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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#26 von Gauvain , 13.07.2018 12:48

Mahlzeit, wenn Ihr erlaubt, beschränke ich mich aufs Thema. Jep, ich habe einen, und da steht "ja" drauf. Und ja, ich habe auch ein mulmiges Gefühl hinsichtlich der finalen Entscheidung, ob das Gehirn denn nun fertig ist oder nicht - aber da ich im Zweifelsfalle auch gern Hilfe in Form eines funktionierenden Teilchens hätte, ist dies für mich die logische Konsequenz. Ein etwas höheres Risiko als Schachsprtler haben wir ja nun mal, als Spender infrage zu kommen...


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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#27 von Hasienda , 13.07.2018 18:37

Mann Sin, das ist ja noch schlimmer; neben den 25 € bekommst Du auch noch Wein, Süßigkeiten, T-Shirts und Körperpflegemittel. Du bist ja noch gieriger als ich dachte....

Ich schätze unseren Sin nicht als Misanthropen ein denn ich glaube, auch für ein paar Euronen würde kein Mensch, der nicht dringend auf die Kohle angewiesen ist, Blut spenden, was ja durchaus auch einen gewissen Zeitaufwand bedingt.
Ich glaube vielmehr das Sin mal wieder ein wenig provozieren wolte - ab und an braucht er das offenbar mal.
.....(Zensiert).....
Deine Meinung zur Organspende kann und will ich Dir nicht verübeln; muß ja jeder für sich selbst entscheiden. Ich fände jedoch so ein ganz kleines bißchen Einsicht, vllt auch so eine Art Entschuldigung ( ggf per PN bei Wüku) für die oben zitierte Äußerung, die Du - wie ich glaube - in Deinem tiefsten Inneren gar nicht so gemeint hast, nicht so ganz unangebracht.


Viele Grüße

Dirk


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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#28 von Blackman ( gelöscht ) , 13.07.2018 19:05

Hey Leute bitte bleibt sachlich auch wenn es wie oben geschrieben ein sehr emotionales Thema ist.
Auch ich bin selbst Blut Spender ,hab ja auch eine recht seltene Blutgruppe AB positiv,Hintergrund des ganzen ist es aber die nicht Besitzer eine Organspenderausweises mal im Gedanken an zu stossen ob es nicht doch Sinn macht .
Den es gibt wirklich zu wenige Spender ,sei die Ärzteschaft mal aussen vor auch Ich habe da so meine Zweifel ,da ich aber Optimist bin ,sag ich ja wenn es einem anderen Hilft warum nicht.
Wir wollen alle bis ins hohe Alter Motorradfahren und keiner möchte unfreiwillig vom Bock gestossen werden.
Aber manchmal haben wir es nicht in der Hand ,wer uns nach dem Leben trachtet,niemand von uns weis wann es Zeit ist ausser die ,die es selbst Planen.


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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#29 von Macfak , 13.07.2018 20:06

Das einzige was mir hir bisher deutlich geworden ist das sehr viele Menschen, genau so wie ich, überzeugt sind das die Ärzteschaft hart und beharrlich dran arbeitet ihr früher extrem positives Image mit Füßen zu treten.


[blau] Jede Zeit hat ihre Umgangsformen.“ Doch ein achtsames Miteinander ist zeitlos. [/blau]


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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#30 von tibid , 14.07.2018 09:15

Was für eine hitzige Debatte hier: nur frag ich mich - lautete die Frage im Thread nicht OrganspendeAUSWEIS ja oder nein? Ich sehe nichts im Titel, was auf OrganSPENDE ja oder nein hinweisen würde - das soll auch jeder bitte für sich entscheiden.
Daher: ich begrüsse es sehr, dass es so einen Ausweis gibt, das im Fall der Fälle Klarheit schafft. Nicht auszudenken, was passiert, wenn im Nachhinein das Einverständnis herauszufinden ist, ganz unabhängig davon, ob dort nun ein ja oder nein zur Spende angekreuzt steht. Es schafft klare Verhältnisse.
Daher: Ausweis: ganz klar ja. Was da drin steht: behalt ich für mich.


 
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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#31 von Macfak , 14.07.2018 09:19

Zitat von tibid im Beitrag #47
Was für eine hitzige Debatte hier: nur frag ich mich - lautete die Frage im Thread nicht OrganspendeAUSWEIS ja oder nein? Ich sehe nichts im Titel, was auf OrganSPENDE ja oder nein hinweisen würde - das soll auch jeder bitte für sich entscheiden.
Daher: ich begrüsse es sehr, dass es so einen Ausweis gibt, das im Fall der Fälle Klarheit schafft. Nicht auszudenken, was passiert, wenn im Nachhinein das Einverständnis herauszufinden ist, ganz unabhängig davon, ob dort nun ein ja oder nein zur Spende angekreuzt steht. Es schafft klare Verhältnisse.
Daher: Ausweis: ganz klar ja. Was da drin steht: behalt ich für mich.


Ja das ist ein wichtiges Argument denn es ist wirklich sehr schwer wenn Angehörig nach dem Tot einen Menschen so etwas auch noch entscheiden sollen.
Mit dem Ausweis ist es eindeutig geregelt.


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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#32 von sin_moto ( gelöscht ) , 18.07.2018 08:58

Jahrelang, vielleicht so seit der Zeit kurz vor der Jahrtausendwende, habe ich das Thema "Blutspenden" vor mir hergeschoben, konnte mich aber nicht dazu durchringen.
Vielleicht klappe ich zusammen, vielleicht muss ich mich übergeben, während das Blut in den Auffangbeutel läuft… - das waren so meine Befürchtungen.
Woher soll man wissen, wie man reagiert, wenn man sich nie getraut hat, eine dementsprechende Erfahrung zu machen und auch nie ernstlich krank war?
Mehrmals stand ich schon vor dem "DRK-Blutspendezentrum", kehrte aber wieder um, weil ich mich nicht über die Schwelle traute.
Gepackt habe ich es letztendlich erst vor reichlich zwei Jahren, spende aber seither aller acht Wochen regelmäßig.
Meine Zeit opfere ich sicher nicht für eine Hanuta-Waffel + Haarwäsche und 69-Cent-Picolo-Schaumwein.
In Sachsen gibt es beim DRK fürs Blutspenden kein Geld, wer das nicht glaubt, kann gern mal anrufen.
Die Blutverkäufer, die ich kenne, tun das alle für rund 20 € hier:

https://www.haema.de/blutspendedienst.html <----

Wenn ich also regelmäßig beim DRK spende, dann wohl doch nur aus dem einen Grund, weil ich konkret was tun will, was anderen Menschen hilft.
Ich bin außerdem als Knochenmarkspender registriert und ziehe das in jedem Fall durch, falls der Anruf kommen sollte.
Wie schlimm eine Absage in letzter Minute für den Betroffenen ist, kann man in Guido Westerwelle's Buch „Zwischen zwei Leben“ nachlesen.
Zur Beantragung eines Organspenderausweises konnte ich mich (noch ) nicht durchringen, und vielleicht werde ich das auch nie.
Aber andere leben nur so in den Tag hinein und verschwenden nicht mal einen Gedanken dahingehend, ihren Mitmenschen freiwillig und kostenlos zu helfen.

Es grüßt
sin_sachlich


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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#33 von WüKu , 18.07.2018 11:02

@ Sin_sachlich

Das ist eine gute und vor allem nachvollziehbare Erklärung für die ich mich gerne auch bedanke.

Nach diesem Beitrag frage ich mich nur, was dann dieser gesamte Disput zwischen uns beiden sollte und warum Du derart provozieren musstest?
Du warst wirklich mehr als verletztend und Du hast in (nicht nur) meinen Augen Tabus gebrochen und Grenzen überschritten.

Wenn Du Dich jetzt noch durchringen könntest, Dich dafür, und wirklich nur dafür, zu entschuldigen, hättest Du meine Achtung und meinen Respekt auch vollkommen wiedererlangt, die ich vorher eigentlich hatte.

Ich für meinen Teil entschuldige mich nach Deinem obigen Beitrag jedenfalls für alle von mir erfolgten und zu persönlichen Ausführungen, insbesondere für meine Unterstellung hinsichtlich Deiner Beweggründe Blut zu spenden.
Da habe ich offensichtlich wirklich voll daneben gelegen.

Ich selbst bin übrigens eher einer der von Dir so genannten "Blutverkäufer" weil die Motivation für meine erste Überwindung zum Blutspenden zwei Kinofreikarten + zwei Freigetränke zum damals neuen Draculafilm im Jahr 1990 oder 1991 war.

Seit dem bin auch ich regelmäßig Blut und nun inzwischen schon seit über 25 Jahren auch regelmäßig Plasmaspender, wobei ich ehrlich zugebe, dass das Geld dafür nicht der Grund für meine Spende, aber doch (gerade in meiner Studienzeit) sehr willkommen und hilfreich war.

Leider hatte in meiner Stadt irgendwann der DRK seinen Blutspendedienst komplett dicht gemacht und ist nur noch selten mit einem Wagen vorbeigekommen, so dass ich, als dann ein paar Jahre später der von Dir erwähnte Haemadienst seine Pforten hier öffnete, ich dort wieder mit dem Plasma- und Blutspenden fortsetzen konnte.

Hier hatte ich letztes Jahr übrigens dann auch ein großes Dankeschön für meine 200-ste Spende erhalten.

In diesem Sinne,
Danke!


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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#34 von sin_moto ( gelöscht ) , 18.07.2018 11:15

Ok, tut mir auch leid, für manches im Frust geschriebene unnütze, beleidigende und verletzende Wort.
Ich drücke deinen Verwandten und Bekannten die Daumen und wünsche jedem Kranken eine möglichst vollständige Genesung.

Es grüßt
sin_moto


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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#35 von Hasienda , 18.07.2018 13:42

Das ist ja mal richtig geil - sachliche und nachvollziehbare Aussagen und Entschuldigungen, die echte Größe zeigen!
Hochachtung dafür und auch von mir Sorry für meine Überreaktion. Sin- ich halte Dich immer noch für ein kluges Kerlchen und bin mir sicher, dass Du wirklich nur Blut gespendet hast....


Viele Grüße

Dirk


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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#36 von aGentleBiker , 18.07.2018 14:02

Zitat von Hasienda im Beitrag #35
...und bin mir sicher, dass Du wirklich nur Blut gespendet hast....




 
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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#37 von Lille , 18.07.2018 14:28

Ich gestehe! - Ich bin ein Materialist! Ich verkaufe mein Blut! - Für Wurstsalat
Wenn ich keine Lust habe, abends zu kochen, dann verkaufe ich 2x 500ml ans DRK (mein Mann wird auch angezapft). Und das das schon seit >20 Jahren.


Ersthaft suche ich den Spendetermin nach dem Ortsverein aus, fahre dafür auch mal 20-30km - und freue mich, wenn der Ortsverein sich Mühe gibt.
Die Verpflegung muss nicht aufwendig und teuer sein, aber der Verein sollte sich engagieren.

Schließlich unterstützt der Blutspender den jeweiligen Ortsverein mit seiner Spende, der wiederum vom DRK dafür einen Pauschbetrag erhält.




Zum Thema Organspende schreibe ich später noch was - dafür fehlt mir aktuell die Zeit.


 
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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#38 von Clivi , 18.07.2018 16:08

Da sich so viele hier gemeldet haben, wie auch immer.

Ich habe auch sehr lange überlegt, ob ich einen Organspendeausweis nehme oder nicht.

Mein Vater, hat sehr viele Jahre Blut gespendet, mit Mitte 50, brauchte er aus gesundheitlichen Gründen selbst Blut. Leider hat es ihm nicht geholfen und verstarb nach zwei quälenden Jahren.
In dieser Zeit wurde unsere dritte Tochter mit einem Gendefekt geboren. Diagnose kam als sie 8,5 Monate war. Wir wissen nicht wie lange sie bei uns weilt.
Es kann sein, das sie auch mal fremde Organe brauch, wenn es dann nicht schon zu spät ist.

Habe mir also auch vor ein paar Jahren einen Ausweis in die Tasche gesteckt. Gerade weil ich Auto und seid 3,5 Jahren Motorrad fahre. Viele brauchen unsere Hilfe, die nicht mal selbst Schuld an ihren Leiden oder was auch immer sind, also überlegt noch mal.


Die linke zum Gruß, Liebe Grüße Clivi


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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#39 von WüKu , 18.07.2018 17:05

Zitat von Lille im Beitrag #37
Wenn ich keine Lust habe, abends zu kochen, dann verkaufe ich 2x 500ml ans DRK (mein Mann wird auch angezapft). Und das das schon seit >20 Jahren.

Und da behaupte noch einer die Männer würden sich nicht an der Gestaltung des Abendbrotes beteiligen und sich nur an den gedeckten Tisch setzen...

Zitat von Clivi im Beitrag #38
Viele brauchen unsere Hilfe, die nicht mal selbst Schuld an ihren Leiden oder was auch immer sind, also überlegt noch mal.

Danke!


einfach nur weg und nie ankommen, das wärs ...
siehe ->Foto


p.s.
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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#40 von Elwood , 18.07.2018 20:41

Also meines Erachtens gibt es keinen plausiblen Grund gegen eine Organspende.Man ist dann doch eh Hirntod und was mit der restlichen Hülle im Grab oder Ofen passiert wissen wir doch auch alle!!!
Wenn unsere Regierung mal ihre scheinheilige Debattenkultur beiseite legen und endlich Gesetze für das Volk beschließen würde,hätten wir hier gar keine Diskussion 🙏🙏🙏🤘🤘


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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#41 von jurste , 19.07.2018 22:01

Hallo,

als Österreicher automatisch Organspender, da keinen Widerspruchserklärung ausgefüllt.

Ich glaub auch Ausländer, die in Österreich sterben sind Organspender, falls die kein österreichisches Widerspruchformular ausgefüllt. Also aufpassen bei der nächsten Tour nach Österreich

LG


.... na bumm


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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#42 von Lille , 20.07.2018 12:08

Eigentlich interessant...

Deutschland:

Zitat
Zwischen 2013 und 2017 meldeten Krankenhäuser jährlich etwa 1.200 Personen in Deutschland, bei denen der Hirntod nachgewiesen wurde und die als mögliche Organspender in Betracht kommen. Im selben Zeitraum wurden jedes Jahr bei etwa 850 dieser Verstorbenen Organe für eine Transplantation entnommen.



In Deutschland wurden also in 5 Jahre 1200 Menschen für hirntot erklärt. Also 600 Mennschen pro Jahr, bei einer Einwohnerzahl von 82 Millionen.

Zitat
Im Jahr 2016 wurden in Österreich 379 Verstorbene als potenzielle Organspender gemeldet, das sind 43,6 Spendermeldungen pro Million Einwohner. In 207 Fällen wurde eine Organspende durchgeführt (23,8 Organspender pro Million). - derstandard.at/2000059630631/Mehr-Organspender-in-Oesterreich



Also 279 Hirntote auf 8,7 Millionen.


Wie können bei einem 1/10 Einwohnerwohner 1/2 soviele potentielle Spender vorkommen. Rein statistisch finde ich das sonderbar.


 
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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#43 von Pietzt , 20.07.2018 12:14

Lies alles noch einmal.

Pietzt


 
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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#44 von matthifant ( gelöscht ) , 20.07.2018 14:13

Zitat von Lille im Beitrag #42
In Deutschland wurden also in 5 Jahre 1200 Menschen für hirntot erklärt. Also 600 Mennschen pro Jahr

1200 / 5 = 240


matthifant
zuletzt bearbeitet 20.07.2018 14:31 | Top

RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#45 von NC700 , 20.07.2018 14:38

Den Rechenfehler hat Matthi schon aufgeklärt, die restlichen Unklarheiten:

Zitat von Lille im Beitrag #42
...Wie können bei einem 1/10 Einwohnerwohner 1/2 soviele potentielle Spender vorkommen. Rein statistisch finde ich das sonderbar...

sollte die Information von jurste beseitigen:
Zitat von jurste im Beitrag #41
...als Österreicher automatisch Organspender, da keinen Widerspruchserklärung ausgefüllt....



seh'n wir uns nicht in dieser Welt, . - dann seh'n wir uns in ..Bebra ?..
Grüße aus
Heinz
Zu alt um jung zu sterben,...

Nach dem Teffen ist vor dem Treffen
30.6 - 2.7.2023


 
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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#46 von Pietzt , 20.07.2018 18:12

Eigentlich steht da: ".....jährlich etwa 1.200 Personen..."

Pietzt


 
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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#47 von matthifant ( gelöscht ) , 20.07.2018 23:12

Zitat von Pietzt im Beitrag #46
Eigentlich steht da: ".....jährlich etwa 1.200 Personen..."

Pietzt

Stimmt ...


matthifant

RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#48 von Fritz , 21.07.2018 00:43

ich möchte meine inneren Organe in keiner anderen Person sehen auch keine von einer anderen Person haben.
Die Erkenntnis kam mir sehr deutlich als wir bei beim Veterinäramt gearbeitet haben.Das was da an Tier durchgeführt wird.....
Sind die Stempel vom Amt sicher oder auch bestechlich,ja wohl sehr nach Region.
Mit dem Satz an Organen ausgestattet,pfleglich behandeln,ne
Hier mal was für die "unsterblichkeit"
http://derwaechter.net/david-rockefeller...ansplantationen
Na dann,Geld regiert die Welt.

Fritz oder Fritz


SH300i noch besser in der Stadt.


 
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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#49 von Lille , 23.07.2018 07:11

Zitat von matthifant im Beitrag #44
1200 / 5 = 240

Zitat von Pietzt im Beitrag #46
Eigentlich steht da: ".....jährlich etwa 1.200 Personen..."

Danke! Ich dachte mir doch, bei einem Land mit ähnlicher Struktur (Wirtschaft, Gesundheitssystem) sollte es keine gravierenden Unterschiede an potentiellen Spendern geben, egal ob freiwillige Spender oder Widerspruchslösung.

Wobei (A) 1200 von 85 Mio = 0,00141% sind und (D) 279 von 8,7 Mio = 0,0032% - das sind immer noch 200% von Deutschland.

Zitat von NC700 im Beitrag #45
Den Rechenfehler hat Matthi schon aufgeklärt, die restlichen Unklarheiten:
Zitat von Lille im Beitrag #42
...Wie können bei einem 1/10 Einwohnerwohner 1/2 soviele potentielle Spender vorkommen. Rein statistisch finde ich das sonderbar...

sollte die Information von jurste beseitigen:
Zitat von jurste im Beitrag #41
...als Österreicher automatisch Organspender, da keinen Widerspruchserklärung ausgefüllt....




Genau DAS dürfte erstmal keinen Unterschied machen. Selbst wenn es in einem Land keine Organspende gäbe, dann müsste doch die Anzahl an Hirntoten/Jahr bezogen auf die Einwohnerzahl immer die selbe sein. Wenn man einen gleichen medizinischen Standart und gleiche Regeln zur Feststellung des Hirntotes voraussetzt. Und da sollten A und D keine gravierenden Unterschiede haben.

Wenn in A der Hirntod auf die selbe Weise überprüft wird, dann wären es rechnerisch ca. 122 potentielle Spender, und nicht 279.


Der Hirntod sollte ja unabhängig davon, ob jemand als potentieller Spender in Frage kommt, eine feststellbare definierte Tatsache sein. Und nichts mit Zustimmungslösung, bzw. Widerspruchslösung zu tun haben.



Was mich persönlich an einer Widerspruchslösung stört: Es heißt doch immer noch "Organspende" - oder ist es eine "Organzwangsabgabe"? Spende beinhaltet "Freiwillig, ohne Gegenleistung"

Deswegen finde ich auch immer wieder die Diskussion "Wenn Du kein Organspender bist, solltest Du auch keine fremden Organe bekommen, wenn Du krank bist" recht befremdlich.

Übrigens wird das nicht nur in DE diskutiert:
https://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/sta.../story/17099713


 
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RE: Organspendeausweis Ja oder Nein?

#50 von Lille , 23.07.2018 07:13

Ob es immer ein Segen ist, Organe als Betroffener zu bekommen, ist aber auch noch eine Frage. Hängt wirklich jeder so an seinem Leben, daß er weiterleben will - um jeden Preis?

Ich habe eine Bekannte, die schon seit sehr vielen Jahren krank ist (ich habe sie vor 10 Jahren im Krankenhaus kennengelernt). Immer wieder schwere organische Erkrankungen, Krebs, OPs, auf den Rollstuhl angewiesen, ein ewiges auf und ab.
Als sie schon auf die Dialyse angewiesen war und wieder eine Hiobsbotschaft bekam, lehnte sie eine Organspende ab. Zum einen wollte sie nicht mehr, zum andern wollte sie nicht auf Kosten eines Spenders weiterleben, sondern hatte Ihr Schicksal so akzeptiert.

Als sie ins Koma fiel, bearbeiteten die Ärzte ihre Tochter, die dann - entgegen dem Willen der Mutter - die Zustimmung zur OP gab. Die Spenderin wurde dann eingeflogen und es wurden mehrere Organe vor Ort transplantiert.

Als meine Bekannte nach mehreren Wochen Koma wieder aufwachte und erfuhr, warum sie noch lebte, war sie darüber alles andere als glücklich. Neben den Schmerzen und dem Leben im Rollstuhl muss sie nun mit dem Gedanken zurecht kommen, daß sie "schuld ist am Tod der Spenderin" - so ihr Gefühl dabei. Für sie ist es ein erzwungenes Weiterleben, aber kein erfüllendes Leben.



Woran ich mich eben auch störe: Muss ein Leben, unter allen Umständen, verlängert werden? Weil die Medizin und die Menschen die technischen Möglichkeiten dazu haben? Wann ist ein Punkt erreicht - was den Gesamtzustand aber auch das Alter angeht - wo man akzeptieren sollte, daß das Leben endlich ist?


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