fällt es jetzt schon schwer StVO konform zu fahren. Je besser ICH werde desto überzeugter bin ich das die Leistung eigentlich reicht.

Ich denke auch das reicht.
Ab 120 aufwärts merkt man halt schon, dass nicht mehr viel Leistung kommt. Manchmal auch schon vorher wenn man etwas Wumms außerorts braucht. Mit Gepäck und oder Sozius nochmal deutlicher.
Aber wie du sagst, fährt man stvo konform kommt man ja eigentlich nicht über „100“ km/h (110...120...). Ein langstrecken Touringfahrzeug für die entspannte 6–stündige Autobahfahrt bei 170 km/h mit Gepäck+Sozius ist die NC halt nicht. Da gibts andere Maschinen. Aber keine davon hat den Verbrauch, ein Staufach und DCT (sofern man es denn hat).


 
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RE: Mein NC-Experiment Teil II ...

#102 von X-Man , 01.06.2018 13:17

Zitat von Sigi64 im Beitrag #99
Motorradfahren ist einfach für uns Ü50-Junx nicht das gleiche wie früher.
Auslöser und gleichzeitig Linderung der Zipperlein.

Die Raucher unter uns haben's da gut - müssen alle 100 km eine Pause einlegen. ;)

Total wahre Aussage!

Gruß
Jörg


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RE: Mein NC-Experiment Teil II ...

#103 von Maddoc , 01.06.2018 13:49

<--- 55!


 
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RE: Mein NC-Experiment Teil II ...

#104 von X-Man , 09.06.2018 10:10

Moin.

Schätzungsweise ein paar Tage noch, dann erscheint die 8.000 auf der Uhr, eine durchschnittliche Fahrleistung von 570 Kilometer pro Woche seit Anfang März 2018. Die meisten Kilometer hiervon könnte man unter dem Fahrstil "Powercruisen" verbuchen, in dieser Disziplin funktioniert die NC ganz hervorragend. Leistungsdefizite habe ich hierbei nicht feststellen können. Der Motor schnurrt, schiebt willig und bullig und erzeugt gerade auf längeren, mehrstündigen Etappen den von mir so geschätzten Flow. Der Auspuff plottert in moderater Lautstärke bei bassigem Brummeln, und mit einer gewissen Weitsicht gefahren arbeitet das DCT zufriedenstellend und weitgehend unauffällig. Nicht schalten müssen ist hier ein großer Zugewinn und verwandelt die NC in eine Landschaftsbetrachtungsmaschine par excellence. In meinem Fall tragen auch die Pirelli Angel GT einen großen Teil dazu bei. Persönliche Wertung: alles ganz easy und wunderbar.

Ein paar fünfzig Kilometer abgezwackt für die wirklich schlechten Straßen (inkl. Wirtschaftswege/Feldwege): Hier funktioniert die NC meinen Erfahrungen nach auch ganz ausgezeichnet. Ein paar Kilometer am Stück auf den Rasten stehend stellen für mich kein Problem dar. Bei langsamer und langsamster Fahrweise über Stock und Stein, durch Asphaltkrater und wadentiefe Schlammpfützen hatte ich dank niedrigem Schwerpunkt und ausreichend Federweg nur gute Erfahrungen mit nach Hause gebracht. Aus mir wird wohl kein Offroader, aber es macht mir Freude zu sehen, was dieses Crossover Bike so drauf hat, wenn es sein müsste. Muss aber noch erwähnen, dass diese Strecken ausschließlich mit den Battlewings befahren wurden. Persönliche Wertung: überraschend tauglich.

Ein paar hundert Kilometer im "Hafer-Stech-Modus": Die NC gerät an ihre Grenzen. Ein Performance-Gerät ist sie nicht. Zwar habe ich mich an ihre Eigenheiten gewöhnt, das heißt aber nicht, dass mir das auf Dauer taugen würde. Ich benötige bei dieser Fahrweise einfach mehr Gespür für das Vorderrad, das ist mir alles zu gautschig da vorne, wenn's mal flott wird, es staucht und taucht beim Bremsen, ausfedern plus Gas anlegen passiert mir eine Spur zu hektisch, beim Umlegen und Drücken spüre ich das Gewicht der Maschine sehr deutlich, hier wirkt sich der niedrige Schwerpunkt auch nicht so gut aus. Bergauf-Kehren und kurze Zwischensprints an Steigungen haben keinen Esprit, da arbeitet sich die NC mühsam aus dem Keller die Treppe hoch. Schräglagen sind begrenzt durch die LSL-Variofußrasten, was mich zunehmend stört. Werde bei Gelegenheit die Originalen wieder draufpacken und schauen, wie es sich dann mit dem Kniewinkel verhält. Persönliche Wertung: auf Dauer nicht akzeptabel.

Gestern komme ich von einer kleinen Tour nach Hause, stehe auf der Straße vor der Garage und klappe den Seitenständer aus, während noch der Fahrmodus eingelegt ist. Motor stirbt ab. Okay, passiert. Dann mache ich etwas sehr Dummes: Ich klappe den Seitenständer wieder ein, anstatt die Maschine schlicht per Zündschlüssel auszuschalten und abzustellen, und drücke ich erneut den Starterknopf. Die Kiste springt an, und ich will sie nun auf dem nicht ausgeklappten Seitenständer abstellen ... Da hat sie dann gelegen, und ich habe wohl ziemlich dumm aus der Wäsche geguckt. Na ja, das Aufheben war dann kein Problem. Interessanterweise ist nur das Lenkerendgewicht verkratzt, dazu eine minimale Schleifspur am Spiegelgehäuse. Der Lenker selbst scheint nicht verzogen zu sein. Eine kurze Kontrollfahrt ergab keine Auffälligkeiten. Allerdings habe ich mir beim Aufheben eine Zerrung in der linken Wade zugezogen und werde mich die kommenden Tage nur hinkend bewegen können - als kleine Bestrafung für meine Doofheit ...

Gruß
Jörg


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RE: Mein NC-Experiment Teil II ...

#105 von Christoph , 09.06.2018 19:54

Zitat von X-Man im Beitrag #104
Gestern komme ich von einer kleinen Tour nach Hause, stehe auf der Straße vor der Garage und klappe den Seitenständer aus, während noch der Fahrmodus eingelegt ist. Motor stirbt ab. Okay, passiert. Dann mache ich etwas sehr Dummes: Ich klappe den Seitenständer wieder ein, anstatt die Maschine schlicht per Zündschlüssel auszuschalten und abzustellen, und drücke ich erneut den Starterknopf. Die Kiste springt an, und ich will sie nun auf dem nicht ausgeklappten Seitenständer abstellen ... Da hat sie dann gelegen, und ich habe wohl ziemlich dumm aus der Wäsche geguckt. Na ja, das Aufheben war dann kein Problem. Interessanterweise ist nur das Lenkerendgewicht verkratzt, dazu eine minimale Schleifspur am Spiegelgehäuse. Der Lenker selbst scheint nicht verzogen zu sein. Eine kurze Kontrollfahrt ergab keine Auffälligkeiten. Allerdings habe ich mir beim Aufheben eine Zerrung in der linken Wade zugezogen und werde mich die kommenden Tage nur hinkend bewegen können - als kleine Bestrafung für meine Doofheit ...
Aua.
Mindestens aber deine Fußraste muss noch was abgekommen haben, oder?
Den Fußrastenhalter, also das große silbender Anbauteil an dem rechts auch der Auspuff hängt, solltest du nochmal genauer anschauen. Das ist (meines Wissens) ein Gussteil und nicht reparabel (korrigiert mich wenn ich jetzt was falsches sage).
Aus leidvoller Erfahrung weiß ich, dass da ziemlich viel ziemlich schnell in Mitleidenschaft gezogen wird. Das stellt auch das ganze "X" aka Adventure für mich etwas in Frage. Ein leichter Rempler/Umfaller kann da ziemlich viel teures Unheil anrichten. Kann man ggf. durch Anbau/Schutzteile umgehen, aber ich setzte jetzt auf die Vollkasko (so schlau ist man auch erst hinterher).


 
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RE: Mein NC-Experiment Teil II ...

#106 von X-Man , 09.06.2018 22:16

Zitat von Christoph im Beitrag #105
Aua.
Mindestens aber deine Fußraste muss noch was abgekommen haben, oder?
Den Fußrastenhalter, also das große silbender Anbauteil an dem rechts auch der Auspuff hängt, solltest du nochmal genauer anschauen. Das ist (meines Wissens) ein Gussteil und nicht reparabel (korrigiert mich wenn ich jetzt was falsches sage).
Aus leidvoller Erfahrung weiß ich, dass da ziemlich viel ziemlich schnell in Mitleidenschaft gezogen wird. Das stellt auch das ganze "X" aka Adventure für mich etwas in Frage. Ein leichter Rempler/Umfaller kann da ziemlich viel teures Unheil anrichten. Kann man ggf. durch Anbau/Schutzteile umgehen, aber ich setzte jetzt auf die Vollkasko (so schlau ist man auch erst hinterher).


Jupp, die Fußraste ist lädiert, weil das Möpp drauf gelegen hat. Ebenso ein trapezförmiger Kunststoffnippel (in der Seitenansicht schräg unterhalb und vor der Fußraste)), der jetzt etwas anradiert ist. Den Fußrastenhalter habe ich gecheckt, der hat nach eingehender Sichtprobe nichts abbekommen. Die NC ist gefallen wie in Zeitlupe, ich habe noch etwas dagegen halten können. Sie fiel exakt auf das Lenkerende, wie's scheint. Der Lenker rutschte ab, das Gewicht verlagerte sich auf den Trapeznippel und die Fußraste.

Habe an sich keine Probleme mit dem Aufheben gehabt (bei randvollem Tank), aber 229 Kg sind schon ne Ansage. Mein nächstes Bike wird definitiv leichter sein. Und nicht so hoch. Eigentlich ist die X per se kein Fahrzeug für mich. Das meine ich nicht auf meine Körpergröße von 174 cm bezogen, sondern auf das Wrack im rechten Fuß, das sich Sprunggelenk nennt, nebst ausgeleierten Bändern - ich habe nie einen festen Stand und verlasse mich ganz auf die intakte linke Seite (die ich beim Hinstellen denn auch prompt überbelastet habe). Bisher habe ich die gelegentlichen Eiertänze ignoriert, aber wenn ich so sehe, wie fix das mit dem Purzeln passieren kann, komme ich doch ins Grübeln. Ist ja immer so, es muss erst was passieren.

Gruß
Jörg


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RE: Mein NC-Experiment Teil II ...

#107 von Boris.St , 10.06.2018 07:41

Zitat von X-Man im Beitrag #106
(...)
Habe an sich keine Probleme mit dem Aufheben gehabt (bei randvollem Tank), aber 229 Kg sind schon ne Ansage. Mein nächstes Bike wird definitiv leichter sein. Und nicht so hoch. Eigentlich ist die X per se kein Fahrzeug für mich. Das meine ich nicht auf meine Körpergröße von 174 cm bezogen, sondern auf das Wrack im rechten Fuß, das sich Sprunggelenk nennt, nebst ausgeleierten Bändern - ich habe nie einen festen Stand und verlasse mich ganz auf die intakte linke Seite (die ich beim Hinstellen denn auch prompt überbelastet habe). Bisher habe ich die gelegentlichen Eiertänze ignoriert, aber wenn ich so sehe, wie fix das mit dem Purzeln passieren kann, komme ich doch ins Grübeln. Ist ja immer so, es muss erst was passieren.

Gruß
Jörg


(Hervorhebung von mir...)
Aber warum wurde es dann die X? Ich habe neulich auch jemanden gesehen, wohl nicht aus dem Forum, der aufgrund der Körperhöhe kaum auf seine X drauf kam. Ich frage mich dann immer, warum die X und nicht die S? Was ist der Reiz? Ich meine, ich bin jetzt 58, habe vor 14 Monaten meine S gekauft. Ich wiege auch um die 100 Kg und bin aufgerichtet 1,73 Meter niedrig.

Habe mich damals, als klar war, dass vom Konzept und den Motoreigenschaften her die NC "mein Ding" werden kann, draufgesetzt und sofort festgestellt: Passt! Sitzhöhe ist optimal, ich habe beide Füße platt auf dem Boden und noch keine durchgestreckten Knie - also ideal. Der Lenker könnte noch einen guten Zentimeter mehr zu mir reichen, dann hätte ich die für mich gefühlt ideal aufrechte Sitzposition, ohne ganz vorn am "Tank" sitzen zu müssen (ich bin wohl etwas kurzarmig, meine Jackenärmel sind auch immer zu lang). Ok, geht aber gut. Sie ist beim Fahren etwas kopflastig, spurt aber trotzdem schön in die Kurven.

Reisetauglich ist sie ziemlich genau so, wie ich es maximal benötige. Mehr kann die X da eigentlich auch nicht. Dann ist sie deutlich leichter, 217 Kg als Schalter. Das ist immerhin auch schon eher vom Typ "Brocken". Für lange Touren habe ich eine höhere Scheibe, normal setze ich inzwischen nur noch eine ganz kurze schwarze Scheibe ein, als reine Cockpitverkleidung. Ich muss nicht völlig windgeschützt hinter einer Windschutzscheibe sitzen. Dann hätte ich das Gefühl, Auto zu fahren.

Die S ist ein unkompliziertes Naked-Bike mit guten Allroundeigenschaften, dem IMO nur noch ein wenig motorische Luft nach oben fehlt. Spaß bietet sie allerdings trotzdem genug, wenn man die Motorcharakteristik ausnutzt.

Ich hatte dann damals beim Händler auch mal auf einer X Platz genommen - und war schnell wieder unten. Zu hoch. Also mehr Federweg, den ich einfach nicht brauche. Die Optik nach vorne mit dem ausladenden Plastikgemähre um den Gabelkopf herum, mit diesen großen Durchguck-Öffnungen zur Gabel, nee. Das war's für mich einfach nicht. Das Auge fährt bei mir mit. Das war mir zuviel Burgman.

Ja, natürlich ist es Geschmacksache. Ich bin eben definitiv kein Enduro-Fahrer. Ich habe neulich mal die Gelegenheit genutzt, mich beim FHH auf eine der neuen CB 1000R ("Neo Café Racer") zu setzen. Die hat dieselbe Sattelhöhe wie die X (83 cm). Da habe ich mich aber auf Anhieb wohler drauf gefühlt als damals auf der X. Die passt mir auch irgendwie, und die Sitzhöhe ist noch unproblematisch. Das könnte womöglich sogar mein nächstes Bike werden... obwohl mir ein dicker Zweizylinder lieber wäre.

Also, diese Fragen kamen mir eben wieder in den Sinn, weil ich kürzlich auf dem Gr. Feldberg ein längeres Gespräch hatte mit zwei Bikerkollegen, darum, warum so viele (eigentlich ja alle) Moppedfahrer 1200er GS fahren. Aber man kann es ja beobachten: Da gibt es die, die hinterm Haus ziemlich sicher unwegsame Schluchten und Wildnis haben, und die bei jeder Gelegenheit auf Expedition gehen. Und dann gibt es die anderen, die haben einen BMW-SUV vor der Garage stehen (mit 300+ PS, damit sie die Auffahrt hoch kommen). Die fahren dann natürlich auch einen Motorrad-SUV.

Ich hoffe, das nimmt jetzt keiner allzu bierernst...


Gruß, Boris
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RE: Mein NC-Experiment Teil II ...

#108 von X-Man , 10.06.2018 12:58

Zitat von Boris.St im Beitrag #107
Aber warum wurde es dann die X? Ich habe neulich auch jemanden gesehen, wohl nicht aus dem Forum, der aufgrund der Körperhöhe kaum auf seine X drauf kam. Ich frage mich dann immer, warum die X und nicht die S? Was ist der Reiz? Ich meine, ich bin jetzt 58, habe vor 14 Monaten meine S gekauft. Ich wiege auch um die 100 Kg und bin aufgerichtet 1,73 Meter niedrig.


Ich habe meinen A-Schein 2015 gemacht und bin mit null Erfahrungen in die Thematik eingestiegen. Die diversen Wechsel basieren auf dieser Tatsache. Ich habe bisher knapp 60.000 Kilometer auf Motorrädern zurückgelegt und beginne die Materie allmählich zu verstehen. Leider ein teurer Lernprozess, zugegeben, aber manche Erkenntnisse kann man sich buchstäblich nur er-fahren. Und mit dieser Erfahrung kann man nach einer Probefahrt vielleicht schon sagen: Nee, das ist gar nichts für mich. Oder: Mal schauen, was ich modifizieren muss, damit es passt. Ohne Erfahrungen kristallisieren sich manche Kritikpunkte dann später heraus, und die anfängliche Begeisterung weicht einem immer länger werdenden Gesicht. In der Folge und mit verstreichender Zeit geht man denn auch immer selektiver zu Werke. Soll heißen, neben dem Bauchgefühl spielt jetzt auch der Verstand eine entscheidende Rolle ...

Zudem, was ich anfangs in keinster Weise berücksichtigt habe, sind die gesundheitlichen Anforderungen beim Motorradfahren. Das habe ich nicht einfach ignoriert, das hatte ich schlicht überhaupt nicht auf dem Schirm! Was ist ansonsten als "Zipperlein" verbucht habe, erwies sich speziell im Laufe der vergangenen 12 Monate als ernstzunehmendes Handicap. Wenn ich weiterhin Motorrad fahren will, muss ich mich damit auseinandersetzen. Und diesbezüglich sammelt man eben auch Erfahrungen. Schmerzen, vor allem chronische, müssen doch nicht sein. Und machen wir uns nichts vor, meistens wird's schlimmer, selten besser. Wenn sich Handicaps dann allmählich zum Sicherheitsrisiko entwickeln, sollte man sich entsprechend Gedanken dazu machen. Also, wenn mir damals klar gewesen wäre, dass die NC-X per se nicht meine Maschine ist bzw. sein kann, ich hätte ein anderes Modell gewählt.


Zitat von Boris.St im Beitrag #107
Die S ist ein unkompliziertes Naked-Bike mit guten Allroundeigenschaften, dem IMO nur noch ein wenig motorische Luft nach oben fehlt. Spaß bietet sie allerdings trotzdem genug, wenn man die Motorcharakteristik ausnutzt.


Ich mag die S sehr! Sie ist genau so, wie Du sie umschreibst. Allerdings fehlt mir schon die Leistung nach oben heraus. Ähnlich wie die X, agiert sie in der heimischen Mittelgebirgsregion etwas asthmatisch, da will ich gar nicht so sehr zwischen Schalter u. DCT unterscheiden. Die S ist gut so, wie sie ist, aber ich würde mich nicht mehr für dieses Modell entscheiden, auch auf das Fahrwerk bezogen. Eine Anschaffung würde bei meiner Fahrerei keinen Sinn machen - nicht mehr, sollte ich sagen. Vielleicht in 5 oder 10 Jahren wieder, aber im Augenblick - nein. Nicht jetzt, wo ich beginne zu verstehen, was man mit einem höherklassigen Fahrwerk und erstklassigen Reifen bei mehr Motorleistung alles anstellen kann. Wie gesagt, ich fahre erst seit drei Jahren, ich bin ein Rookie.

Zitat von Boris.St im Beitrag #107
Ich hatte dann damals beim Händler auch mal auf einer X Platz genommen - und war schnell wieder unten. Zu hoch. Also mehr Federweg, den ich einfach nicht brauche. Die Optik nach vorne mit dem ausladenden Plastikgemähre um den Gabelkopf herum, mit diesen großen Durchguck-Öffnungen zur Gabel, nee. Das war's für mich einfach nicht. Das Auge fährt bei mir mit. Das war mir zuviel Burgman.


Die X ist in meinen Augen keine Schönheit, aber auch nicht hässlich. Und wenn man drauf sitzt und fährt, relativiert sich das auch. Das Mehr an Federweg habe ich durchaus schätzen gelernt, die Frage ist nur, wie oft und in welchen Situationen brauche ich das? Ich kann solche Situationen natürlich forcieren, aber mir fehlt dann doch oftmals die Lust dazu, und die Pirellis sind auch nicht dafür gemacht. Meine erste Sitzprobe auf der X ist ausgesprochen positiv ausgefallen, im Gegensatz übrigens zur S, wobei die erste Fahrt auf Letzterer dann wieder sehr angenehm verlaufen ist.

Zitat von Boris.St im Beitrag #107
Ja, natürlich ist es Geschmacksache. Ich bin eben definitiv kein Enduro-Fahrer. Ich habe neulich mal die Gelegenheit genutzt, mich beim FHH auf eine der neuen CB 1000R ("Neo Café Racer") zu setzen. Die hat dieselbe Sattelhöhe wie die X (83 cm). Da habe ich mich aber auf Anhieb wohler drauf gefühlt als damals auf der X. Die passt mir auch irgendwie, und die Sitzhöhe ist noch unproblematisch. Das könnte womöglich sogar mein nächstes Bike werden... obwohl mir ein dicker Zweizylinder lieber wäre.


Das Endureske der NC-X hat mich lange Zeit sehr angesprochen, aber wie eingangs erwähnt, fließen ja fortwährend diverse Erfahrungen in die Bilanzen ein. Ich finde das immer noch okay und komme gut damit klar, empfinde das aber unterm Strich nicht mehr als besonders aufregend. Könnte ein Gewöhnungseffekt sein. Jedenfalls suche ich in letzter Zeit ständig nach einer etwas fahraktiveren Sitzposition, was nicht so recht funktionieren will. Das klappt auf der S wesentlich besser. Die neue CB1000R sagt mir optisch nicht so sehr zu (genau so wenig wie das Vorgängermodell), wobei ich die Sitzergonomie ebenfalls als tauglich für mich einsortiere. Ich bin sie allerdings noch nicht gefahren. Davon abgesehen, sie ist mir zu teuer. Ich bin neulich mal die Kawa Z900RS probegefahren (auch zu teuer). Ein geiles Teil! Auf Dauer wäre die aber nichts für mich, Kniewinkel okay, der Rest ist so lala. Motorisch schwebt mir für die Zukunft schon ein Reihenvierer vor, verbaut in einem nicht so schweren Gerät, auf dem man mehr vorderradorientiert hockt. Aber das hat noch ein Weilchen Zeit.

Gruß
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RE: Mein NC-Experiment Teil II ...

#109 von Lorenz , 11.06.2018 07:59

Hallo,

ich fahre eine tiefergelegte X. Tiefergelegt auf das Niveau der S. Warum dann nicht gleich eine S? Da gab es so einige Gründe. Z.B. ist das Schloss zum Öffnen des 'Bauchfachs' bei der S links unterm Knie. Bei der X ist es oben vor mir. Wenn ich auf Tour bin halte ich öfters mal kurz an, hole den Fotoapparat aus dem Fach, mache ein Bild von der Landschaft und fahre weiter. Wenn ich erst unterm Knie das Schloss suchen musste . . . Die Bilder seht ihr auf meiner Homepage bei den Reiseberichten.

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RE: Mein NC-Experiment Teil II ...

#110 von X-Man , 11.06.2018 16:53

Zitat von Lorenz im Beitrag #109
Hallo,

ich fahre eine tiefergelegte X. Tiefergelegt auf das Niveau der S. Warum dann nicht gleich eine S? Da gab es so einige Gründe. Z.B. ist das Schloss zum Öffnen des 'Bauchfachs' bei der S links unterm Knie. Bei der X ist es oben vor mir. Wenn ich auf Tour bin halte ich öfters mal kurz an, hole den Fotoapparat aus dem Fach, mache ein Bild von der Landschaft und fahre weiter. Wenn ich erst unterm Knie das Schloss suchen musste . . . Die Bilder seht ihr auf meiner Homepage bei den Reiseberichten.

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Ich habe die LSL-Rasten auf den tiefsten Punkt eingestellt, also 25 mm "unter normal". Die Rasten haben keine Angstnippel, sondern setzen direkt auf, was mir nicht so behagt (auch aus kosmetischen Gründen). Jetzt ist mein Kniewinkel zwar entspannter, die Schräglagenfreiheit aber etwas eingeschränkt. Eine Tieferlegung wie bei Deiner X brächte mich dann nochmals 4 cm näher an die Erde. Und würde ich bei einer Tieferlegung die Originalrasten verwenden, hätte ich wieder das Problem mit dem Kniewinkel. Mein Plan: keine Tieferlegung, dafür Originalrasten drauf, leichte Knieprobleme in Kauf nehmen, dafür aber auch mehr an Schräglage gewinnen. An sich ist eine Tieferlegung aber eine Option. Meine Frau hat ihre S um 2 cm absenken lassen, für sie definitiv ein Gewinn betreff Fahrerei und Sicherheitsgefühl.

Zum Fotografieren steige ich in der Regel ab, Handy ist immer griffbereit in der Beintasche.

Gruß
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RE: Mein NC-Experiment Teil II ...

#111 von X-Man , 11.06.2018 21:55

Nabend.

Sodele, meine Experimentalphase betreff NC 750 X neigt sich dem Ende entgegen. Die mir wichtigen Dinge habe ich in den vergangenen Wochen bereits angesprochen, daher keine Wiederholung im Detail oder Vertiefung an dieser Stelle. Ein kurzes Resümee möchte ich aber noch ziehen, bevor ich den Laborkittel ausziehe und dieses wunderbare Motorrad einfach Motorrad sein lasse.

Warum "NC-Experiment"? Na ja, seinerzeit erschien mir dieses Konzept als etwas sehr Besonderes, Faszinierendes und Exotisches. Ein halbierter Automotor. Staufach. DCT. Irre interessant! Dann diese extrem gute Fahrbarkeit, dieses Schnurrige und Drehmomentfreudige, alles Eigenschaften, die ich sehr zu schätzen gelernt habe. Obendrauf die Zuverlässigkeit, das wartungsarme Wesen dieses phantastischen Allrounders, die niedrigen Unterhaltskosten, der unschlagbar niedrige Verbrauch, all das hat mich begeistert und tut es noch. Ich wollte diese Einmaligkeit näher kennenlernen, in die Tiefe gehen, so weit meine Kenntnisse und Fähigkeiten ausreichten, und bin über einen Zeitraum von knapp zwei Jahren an ihr gewachsen. Ich habe sie mit den anderen Motorrädern, die ich zwischenzeitlich und währenddessen gefahren bin, verglichen, und sie hat in vielen Belangen gut, in manchen auch besser abgeschnitten, fairerweise und objektiv betrachtet. Das "Experiment" war also als Aufhänger gedacht, ein roter Faden, auf denen alle meine Pros und Kontras aufgefädelt wurden. Grundsätzlich aber stand ich immer auf Seiten der NC, auch daran festzumachen, dass ich nach einjähriger Abstinenz wieder zu diesem Modell gegriffen und es nicht bereut habe. Sie war und ist ein treuer Begleiter durch den Alltag, aber nicht allein das Nutzfahrzeug, dass ich einmal in ihr vermutet hatte. Sie hat mich sozusagen auch überrascht, denn mit einem kontinuierlich steigenden Fahrkönnen haben sich auch die Grenzen der Verwendbarkeit dieses Fahrzeugs ziemlich weit ausgedehnt. Einfach gesagt, ich hatte mir der NC-X in den letzten Wochen und Monaten viel Spaß, wesentlich mehr, als ich mir vor einem Jahr noch hätte vorstellen können. Hierzu abschließend gesagt, Ursache dieses "Experiments" war die pure Neugier.

Natürlich hat dieses Konzept auch Nachteile, über die der Fan und Liebhaber im Allgemeinen nicht so gern zu sprechen scheint, auf die er nicht mit der Nase gestoßen werden will. Wobei ... was ich so als Nachteile deklariert habe, diese Macken und Ticks und die eine oder andere Unzulänglichkeit - das ist natürlich alles aus einem persönlichen Blickwinkel zu betrachten. So habe ich geurteilt, kritisiert, aber nicht, äh ... aus niedrigen Beweggründen. Ich habe mich einfach bemüht, objektiv zu sein. Und ich habe mich bemüht zu verstehen, warum Andere zu ganz anderen Urteilen und Schlussfolgerungen gekommen sind. Motorräder, habe ich gelernt, sind mitunter eine sehr emotionale Angelegenheit ... Ist wohl tatsächlich so, sonst würde ich das hier nicht schreiben.

Ich habe mir auch nie Gedanken darüber gemacht, ob meine Kenntnisse der Materie fundiert genug sind, gewisse Urteile zu fällen. Ich habe einfach aus meinem Alltag mit der X über dieses und jenes geschrieben, frische Eindrücke sozusagen, direkt von der Straße in diesen Thread. Eben oft genug ohne eine direkte Beurteilung, es waren einfache Kenntnisnahmen, als ein Beispiel das DCT zu nennen.

Was ist noch zu sagen? Hm. Ich werde die X noch eine ganze Weile fahren, aber irgendwann ist es an der Zeit, ein Häuschen weiter zu ziehen. Ich habe in den vergangenen drei Jahren ja auch andere Motorräder bzw. Motorenkonzepte ausprobiert, aber es gibt natürlich noch viel zu entdecken und anzutesten. Ich würde z.B. gern mal über einen längeren Zeitraum ein wirklich leistungsstarkes Motorrad fahren, einfach um in Erfahrung zu bringen, ob mir das taugt. Vielleicht eine Supersportler, vielleicht eine Hypernaked . Nicht, weil ich denke, mit mehr PS zu einem besseren Fahrer zu mutieren. Nicht für die dicke Hose. Ich kenne meine Grenzen und stecke sie mit sehr viel Bedacht und Vorsicht weiter nach außen ab. Nach meinem Dafürhalten ist das ein stetiger Lernprozess. Vielmehr bin ich, wie oben bereits erwähnt, ein sehr neugieriger und auch begeisterungsfähiger Mensch. Die NC-X betreffend und ihre Leistungscharakteristik - wo ich schonmal beim Thema bin, das zufälligerweise auch zum Thema im nachbarlichen Experimente-Thread geworden ist: Ich habe den Begriff "asthmatisch" natürlich schon in einem Zusammenhang ins Spiel geworfen, wohl wissend, dass er einen gewissen Beigeschmack hat. Aber es gibt natürlich Situationen, da machen wir uns mal nichts vor, da streckt unsere NC die Flügel. Das mag den meisten NC-Fahrern schnuppe sein und das auch völlig zurecht. Ich selbst bin ja auch meistenteils zufrieden. Aber eben nur meistens. Und die Ausnahmen, die Momente, wo ich mehr Leistung vermisse, habe ich auch zum Nachlesen hier hinterlassen. Und diese Ausnahmen haben - auch das habe ich versucht zu verdeutlichen - nichts mit Fahrkönnen bzw. einem vermeintlichen Mangel daran zu tun. Worin liegt die Kunst, mit 270 Sachen über die Autobahn zu blasen? Eben. Aber es macht höllisch viel Spaß!
Mir jedenfalls.

Bleibt noch, mich für die Aufmerksamkeit zu bedanken und für die vielen Tipps und Anregungen, die ich in diesem Thread erfahren habe, hier und im "alten" Forum!

(Endlich isser fertig, dieser Schwätzer, gell ... )

Gruß
Jörg


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zuletzt bearbeitet 11.06.2018 | Top

RE: Mein NC-Experiment Teil II ...

#112 von Wamboatfire , 12.06.2018 09:56

Ich finde deine Eindrücke super dargestellt und hab sie gern gelesen. Hat mich auch noch mehr zum Kauf angeregt als mich dazu abzuhalten.


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RE: Mein NC-Experiment Teil II ...

#113 von X-Man , 12.06.2018 18:37

Zitat von Wamboatfire im Beitrag #112
Ich finde deine Eindrücke super dargestellt und hab sie gern gelesen. Hat mich auch noch mehr zum Kauf angeregt als mich dazu abzuhalten.


Super! Danke für die Blumen!

Deine beiden Sätze fassen ziemlich auf den Punkt gebracht das zusammen, was ich mir von der vielen Schreiberei erhofft habe, inklusive dem tollen Feedback aller Poster natürlich.

Gruß
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RE: Mein NC-Experiment Teil II ...

#114 von Nc-Hermann , 13.06.2018 00:06

Den Sinn Deines Beitrags „ Mein NC Experiment“ hab ich nie verstanden , außer Du hast einen Grund gesucht über Deine Erfahrungen mit einem Motorrad zu schreiben, weil Dir das Schreiben Spaß macht.
Mir macht das Motorradfahren Spaß.
Mit 50 Jahren, also vor etwa 20 Jahren bin ich auf eine Honda Rebell gestiegen um zu sehen ob ich noch Fahren kann. Es hat aofort geklappt und nach 3 Monaten hab ich mich das erste mal in eine Stadt gewagt.
Es hat mega Spaß gemacht den Fahrtwind zu spüren, die Gerüche der Landschaft, die schnell wechselnden Eindrücke. Die Geschwindigkeit war nebensächlich. Trotzdem hab ich dann noch den Führerschein gemacht und über verschiedene Motorräder, immer Chopper und vielen Touren, so 8-10000 km im Jahr, meine Fahrkenntnisse verbessert und viel Spaß gehabt.
Leider ging es mit meiner Gesundheit bergab. Die Harley wurde mir zu schwer und die NC hat mich gerettet.
Ich hoffe damit noch einige Jahre fahren zu können und wenn nicht, ist es auch so.
Es war für mich nie ein Experiment sondern ein besonderes Vergnügen und ich bedauere nur nicht eher damit angefangen zu sein.
Es gibt noch so schöne Landschaften zu erfahren die ich aber wohl nie mehr auf dem Mopped sehen werde.
Gruß
Hermann



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Nc-Hermann
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zuletzt bearbeitet 13.06.2018 | Top

RE: Mein NC-Experiment Teil II ...

#115 von X-Man , 13.06.2018 17:44

Zitat von Nc-Hermann im Beitrag #114
Den Sinn Deines Beitrags „ Mein NC Experiment“ hab ich nie verstanden , außer Du hast einen Grund gesucht über Deine Erfahrungen mit einem Motorrad zu schreiben, weil Dir das Schreiben Spaß macht.

Hallo Hermann,
damit liegst Du gar nicht mal so verkehrt. Ich schreibe seit 30 Jahren Kurzgeschichten, Romane, dazu Essays und Artikel zu meist literarischen Themen. Das Schreiben ist mein Metier (und seit 15 Jahren ein nettes Zubrot).
Allerdings ist der Spaß am Schreiben nicht der Grund für diesen Thread gewesen. Ich hatte damals recht wenig persönliche EIndrücke zum Thema NC finden können und dachte mir, dasss ich sie dann halt selber verschaffe, selbige notiere und anderen Interessenten auf diesem Weg zur Verfügung stelle. Als Vielschreiber und Routinier war das für mich keine große Sache, aber dann habe ich registriert, dass es tatsächlich viele Leute interessiert hat, in zwei Foren wurde dieser Thread bisher insgesamt knapp 20.000mal aufgerufen. Ich habe halt weiter gemacht, bis ich das Gefühl hatte, alles mir Wichtige gesagt zu haben. Und es ist immer noch so: Wenn mich ein Motorrad wirklich interessiert, schaue ich zunächst einmal nach, ob ich nicht irgendwo ein paar ganz persönliche Eindrücke auftreiben kann, möglichst nicht über zwei Dutzend Internetseiten verstreut, bruchstückhaft und oft auch widersprüchlich. Leider werde ich nur selten fündig.
Zitat von Nc-Hermann im Beitrag #114
Mir macht das Motorradfahren Spaß.

Mir auch, Hermann. Mir auch.
Zitat von Nc-Hermann im Beitrag #114
Mit 50 Jahren, also vor etwa 20 Jahren bin ich auf eine Honda Rebell gestiegen um zu sehen ob ich noch Fahren kann. Es hat aofort geklappt und nach 3 Monaten hab ich mich das erste mal in eine Stadt gewagt.
Es hat mega Spaß gemacht den Fahrtwind zu spüren, die Gerüche der Landschaft, die schnell wechselnden Eindrücke. Die Geschwindigkeit war nebensächlich. Trotzdem hab ich dann noch den Führerschein gemacht und über verschiedene Motorräder, immer Chopper und vielen Touren, so 8-10000 km im Jahr, meine Fahrkenntnisse verbessert und viel Spaß gehabt.
Leider ging es mit meiner Gesundheit bergab. Die Harley wurde mir zu schwer und die NC hat mich gerettet.
Ich hoffe damit noch einige Jahre fahren zu können und wenn nicht, ist es auch so.
Es war für mich nie ein Experiment sondern ein besonderes Vergnügen und ich bedauere nur nicht eher damit angefangen zu sein.
Es gibt noch so schöne Landschaften zu erfahren die ich aber wohl nie mehr auf dem Mopped sehen werde.
Gruß
Hermann

Trotz des Thread-Titels habe ich die Fahrerei mit der NC-X an sich nie als Experiment betrachtet. Das sind zwei unabhängige Tätigkeiten - das Fahren und das anschließende Nachdenken über das Fahren. Ich habe nicht auf der Maschine gesessen und darauf gelauert, ob etwas passiert, um es dann in einem Post breit zu treten. Die meisten meiner Ausfahrten waren wirklich schön, unbeschwert, auf- und anregend, absolut zufriedenstellend und ein Genuss. Wenn mir aber etwas aus meiner Sicht Erwähnenswertes widerfahren ist, habe ich es halt frisch notiert, wo Andere es lediglich zur Kenntnis nehmen und ihre ganz eigenen Schlüsse daraus ziehen. Macht doch jeder so, denke ich. Wobei das Nichtdenken sondern einfach nur die Fahrerei genießen wohl der Idealzustand ist. Insofern hast Du mit Deiner Motorradwahl ja alles richtig gemacht. Du bist glücklich und zufrieden, so soll es sein!
Wünsche Dir allezeit gute Fahrt, beste Gesundheit und noch möglichst viele Jahre auf dem Bock!

Gruß
Jörg


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