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RE: Cobrra Kettenöler

#26 von MichT , 21.12.2018 12:00

Hallo Scootertourist,
irgendwann wirst du ja auch eine neue Kette brauchen. Irgendwann.
Es wäre super-interessant, wenn ich dann die ausgelaufenen Kette haben könnte, und sie mal zerlegen dürfte.
Und zwar so dreckig (oder sauber), wie sie beim Ausbau ist.
Ich könnte versuchen, die Ergebnisse zu dokumentieren und das hier einzustellen.
Bisher sind das reine Versuchgeschichten von mir, aber sie sind nicht konsequenet dokumentiert mit Laufleistung und Messwerten.
Auf der anderen Seite müsste ich dazu nochmal 100.000 km unterwegs sein, um so was durchzuziehen.
Ob das der Fall sein wird, das kann ich auch nicht vorhersagen.
Gruß von
Michael


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RE: Cobrra Kettenöler

#27 von MichT , 21.12.2018 12:13

Alprider, wie hast du den Verschleiß festgestellt?
Waren es die Zähne des Kettenblattes?
Oder musstest du die Kette immer nachspannen?
Gruß
MT


 
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RE: Cobrra Kettenöler

#28 von KaiS , 21.12.2018 12:18

Michael,
Dein Wunsch nach einer alten Kette kommt einen Tag zu spät. Ich habe gestern 2 Ketten entsorgt.
Eine Kette davon hat ohne Pflege nur 3000 km überlebt. Die andere war billigster Chinakram. Beide Ketten wurden durch extra starke x-Ring Ketten ersetzt.


Grüße Kai
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RE: Cobrra Kettenöler

#29 von MichT , 21.12.2018 12:32

Das ist echt schade.
Gerade die 3000km-Kette, das wäre interessant gewesen.
Gruß
MT


 
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RE: Cobrra Kettenöler

#30 von Sigi64 , 21.12.2018 12:59

Ich hatte bisher auch tatsächlich noch nie Bedarf, die Kette nachzuspannen, von daher kann ich Michs Ausführungen zur Lebensdauer schon nachvollziehen. Ich öle aber trotzdem regelmäßig, da mich das laute, teils quietschende Laufgeräusch einer trockenen Kette einfach stört, besonders auf Action Cam Aufnahmen.


;)


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RE: Cobrra Kettenöler

#31 von MichT , 21.12.2018 13:21

Bei mir quietscht es nicht.
Dann ist das wenige bißchen Teflonemulsion, das ich genommen habe, möglicherweise dafür verantwortlich.
Ich kenne diese rasselnden Ketten von früher. So weit darf man es natürlich nicht kommen lassen.
Danke für die Rückmeldung, Sigi!
Gruß
MT


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RE: Cobrra Kettenöler

#32 von alprider , 21.12.2018 19:28

Zitat von MichT im Beitrag #27
Alprider, wie hast du den Verschleiß festgestellt?
Waren es die Zähne des Kettenblattes?
Oder musstest du die Kette immer nachspannen?
Gruß
MT


sicher beim einen mal drunterliegen bzw fetten sah ich wie das eine oder andere Glied verkorkst/ unelastisch war.....beim Reifenwechesl meinte dann der Mech. sie wäre fällig...


.
Physik ist nur trocken , wenn der Tank leer ist
.


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RE: Cobrra Kettenöler

#33 von Lorenz , 21.12.2018 22:20

Hallo Michael,

als relativ fauler Motorradfahrer fahre ich schon lange mit einem automatischen Kettenöler. Aber am liebsten war mir natürlich der Zahnriemen an meiner BMW. Aber wenn schon Kette dann mit einem Kettenöler um möglichst wenig Arbeit zu haben. Nachspannen musste ich eigentlich fast immer nur bei den Reifenwechseln. Zum Ende der Lebensdauer der Ketten musste ich dann schon mal zwischendurch Nachspannen. Die Zähne der beide Zahnräder waren allmählich zu 'Haifischzähnen' geworden und die Ketten hatten sich gelängt. An welchen Stellen nun genau, innen oder außen, das weiß ich nicht.


Mein Wissen habe ich aus eigner Erfahrung: Eine nicht geschmierte Kette ist laut, rasselt und die Kette und die Zahnräder verschleißen sehr schnell. Eine gut gepflegte Kette läuft leise, geschmeidig und lebt wesentlich länger. Auf Ketten, die mit Kettenspray geschmiert werden, ist viel mehr 'Schmirgelpaste' (=schlecht) als auf Ketten, die mit einem Kettenöler gepflegt werden. Ein Kettenöler ist in der Anschaffung teurer als einige Spraydosen, aber das Schmieren ist wesentlich einfacher und Reinigen muss man die Kette so gut wie gar nicht mehr. Es muss jeder selbst wissen ob man den Preis dafür ausgeben will. Vom günstigen Cobra bis zum teuren CLS Evo Sport ist alles auf dem Markt. Ich hatte mal eine neue Kette auf gebrauchte Zahnräder gezogen. Das passte nicht zusammen. Die Kette war sofort so laut, dass ich sofort neue Zahnräder montierte. Kette und Zahnräder arbeiten sich aneinander ab. Wenn man nur einen Teil wechselt passt das dann nicht mehr zusammen. Um das was sich die Kette längt verschleißen die Zähne. Vorausgesetzt, beide haben den gleichen Verschleiß. Das ist meine eigene Erfahrung mit Kettensätzen.

Zusätzlich habe ich auf den Seiten von Scottoiler, CLS, und anderen Kettenpflegemittelherstellen viel gelesen. Alle empfehlen das Schmieren der Kette und ihr Mittel wäre das Beste. Keiner schreibt 'nicht schmieren und die trockene Kette lebt noch länger.' Das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen. Alle schreiben auch 'die Dichtringe müssen dicht bleiben. Es darf nichts nach innen oder nach außen vorbei an den Dichtringen'.


Dein Wissen und deine Erfahrung machen mich trotzdem sehr nachdenklich.


Lorenz


Meine HP: http://www.lohau-motorrad.de/


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RE: Cobrra Kettenöler

#34 von MichT , 22.12.2018 16:06

Danke, dass du dich mit meinem Thema beschäftigst, Lorenz.

Genau das was du schreibst war das, was ich auch wusste, und was ich auch immer so wahrgenommen habe.
Wir sind uns auch einig, dass Ketten nicht rasseln dürfen. Geräusche sind immer Anzeichen von starker Reibung.

Stutzig bin ich geworden, als ich festgestellt habe, dass ich meine Kette nicht mehr nachspannen muss.
Heißt im Klartext: Ein großer Verschleißfaktor der Kette muss weggefallen sein. M.E. sind das die O-Ringe, die seit dem Jahr 19xy Standard geworden sind.
Ich nenne das jetzt mal 'Wegfall der Inneren Reibungsfaktoren'.
Bleiben nur noch die 'Äußeren Reibungsfaktoren'.
Das wären dann die Kettenglieder außen, wo sie überlappen und die Rollen außen, wo sie auf den Zähnen der Kettenräder auflaufen.
Die Kettenglieder außen laufen nicht unter Druck, sonst würde sich die Kette nicht um die Zahnkränze legen können. Die laufen relativ lose aufeinander, so, dass die O-Ringe etwas Druck haben, aber nicht so viel, dass sie abgequetscht werden.
Die Arbeit dieser O-Ringe ist in etwa vergleichbar mit dem von Wellensimmerringen. Gerade der Simmerring an der Abtriebswelle hinter dem Antriebsritzel ist ein gutes Beispiel: Auf der einen Seite im trockenen, staubigen Dreck, auf der anderen Seite etwas angefeuchtet vom Getriebe- oder Motoröl. Dieser Simmerring macht das tausende von Kilometern, Millionen von Wellenumdrehungen. Wenn du das mal mit der maximalen Achteldrehung der Kettenglieder um das Antriebsritzel vergleichst, verteilt auf über 100 einzelne Rollen, dann ist das eigentlich Null Beanspruchung für den O-Ring im Vergleich zu unserem Wellendichtring.
Also kann man eigentlich die O-Ringe in der Kette sich selbst überlassen. Von außen muss man da nix machen. Theoretisch.
Solange die Kette sich nicht längt, also Signal gibt, dass die innere Schmierung der Bolzen nicht mehr vorhanden ist.

Über die äußeren Reibungsfaktoren habe hier schon jede Menge geschrieben. Also, das Auflaufen auf den Flanken von Ritzel und Kettenrad.

Worüber ich wenig sagen kann ist der Einfluss von trockenem Staub in diesem ganzen Spiel.
Aber ich weiß was über Öl-Staub-Wasser-Emulsionen. Die wirken nämlich wie Schleifpaste.
Also wäre es doch naheliegend, ganz auf Öl als Schmiermittel zu verzichten.

Und nun kommen die Mitglieder hier ins Spiel. Manche sagen, sie haben ungepflegte Ketten schon nach 4000km wechseln müssen, andere sagen, sie machen auch die Beobachtung, dass sich die Kette nicht mehr längt, dafür rasselt sie aber, wenn man sie nicht ölt. Und du sagst, mit deinem Öler musst du dich gar nicht mehr um irgendwas kümmern, bis die Kettenräder nur noch Sägezähne sind. Ein Mitglied will mir jetzt eine solche früh verschlissene Kette zuschicken, und ich freue mich schon drauf, die näher zu untersuchen. (Meine eigenen alten Ketten habe ich leider schon entsorgt.)

Ich persönlich möchte versuchen, ganz ohne kohlenwasserstoffhaltige Schmiermittel auszukommen.
Deswegen diese ganzen Betrachtungen. Und wenn mich hier jemand bei einem grundsätzlichen Denkfehler erwischt, dann kann ich mir viel Lehrgeld sparen.
Deswegen diese Frage mitten rein in einen Thread, der sich mit Kettenölern befasst.

Es wäre ein Missverständnis, wenn du den Eindruck gehabt hättest, dass ich das Funktionieren von Kettenölern grundsätzlich in Frage stelle.

Gruß von
Michael


 
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RE: Cobrra Kettenöler

#35 von Scootertourist , 23.12.2018 11:28

Zitat von MichT im Beitrag #34



Ich persönlich möchte versuchen, ganz ohne kohlenwasserstoffhaltige Schmiermittel auszukommen.

Gruß von
Michael



Hi,

Silikonöl in den Öler füllen?

Viele Grüße, Alex


 
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RE: Cobrra Kettenöler

#36 von MichT , 25.12.2018 16:47

Ist leider auch Öl dabei. Wollte es mal ganz radikal angehen.

Im Fahrradbereich arbeiten sie mit Wachs. Ist allerdings von den Flankendrücken eine ganz andere Hausnummer.
Und überall wird die Kette ausgekocht, was bei Motorradketten mit O-Ringen absolut sinnfrei ist.
Kann man auch nicht in einen Öler einfüllen.

Ich probiere das diese Season mal aus mit Hartwachs aus dem Skibereich.
Trage das auf die Kette auf und lasse es mit einer Heißluftpistole etwas aufschmelzen.
So lange die Kette nicht rasselt oder sich längt ist gut.
25.000km muss das gehen, dann ist das für mich o.k.
Wenn es weniger sind, dann lasse ich's wieder sein.

Gruß
MT


 
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