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RE: Reifen der NC750x

#26 von fish , 01.03.2018 20:58

Zitat von X-Man im Beitrag #25
Wie lange fährst Du den Reifensatz schon? Dieses plötzlich Kippen könnte auch daran liegen, dass Du die Reifen "eckig" gefahren hast.



War auch mein erster Gedanke...


Liebe Grüße von Fish

----- Einfachheit ist das Resultat der Reife. ----


 
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RE: Reifen der NC750x

#27 von Udo64 , 01.03.2018 21:55

...habe bis jetzt 3700 km gefahren. Und ja, ich bin anfangs schon sehr vorsichtig unterwegs gewesen. Sieht man ja auch an meinen Durchschnittsverbrauch ;) Lieber als Anfänger eckige Reifen als schmerzhafte Erfahrungen. Dieses kippen ist mir auch erst später mit zunehmenden Schräglagen aufgefallen. Für dem Fall das sie eckig sind gibt's ja schon einen weiteren Grund auf neue Reifen. Spaß und Sicherheit ist mir wichtiger als sowieso schon halb abgefahrene Reifen nicht weg zu werfen.


Viele Grüsse
Udo


 
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RE: Reifen der NC750x

#28 von WüKu , 01.03.2018 23:36

Zitat von Tourer im Beitrag #22
...Die Reaktion von WüKü erweckt bei mir aber auch den Eindruck, dass es sich hier um jemanden handelt, der mit anderen Sichtweisen nur schwer umgehen kann. Jedenfalls kommt das bei mir so an.


Ok, Deine Meinung. Ich sehe es erwartungsgemäß etwas anders, aber ich hoffe, dass das für Dich auch ok ist.

Zitat von Tourer im Beitrag #22
Und das war oder ist einer seiner ersten postings zu einem Thema 😀.

Stimmt, ich wusste nur nicht, dass man hier keine Meinung haben darf, wenn man nicht wenigstens 3 gelbe Sterne hat.
Sorry dafür. Bin halt nicht so oft hier.

Zitat von Tourer im Beitrag #22
Da traut man sich ja gar nix mehr zu schreiben 😂.
Am Ende kommen noch Abmahnbriefe ins Haus.


Wieso/Weshalb/Warum?
Kannst Du mal erklären, wie Du das meinst?
Ich bin doch eigentlich ein ganz lieber und wir kennen uns doch gar nicht ...

Zitat von Tourer im Beitrag #22
Also cool down and stay calm.

Jupp kann ich nur bestätigen und Dir auch wünschen.

Zitat von Tourer im Beitrag #22
Ich habe fertig ✅
Grüße Andy
Der nur noch Avon Trailrider montiert, scheiss egal was irgendwo steht.

Das freut mich für Dich.


einfach nur weg und nie ankommen, das wärs ...
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RE: Reifen der NC750x

#29 von X-Man ( gelöscht ) , 02.03.2018 13:53

Zitat von Udo64 im Beitrag #27
...habe bis jetzt 3700 km gefahren. Und ja, ich bin anfangs schon sehr vorsichtig unterwegs gewesen. Sieht man ja auch an meinen Durchschnittsverbrauch ;) Lieber als Anfänger eckige Reifen als schmerzhafte Erfahrungen. Dieses kippen ist mir auch erst später mit zunehmenden Schräglagen aufgefallen. Für dem Fall das sie eckig sind gibt's ja schon einen weiteren Grund auf neue Reifen. Spaß und Sicherheit ist mir wichtiger als sowieso schon halb abgefahrene Reifen nicht weg zu werfen.


Ich finde das schon richtig, wie Du das machst. Immer hübsch langsam, eines nach dem anderen. Meine ersten paar tausend Kilometer liegen auch noch nicht so lange zurück, aber ich war gewiss kein zurückhaltender Anfänger, was auch am Charakter meiner Erstmaschine gelegen hat, der Kawasaki ER-6n (72 PS, 64 Nm)). Die war ab Werk mit den Dunlop Roadsmart II ausgestattet, und das müssen wirklich gute Reifen gewesen sein ... Ich hatte kaum Ahnung von Reifen und deren Wichtigkeit war mir ein bloßer Begriff. Hatte ich mir bis dahin jemals Gedanken über die Qualität meiner Autoreifen gemacht? Nein. Und so war es halt auch beim Motorrad.
Bin inzwischen vorsichtiger/erfahrener und bleibe reifentechnisch auf der sicheren Seite. Es kann nicht verkehrt sein, hochaktuelle Modelle auszuwählen, auch, wenn die preislich auf einem anderen Niveau sind, als die vor- oder vorvorletzte Generation. Denn mit einem - berechtigten - erhöhten Sicherheitsempfinden steigt natürlich auch der Spaßfaktor.
Falls es machbar ist, werde ich die Erstbereifung meiner nagelneuen NC-X abrocken. Die Battlewings scheinen mir gar nicht sooo übel zu sein, jedenfalls hatte ich bei den schlappen Temperaturen Dez.-Feb.bei meinen Ausfahrten keine Auffälligkeiten festgestellt bzw. schlechte Erfahrungen gemacht. Danach wird's wohl ein aktueller Tourenreifen von Dunlop oder Michelin.

Gruß
Jörg


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RE: Reifen der NC750x

#30 von bike-didi , 02.03.2018 14:36

Zur Reifenfreigabe hatte ich irgendwann mal im alten Forum ein Schreiben des Bundesverkehrsministeriums gepostet, finde es aber leider nicht mehr.
Ich habe aber noch dieses Schreiben gefunden und mal angehängt.
Sind Richtlinien für die Überwachungsorganisationen, aber im Prinzip mit dem gleichen Inhalt.
Interessant für uns ist der Punkt 1 auf Seite 2 und der erste Satz im zweiten Absatz auf Seite 8

Wer nicht lesen möchte: Reifenfreigaben seitens der Reifenhersteller sind reine Service-Leistungen - mehr nicht, haben keine rechtliche Bewandnis!

Die Geschichte mit der Nachweispflicht im Versicherungsfall ist tatsächlich Unsinn (im Sinne des Wortes).

[[File:KBA zu Reifenfreigabe.pdf]]


Viele Grüße aus dem Sauerland
Didi

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RE: Reifen der NC750x

#31 von BW , 02.03.2018 15:06

Die Sache mit den Reifenbindungen ist auch eine deutsche Angelegenheit, das EU-Recht besagt eigentlich, dass Reifen mit E-Prüfung legal gefahren werden dürfen wenn Dimensionen, Geschwindigkeits- und Tragfähigkeitsindex stimmen.


"Die Fähigkeiten, die Sie benötigen, um eine richtige Antwort zu geben, sind genau die Fähigkeiten,
die Sie benötigen, um zu erkennen, was eine richtige Antwort ist." - David Dunning


 
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RE: Reifen der NC750x

#32 von sundog ( gelöscht ) , 02.03.2018 23:27

Pkt. 1.2
Dokument vom ADAC Stand 08/2017
[[File:Reifenfreigaben_Motorrad_794KB_29840.pdf]]

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RE: Reifen der NC750x

#33 von bike-didi , 02.03.2018 23:48

Das Pamphlet vom ADAC ist eine Nullnummer, sundog - nicht "einige Hersteller verzichten auf die Freigabe", seit 2007 ist das gesetzlich geregelt. Für alle Hersteller!
Mit dem Teil vom ADAC kannst die Toilette tapezieren, die bedruckte Seite zur Wand...


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RE: Reifen der NC750x

#34 von Vercoquin , 03.03.2018 00:27

Zitat
Produktionsjahr: 12.01.2012!
Evtl. kommen die dann doch zur tausender Inspektion runter...

So alte Pneus würde ich tatsächlich schnellstmöglich durch neue ersetzen.


-- Cheers Ray


 
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RE: Reifen der NC750x

#35 von sundog ( gelöscht ) , 03.03.2018 08:51

Zitat von bike-didi im Beitrag #33
Das Pamphlet vom ADAC ist eine Nullnummer, sundog - nicht "einige Hersteller verzichten auf die Freigabe", seit 2007 ist das gesetzlich geregelt. Für alle Hersteller!
Mit dem Teil vom ADAC kannst die Toilette tapezieren, die bedruckte Seite zur Wand...


Sorry wenn ich darauf noch einmal eingehe. Schau Dir bitte einmal das Video (Stand 2016) an. https://www.youtube.com/watch?v=e7p4T5-qatg
Dort wird der Unterschied mit der "Zulässigkeit nach STVO bzw. EU-Recht" und der trotzdem verbleibenden Haftung genau erläutert. Der Sprecher von Bridgestone bestätigt dies auch noch einmal.

Ich fürchte der Unterschied geht hier in der Diskussion verloren, weil auf die rein rechtliche Zulässigkeit abgestellt wird. Ein Reifen kann formalrechtlich (STVO / EU-Recht) zulässig sein und trotzdem kann ein Halter in Haftung genommen werden, wenn er bei einem Unfall die technische Eignung der montierten Reifen (durch Unbedenklichkeitsbescheinung des Reifenherstellers oder Motorradherstellers) nicht nachweisen kann. Das Problem entsteht, weil den Halter die Nachweispflicht trifft (die er normalerweise über die Vorlage der Reifenfreigabe erfüllt), und er kaum in der Lage sein wird einen solchen technischen Nachweis (ohen Unterstützung der Hersteller) selber zu erbringen. Dies können in der Regel nur die Motorradhersteller oder Reifenhersteller, die dies aber für nicht freigegebene Reifen schlicht nicht tun. In der Regel haben sie nämlich bereits Tests durchgeführt (Allein schon um die Reifen für möglichst viele Motorräder verkaufen zu können) und sind dabei auf Probleme gestoßen.

Ich habe mich mit dem Thema befasst, weil ich darüber nachgedacht habe den Conti TKC70 auf der NC zu montieren. Bis heute gibt es jedoch, trotz Nachfrage bei Conti, keine offizielle Reifenfreigabe für die NC750X RC90. D.h. bei Montage dieser Reifen, würde ich mich exakt in die v.g. Situation begeben und ich könnte mich im Falle eines Unfalls (vor allem mit Fremdbeteiligung) nicht auf Herstellerfreigaben zurück ziehen.

Ich denke es wäre fatal, wenn jemand sich aufgrund der rein rechtlichen Zulässigkeit (STVO / EU-Recht) auf den Kauf und Montage von Reifen einlassen würde, ohne sich über die trotzdem weiter bestehende Haftungsproblematik im klaren zu sein.


Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich mich überhaupt noch zu dem Thema hier äußern soll. Mir ist der Sachverhalt aber sehr wichtig, weil im Worst-case-Fall für die Halter erhebliche Konsequenzen drohen... und dass nur, weil sich die Politik und die Hersteller aus der Verantwortung ziehen.

So und jetzt darf jeder gerne auf mich draufhauen...


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RE: Reifen der NC750x

#36 von onkelferdl , 03.03.2018 12:27

Für mich ist eigentlich ausschlaggebend, dass ein Reifen in der richtigen Spezifikation gesetzlich für das entsprechende Fahrzeug zugelassen ist. Dass immer wieder erwähnt wird, dass auch der Hersteller seinen Segen dazu geben muss, wird immer wieder beschrieben und die Haftungsrisiken dabei erwähnt.

Ist jemand ein Fall bekannt, wo dann eine Versicherung tatsächlich ERFOLGREICH und rechtskräftig bei einem Unfall, bei dem ein Reifen den Ausschlag gegeben hat, ihr Veto eingelegt hat? Ich kenne jedenfalls keinen Fall, aber vielleicht gräbt den ja jemand aus - bitte aber mit den meist ausschlaggebenden Umständen des Einzelfalls.


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RE: Reifen der NC750x

#37 von WüKu , 04.03.2018 22:29

Zitat von sundog im Beitrag #35
Sorry wenn ich darauf noch einmal eingehe. Schau Dir bitte einmal das Video (Stand 2016) an. https://www.youtube.com/watch?v=e7p4T5-qatg
Dort wird der Unterschied mit der "Zulässigkeit nach STVO bzw. EU-Recht" und der trotzdem verbleibenden Haftung genau erläutert. Der Sprecher von Bridgestone bestätigt dies auch noch einmal.

Ich habe mir die ca. 15 min angeschaut.
Ganz ehrlich?
12 min davon waren eine Lehrstunde im Konjunktiv darzulegen, dass das Leben manchmal gefährlich ist und was im Fall der Fälle möglicherweise unter Umständen eventuell geschehen kann, wenn was geschieht.
Die restlichen 3 min waren dann noch eine Werbeveranstaltung für einen Reifenhersteller, der nichts konkretes sagen will und offenbar nur deshalb sich vor die Kamera gewagt hat, weil es ihn damit als einzigen Reifenhersteller aus der Masse der anderen herausgehoben hat. (mein Eindruck, denn gesagt hat er zum eigentlichen Thema nichts.)

In dem ganzen Beitrag ging es einzig und allein darum, dass möglicherweise man als Moppedfahrer bei einem Unfall in die Halterhaftung genommen werden könnte, weil man einen Reifen ohne Freigabe auf dem Mopped montiert hat.
Das einzig konkrete Beispiel, was der Herr dann in seinem Beitrag bringt, ist aber ein Mopped mit einer in die Papiere eingetragenen Herstellerbindung!
Also ein komplett an unserem Modell vorbeigehendes Beispiel.
Als Quintessenz wird bereits nach 4:12 min erklärt, dass gefragte Juristen lediglich sagen konnten, dass Sie nichts konkretes sagen können, außer dass es theoretisch nicht 100%ig ausgeschlossen ist, dass ein Halter bei einem Unfall wegen eines möglicherweise nicht zu 100% für das Mopped geeigneten Reifens der auf dem Mopped montiert war auch in die Haftung genommen wird.

Hier muss ich aber auch mal darauf hinweisen, dass eine Halterhaftung immer in Betracht kommt und nie zu 100% ausgeschlossen werden kann, und rein praktisch bei einem Unfall NIE auch nur ein Reifen allein Schuld sein wird, sondern immer noch weitere Ursachen hinzukommen werden, weil ansonsten man ja bereits nach 100 m oder früher den Unfall haben müsste, wenn allein und ohne weitere Gründe ein ordnungsgemäß aufgezogener Reifen mit den korrekten Dimensionen zu einem Unfall führen würde.

Im weiteren wird dann über Hochgeschwindigkeitspendeln lamentiert und ein "worstcase" Szenario entwickelt, aber nicht erwähnt, dass Hochgeschwindigkeitspendeln auch viele viele andere Ursachen haben kann, sondern statt dessen immer wieder das Wort Höchstgeschwindigkeitspendeln (nicht Hochgeschwindigkeitspendeln) eingebaut und so der Eindruck vermittelt, dass dieses tatsächlich von angeblich "nicht funktionierenden" Reifen kommt, ohne auch nur ansatzweise zu erklären, was ein funktionierender Reifen sein soll.

Auch dieses pseudojuristische Argumentieren, was einem im Fall eines Unfalls in einem denkbaren Gerichtsverfahren um die Haftung passieren könnte und dass man dann auch nicht beweisen könnte, dass der Reifen nicht schuld war, geht an den Realitäten nicht nur komplett vorbei, sondern verkehrt sie sogar ins Gegenteil.
Hier muss man übrigens auch zwei Verfahrensarten/Rechtsgebiete mal etwas auseinander halten.

Im ersten, dem Zivilverfahren geht es um die privatrechtliche Schadenshaftung, also wer den Unfallschaden zu bezahlen hat. Wenn hier der Unfallgegner des Moppedfahrer etwas derartiges behaupten will, muss er dafür auch die entsprechenden Beweise vorlegen und nicht umgekehrt der Moppedfahrer beweisen, dass der Reifen nicht schuld war.
Also insoweit ist die Darstellung in dem Beitrag schon mal "Unsinn"!

Im zweiten, dem Strafverfahren, welches hier ja auch explizit mit erwähnt wurde, muss der Staatsanwalt nun seinerseits die Verantwortung des Moppedfahrer darlegen und im Zweifel auch beweisen, um eine Strafbarkeit / Ordnungswidrigkeit des Moppedfahrers zu behaupten.
Also ist auch insoweit die Behauptung, dass der Moppedfahrer seine Unschuld beweisen können muss "Unsinn".
Zitat von sundog im Beitrag #35
Ich fürchte der Unterschied geht hier in der Diskussion verloren, weil auf die rein rechtliche Zulässigkeit abgestellt wird. Ein Reifen kann formalrechtlich (STVO / EU-Recht) zulässig sein und trotzdem kann ein Halter in Haftung genommen werden, wenn er bei einem Unfall die technische Eignung der montierten Reifen (durch Unbedenklichkeitsbescheinung des Reifenherstellers oder Motorradherstellers) nicht nachweisen kann.

Stimmt nicht.
Zitat von sundog im Beitrag #35
Das Problem entsteht, weil den Halter die Nachweispflicht trifft ...

Falsch!
Zitat von sundog im Beitrag #35
...(die er normalerweise über die Vorlage der Reifenfreigabe erfüllt), und er kaum in der Lage sein wird einen solchen technischen Nachweis (ohen Unterstützung der Hersteller) selber zu erbringen. Dies können in der Regel nur die Motorradhersteller oder Reifenhersteller, die dies aber für nicht freigegebene Reifen schlicht nicht tun. In der Regel haben sie nämlich bereits Tests durchgeführt (Allein schon um die Reifen für möglichst viele Motorräder verkaufen zu können) und sind dabei auf Probleme gestoßen.

Auch falsch! Die Reifenhersteller sind nicht auf Probleme technischer Art gestoßen, sondern agieren einzig und allein aus Wirtschaftlichkeitsgründen, da ein solcher Test für eine Freigabe ja auch Geld kostet... Deshalb werden alle Reifenhersteller niemals z.B. einen Stollenreifen auf der NCX testen, obwohl diese durchaus auch in einfachem Gelände Spaß macht und auch mit Stollenreifen echt gut geht... Einfach weil Sie ein Mopped erst einmal kategorisieren (nach der Nutzung der überwiegenden Masse der Käufer) und dann auch nur die Reifen testen (wenn überhaupt) die nach der Kategorie passen, obwohl das Mopped ein viel viel breiteres Spektrum zu lassen würde, als die Allgemeinheit es nutzt.
Hier geht es also NUR UM KOSTEN/NUTZEN und nicht um die wirkliche Geeignetheit von Reifen für ein Motorrad.
Zitat von sundog im Beitrag #35
Ich habe mich mit dem Thema befasst, weil ich darüber nachgedacht habe den Conti TKC70 auf der NC zu montieren.
Bis heute gibt es jedoch, trotz Nachfrage bei Conti, keine offizielle Reifenfreigabe für die NC750X RC90.

Logisch, weil das bedeuten würde, dass Conti einen Test mit einem Mopped machen müsste, auf welchem max. 2-5% aller Fahrer dieses Moppeds den entsprechenden Reifen aufziehen würden.
Zitat von sundog im Beitrag #35
D.h. bei Montage dieser Reifen, würde ich mich exakt in die v.g. Situation begeben und ich könnte mich im Falle eines Unfalls (vor allem mit Fremdbeteiligung) nicht auf Herstellerfreigaben zurück ziehen.

Und müsstest es auch nicht, weil man Dir beweisen müsste, dass der Unfall auf diesen Reifen zurückzuführen ist, den Du montiert hast.
Zitat von sundog im Beitrag #35
Ich denke es wäre fatal, wenn jemand sich aufgrund der rein rechtlichen Zulässigkeit (STVO / EU-Recht) auf den Kauf und Montage von Reifen einlassen würde, ohne sich über die trotzdem weiter bestehende Haftungsproblematik im klaren zu sein.

Und da denkst Du eben meiner Meinung nach komplett falsch!
Zitat von sundog im Beitrag #35
Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich mich überhaupt noch zu dem Thema hier äußern soll. Mir ist der Sachverhalt aber sehr wichtig, weil im Worst-case-Fall für die Halter erhebliche Konsequenzen drohen... und dass nur, weil sich die Politik und die Hersteller aus der Verantwortung ziehen.

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Nö, warum?
Es ist doch gut und prima, dass Du eine Meinung hast und diese auch diskutierst!
Schlecht wäre nur, wenn Du stur an Deiner Meinung festhältst, selbst wenn Deine Argumente nachweislich falsch sind und Du dies auch erkennen kannst.

Wie gesagt, ich wiederhole es sehr gern.

Wenn man mir auch nur ein Beispiel aus der deutschen Rechtsprechung benennen kann, wo ein Gericht (egal ob Zivil- oder Strafgericht) in einer Entscheidung die Beweislastverteilung anders als von mir oben dargestellt angewendet, und vom Moppedfahrer den Beweis gefordert hat, dass der Reifen nicht Schuld am Unfall war, dann werde ich mich gerne bei Dir persönlich und öffentlich für meine Fehleinschätzung entschuldigen.

Bis dahin muss ich aber festhalten, dass noch kein wirklich greifendes Argument für Deine Meinung hier von Dir vorgetragen werden konnte.

Und zu Deinem Youtube-Link mit dem Bericht von www.Mopedreifen.de:

Dieser ist in meinen Augen scheinbar nur veröffentlicht worden, weil www.Mopedreifen.de hier als besonderes Alleinstellungsmerkmal den Service mit den Reifenfreigaben auf seinem kommerziellen Internetauftritt hat, also eigentlich nur (meiner Meinung nach) versucht mit pseudojuristischem Geschwafel einen angeblichen Vorteil des eigenen Internetauftritts, mit dem hier ja Geld verdient wird, hervorzuheben und damit schlicht und ergreifend für sich zu werben!
(Und das in meinen Augen dann auch noch sehr sehr schlecht.)


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RE: Reifen der NC750x

#38 von WüKu , 04.03.2018 22:38

Ach ja, da fällt mir noch ein weiteres Argument ein, warum die ganze Argumentation mit der möglichen Haftung bei der Nutzung von Reifen ohne Freigabe nicht stimmen kann.

Hat irgendjemand jemals einen Versicherungsvertrag einer KFZ-Haftpflichtversicherung gesehen, in dem die Haftung ausgeschlossen wird, für den Fall, dass ein für das versicherte Fahrzeug "NICHT FREIGEGEBENER REIFEN" auf dem Fahrzeug montiert war?

Weil, wenn dieses angebliche Haftungsrisiko bei der Verwendung von "NICHT FREIGEGEBENEN REIFEN" auf einem Mopped tatsächlich existieren würde, dann wären die Versicherer die ersten, die dies in Ihre Versicherungsbedingungen aufnehmen würden und die Haftung entsprechend dann auch ausschließen würden.


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RE: Reifen der NC750x

#39 von charly1950 , 05.03.2018 07:23

Üblicherweise verklausulieren Versicherungen Ihre Bedingungen - in meiner Branche heißt z.b. der Satz ".... muss dem Stand der Technik entsprechen ...." dass alle zum Zeitpunkt der Auftragserfüllung geltenden DIN-Normen eingehalten werden müssen.

gruß KARL


 
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RE: Reifen der NC750x

#40 von Linus , 06.03.2018 10:48

Moin.

Den ersten Teil der Argumentation WüKu finde ich schlüssig und gut.

Aber ab hier beginnen die Mutmaßungen.

Zitat von WüKu im Beitrag #37
... Die Reifenhersteller sind nicht auf Probleme technischer Art gestoßen, sondern agieren einzig und allein aus Wirtschaftlichkeitsgründen, da ein solcher Test für eine Freigabe ja auch Geld kostet... Deshalb werden alle Reifenhersteller niemals z.B. einen Stollenreifen auf der NCX testen, obwohl diese durchaus auch in einfachem Gelände Spaß macht und auch mit Stollenreifen echt gut geht... Einfach weil Sie ein Mopped erst einmal kategorisieren (nach der Nutzung der überwiegenden Masse der Käufer) und dann auch nur die Reifen testen (wenn überhaupt) die nach der Kategorie passen, obwohl das Mopped ein viel viel breiteres Spektrum zu lassen würde, als die Allgemeinheit es nutzt.
Hier geht es also NUR UM KOSTEN/NUTZEN und nicht um die wirkliche Geeignetheit von Reifen für ein Motorrad.
...


Das mag im Ergebnis sogar richtig sein, zumal Reifenhersteller als Pendant zur motorradmodellspezifischen Freigabe keine Papiere zum Ausschluss von Reifenpaarungen veröffentlichen. Aber eine gesicherte Erkenntnis (also ohne Verwendung des Konjunktivs) ist es m.E. nicht.

Die Absicht der Reifenhersteller könnte denkbar auch eine andere sein: Der Hersteller hat einen Reifen Z im Portfolio, den man auf Motorradmodell XY getestet hat. Objektiv gibt es auch andere Reifenmodelle des Herstellers, die ggf. auch und sogar besser funktionieren als Reifenmodell Z auf Motorradmodell XY. Aber: Für Reifenmodell Z hat der Hersteller keine Tests auf anderen Motorradmodellen durchgeführt - der aktuell produzierte Reifen Z wäre ein Ladenhüter, würde der Hersteller die getestete Freigabe anderer Reifenmodelle für das Motorradmodell XY erteilen. Dann bekäme der Hersteller die Entwicklungskosten für den Reifen Z nicht refinanziert.


Ich habe kein Problem mit Reifen: Die RC90 hat keine Reifenbindung. Für den Metzeler RoadTec 01 gibt es eine RC90-Freigabe. Der RoadTec 01 taugt mir gut auf der NCXD für rd. 10Tkm. Prima.

Schade ist es, dass Honda als Erstbereifung solch "schlechter als andere bekannte und funktionierende" Reifen auf die NC bei Auslieferung bringt. Vielleicht ist es auch nur ein Absatztrick der Reifenindustrie (vier verkaufte Reifen je Neumotorrad)? Ein Schelm, der ...


Gruß
Stephan


 
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RE: Reifen der NC750x

#41 von WüKu , 10.03.2018 21:19

Zitat von Linus im Beitrag #40
...
Aber ab hier beginnen die Mutmaßungen.

Stimmt, weil zugeben werden es die Reifenhersteller sicher nicht...

Zitat von Linus im Beitrag #40
...
Das mag im Ergebnis sogar richtig sein, zumal Reifenhersteller als Pendant zur motorradmodellspezifischen Freigabe keine Papiere zum Ausschluss von Reifenpaarungen veröffentlichen. Aber eine gesicherte Erkenntnis (also ohne Verwendung des Konjunktivs) ist es m.E. nicht.

mea culpa, da hast Du nat. Recht.

Zitat von Linus im Beitrag #40
...
Die Absicht der Reifenhersteller könnte denkbar auch eine andere sein:
Der Hersteller hat einen Reifen Z im Portfolio, den man auf Motorradmodell XY getestet hat.
Objektiv gibt es auch andere Reifenmodelle des Herstellers, die ggf. auch und sogar besser funktionieren als Reifenmodell Z auf Motorradmodell XY. Aber:
Für Reifenmodell Z hat der Hersteller keine Tests auf anderen Motorradmodellen durchgeführt - der aktuell produzierte Reifen Z wäre ein Ladenhüter, würde der Hersteller die getestete Freigabe anderer Reifenmodelle für das Motorradmodell XY erteilen.
Dann bekäme der Hersteller die Entwicklungskosten für den Reifen Z nicht refinanziert.

Grünau Auch das ist denkbar, und bekräftigt auch meine Vermutung, dass eine fehlende Reifenfreigabe nichts, aber auch gar nichts mit der Geeignetheit eines Reifens für ein bestimmtes Mopped zu tun haben muss...

Zitat von Linus im Beitrag #40
...
Ich habe kein Problem mit Reifen: Die RC90 hat keine Reifenbindung.

mein Reden

Obwohl...
mir gehts da etwas anders...
Ich würde gern den K60 von Heidenau oder den TKC80 von Conti auf die NC ziehen, nur leider gibt es beide nicht in den Dimensionen des Hinterrades... sondern nur in 150/70 statt 160/60
Vorne dagegen gibt es den TKC 80 in 120/70-17 und den nicht existenten 120/70-17 bei dem K60 kann man wirklich gut durch den Pirelli MT60 Corsa ersetzen, da die sich extrem ähneln...
Beide Kombis machen für die Fahrbarkeit unserer NC fast gar keinen keinen Unterschied solange man nicht auf der Renne Extremstschräglagen realisieren will aber statt dessen auch mal ab und an abseits vom Asphalt auch anders und weniger befestigte Wege befahren will.
(Und mir macht das so viel Spaß, dass ich eben keine reinen Straßenreifen die im Gelände wirklich schlecht fahrbar sind, mehr auf der NCX haben will, weil die macht auch Abseits vom Asphalt unendlich viel Spaß. (solange es kein Hardendurogelände ist)

(ich habe beide Kombis auch schon in der Praxis getestet und für extrem gut befunden)

Zitat von Linus im Beitrag #40
...
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Du sprichst mir aus der Seele


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