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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#26 von onkelferdl , 15.06.2018 09:54

Das stimmt für Deutschland. Im Ausland ist das unterschiedlich. In Frankreich gibt es für Hänger meines Wissens gar keine Beschränkung über die üblichen Geschwindigkeitsbegrenzungen hinaus.


soichanesechsewiaunsfünfegibt'skoaneviereweilmiadreidezwoaoanzignsan


 
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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#27 von diggerbub , 15.06.2018 11:38

Ich nehme hin und wieder an Fahrtrainings (Motorrad) teil und bin dadurch ein besserer Fahrer geworden. Besser im Sinne von sicherer (Auto und Motorrad). Reine Straßenfahrerei trainiert leider einige Fertigkeiten nicht.

Beispiel: Wir kommen abends im dunklen auf nasser Straße mit dem Auto durch einen Waldabschnitt. Wie es sich gehört hoppelt ein Reh auf die Straße und bleibt stehen. Erste Reaktion > Bremsen > danach automatischer Ablauf > Weg bis zum Punk des Einlenken abgeschätzt > Gegenverkehr gecheckt > Punkt erreicht > Ausweichmanöver gefahren > zurück in die Spur > Kopf schütteln > "Blödes Vieh" denken. Das alles in kürzester Zeit, voll automatisiert, da trainiert. Meine Frau auf dem Beifahrersitz stark erhöhter Blutdruck, mittelprächtig panisch ;-) Ohne Training hätte ich das Tier wohl stumpf umgefahren oder wäre in den Graben gefahren oder, oder, oder....

Nun stehen auf der Rennstrecke selten Rehe, aber das Anbremsen und Einlenken ist trainiert und ließ sich auf die Situation mit Auto und Reh übertragen. Den Automatismus erkenne ich an der Geschwindigkeit des Ablaufes und das ich ziemlich bewußt wahrgenommen habe, wie das alles von alleine lief. Meine Frau war nach dem Schreck vom Reh, baff von meiner Reaktion, ich war recht entspannt, konnte nur die Schulter zucken und sagen "Hätte ich es umfahren sollen?"

Zur Technik: mit meinem 92er VW T4 hätte ich das Tier einfach platt gemacht, kein ABS, nasse Straße, nix zu machen. Die Situation hätte mich überfordert, dafür habe ich zu wenig Training mit dem Bulli ;-) Ein PKW-Training hat mir gezeigt, wie sich so ein Schrank bei Vollbremsung auf nasser Straße verhält. Dann will man ABS ;-) Müßte man viel mehr trainieren, kein Automatismus vorhanden :-( Mit dem ABS-Auto kein Problem, Reh umfahren, nicht um fahren:-)

Ich fahre durch meine Trainings mit dem Motorrad auf der Straße viel entspannter und mir ist viel bewusster, das es keine Auslaufzonen gibt und ich keinen Pokal bekomme. Allerdings suche ich auf der Rennstrecke auch nicht die letzte Zehntelsekunde sonder versuche nur mir das fetteste Grinsen ins Gesicht zu zaubern.

Ein schlauer Mensch, der recht zügig Motorradfahren konnte, hat mal behauptet man bräuchte max 40 PS auf zwei Rädern und da ist eine ganze Menge dran. Sehe regelmäßig bei Veranstaltungen Leute, die mit Ihren vielen Pferden nicht um können. Ich sehe natürlich auch Leute die deutlich schneller sind und das ist schön für sie :-)
Die Juniors im KTM-Cup brennen in OSL mit 40 PS 1:45er Zeiten in den Asphalt, da dürften sich eine ganze Menge Hobbyrennfahrer mit deutlich mehr Pferdestärken schwer dran tun.

mein Senf > viele Pferde machen nicht schnell und viele Kilometer auf der Straße machen zwar sicherer, aber ein paar Dinge dazu zu trainieren macht viel Spaß und macht deutlich sicherer. Das Gesamtpaket von Fahrzeugbeherrschung, Blickführung, Selbsteinschätzung, Erfahrungen und, und, und...dann kommen wir abends hoffentlich alle nach einem entzückendem Tag auf 2 Rädern heil nach Hause.

Gruß

Volker

PS: Ich schüttele beim Anblick von 200PS-Motorrädern im Straßenverkehr oft den Kopf, die armen Dinger, das ist nicht artgerechte Haltung ;-)


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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#28 von Maddoc , 15.06.2018 20:17

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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#29 von HondaNC750XFahrer , 16.06.2018 23:01

Ich bin so ein guter Fahrer, dass ich neulich das Angebot hatte für 1 Millionen Euro beim Grand Prix mitzufahren.


Nur leider habe ich das Geld nicht zusammen bekommen.


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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#30 von X-Man , 17.06.2018 11:54

Zitat von diggerbub im Beitrag #27
Ich nehme hin und wieder an Fahrtrainings (Motorrad) teil und bin dadurch ein besserer Fahrer geworden. Besser im Sinne von sicherer (Auto und Motorrad). Reine Straßenfahrerei trainiert leider einige Fertigkeiten nicht.

Du beziehst Dich auf Fahrtrainings auf der Renne, oder auf abgesperrtes Übungsgelände allgemein? Fahrtrainings sind zweifellos eine gute Sache.

Zitat von diggerbub im Beitrag #27
IBeispiel: Wir kommen abends im dunklen auf nasser Straße mit dem Auto durch einen Waldabschnitt. Wie es sich gehört hoppelt ein Reh auf die Straße und bleibt stehen. Erste Reaktion > Bremsen > danach automatischer Ablauf > Weg bis zum Punk des Einlenken abgeschätzt > Gegenverkehr gecheckt > Punkt erreicht > Ausweichmanöver gefahren > zurück in die Spur > Kopf schütteln > "Blödes Vieh" denken. Das alles in kürzester Zeit, voll automatisiert, da trainiert. Meine Frau auf dem Beifahrersitz stark erhöhter Blutdruck, mittelprächtig panisch ;-) Ohne Training hätte ich das Tier wohl stumpf umgefahren oder wäre in den Graben gefahren oder, oder, oder....

Nun stehen auf der Rennstrecke selten Rehe, aber das Anbremsen und Einlenken ist trainiert und ließ sich auf die Situation mit Auto und Reh übertragen. Den Automatismus erkenne ich an der Geschwindigkeit des Ablaufes und das ich ziemlich bewußt wahrgenommen habe, wie das alles von alleine lief. Meine Frau war nach dem Schreck vom Reh, baff von meiner Reaktion, ich war recht entspannt, konnte nur die Schulter zucken und sagen "Hätte ich es umfahren sollen?"

Also hat Dir das Fahrtraining genützt und Dich (Deine Frau, Dein Auto, das Reh) vor Schaden bewahrt. Aber bist Du sicher, dass dies allein auf das Fahrtraining zurückzuführen ist? Natürlich fördern Automatismen, ein gutes Erinnerungsvermögen plus ein persönliches Reaktionvermögen plus eine gewisse Kaltblütigkeit diverse Fahrfertigkeiten. Das setzt aber voraus, dass der Trainierende die erlernten Fertigkeiten in den fahrerischen Alltag übertragen kann. Meine Überlegung ist, dass ein Fahrer, der zu Beginn der Saison ein (oder zwei) Fahrsicherheitskurse absolviert hat, im Anschluss aber keine 2000 Kilometer bis Allerheiligen zusammengekratzt bekommt, hierdurch auch kein besserer, sprich sicherer Fahrer geworden ist. Dann ist so ein Training eher eine Beruhigungspille, oder täusche ich mich da?

Ich denke dabei an meine gestrige Feierabendrunde, ca. 70 Kilometer Landstraße durch Wald und übern Berg, zügig bis ambitioniert. Die Liste der Dinge, die ein Ausweichmanöver wie von Dir beschrieben erfordern, ist lang. Gestern z.B. waren es mehrere Stellen, an denen hinter oder in Kurven unvermutet das Bankett teilweise bis zum Mittelstreifen (falls vorhanden) ausgewalzt war. Hinter einer engen, uneinsichtigen Kurve in einem Dorf (namens Büemke) stand "plötzlich" ein Kalb mitten auf der Straße. In Bad Fredeburg scherte ein Auto aus der Parklücke und versperrte unversehens meine Fahrbahnseite. Hinter einer Kurve ein paar Kilometer weiter lag ein undefinierbares, zerfetztes Etwas auf der Straße, Katze oder Fuchs.

Ich habe noch an keinem Fahrsicherheitstraining teilgenommen, aber solche Vorkommnisse bzw. Gegebenheiten gehören zu meinem fahrerischen Alltag, sind Routine. Hätte ich von mir den Eindruck, ich müsste speziell auf solche Dinge geschult werden, würde ich mir die aktive Teilnahme am Straßenverkehr sicherlich nochmals durch den Kopf gehen lassen. Aber die Häufigkeit solcher Hindernisse und Gefahrensituationen hat mich sehr gelassen gemacht. Ich weiß, wie ich zu reagieren habe. Was mich natürlich nicht kugelsicher macht. Aber ich habe selten Puls und setze einen Haken an die Sache, sobald ich sie umkurvt habe (oder einfach drüber gebügelt bin).

Zitat von diggerbub im Beitrag #27
IEin schlauer Mensch, der recht zügig Motorradfahren konnte, hat mal behauptet man bräuchte max 40 PS auf zwei Rädern und da ist eine ganze Menge dran. Sehe regelmäßig bei Veranstaltungen Leute, die mit Ihren vielen Pferden nicht um können. Ich sehe natürlich auch Leute die deutlich schneller sind und das ist schön für sie :-)
Die Juniors im KTM-Cup brennen in OSL mit 40 PS 1:45er Zeiten in den Asphalt, da dürften sich eine ganze Menge Hobbyrennfahrer mit deutlich mehr Pferdestärken schwer dran tun.

Vor zwei Tagen, auf einer kurvigen Strecke, wollte mich ein Supersportfahrer (auf einer älteren Fireblade, glaube ich) in Rennleder an sich vorbei winken. Er konnte mich nicht abschütteln und gab mir sichtbar gereizt ein paar Handzeichen. Sollte das der Auftakt eines kleinen persönlichen Rennens werden? Ich habe dankend abgelehnt und bin bei der nächsten Gelegenheit abgebogen. Noch ein paar Tage vorher hat mich eine 600er Fahrerin (Yamaha) in den Serpentinen rauf zum Rhein-Weser-Turm regelrecht exekutiert. Kurz vor meinem Zigarettenstop am Turm ist dann auch noch eine 390er Duke bergauf an mir vorbeigeschossen (deutlich überm Tempolimit allerdings). Bergab bin ich dann von einem Großroller geschoben worden (was ich irgendwie witzig fand), um kurz vor der Ortschaft Aue von einem 1200-GS-Fahrer gnadenlos ausgebremst zu werden (was ich gar nicht witzig fand).
Fahrerisches Können an der jeweiligen Maschine ablesen, das funktioniert einfach nicht. Und ich selbst mache gar nicht erst den Versuch, mich da irgendwo einzusortieren. Das einzige, was ich versuche zu sortieren, sind meine Gedanken darüber, welches Motorrad wohl am Besten zu mir passen könnte.


Zitat von diggerbub im Beitrag #27
IPS: Ich schüttele beim Anblick von 200PS-Motorrädern im Straßenverkehr oft den Kopf, die armen Dinger, das ist nicht artgerechte Haltung ;-)

Das sind nur Maschinen, ein Haufen Stahl und Plastik in Form gebracht, mal mehr, mal weniger schön. Wichtig ist allein der Umgang des Fahrers mit dieser Maschine, und wenn der meint, einen 200-PS-Hobel mit 80 Sachen über die Landstraßen rollen zu lassen, ist das allein sein Bier, meiner Meinung nach. Problematisch wird's erst, wenn er öffentliche Straßen in persönliche Rennstrecken umdeutet. Aber dieses Problem besteht ja auch bei den (Spät-)Adoleszenten mit ihren A2-Maschinen, und da schließt sich der Kreis wiederum.

Gruß
Jörg


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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#31 von diggerbub , 17.06.2018 15:33

Moin,

allein auf die Trainings führe ich das Nicht-Umfahren des Rehes nicht zurück, aber es hat geholfen;-) Angepaßte Geschwindigkeit, ABS, gute Reifen etc hat die erfolgreiche Durchführung begünstigt...ebenso wie ein paar Jahre Erfahrung auf der Straße und, und, und.....und ein oft zuverlässiger Schutzengel.

Ich habe schon Sicherheitstrainings gemacht und mache jetzt nur noch Kurventrainings, bzw fahre auf der Rennstrecke zum Vergnügen.
Sicherheitstrainings wurden mir verdorben, da bei den letzten Veranstaltungen das fahrerische Können so gering war, das die Übungen mir nur wenig brachten und es auch kein Spaß gemacht hat.
In meinen besten Jahren bin ich 12-14 Tage im Jahr auf der Rennstrecke gewesen, nach einer ungewollten Pause (kein Geld) bin ich jetzt wieder unterwegs. Versuche aber mit 5-7 Tagen auszukommen ;-)

Ich habe nicht das Gefühl, das ich etwas extra trainieren muss, um am Strassenverkehr teilzunehmen. Allerdings sind manche Dinge leichter auf der Rennstrecke zu realisieren, als auf der Straße. Also nur ein Nebenprodukt des ganzen Spaßes;-)
Ich habe auch schon Unfälle auf der Straße hinter mir, erwarte aber nicht, das mich Trainings davor schützen. Bei einer vernünftigen Veranstaltung auf der Rennstrecke fühle ich mich aber deutlich sicherer als im Straßenverkehr. Alle Idioten fahren in eine Richtung (hoffentlich) und es ist Platz für fremdkontaktloses Verlassen der Strecke.

Die Gefahren des Straßenverkehr sind in erster Linie andere Dinge zu berühren oder von anderen Dingen berührt zu werden und da hilft dann auch die ganze Schutzkleidung wenig. Meine Erfahrung nachdem ich mal bei der Flucht ins Gelände mit dem Lenker an einem Leitpfosten hängen geblieben bin und auch die Erfahrung ein paar Jahre später frontal in ein Auto zu fahren hat gezeigt, das Helme sinnvoll sind, der Rest an Schutzkleidung in den Situationen nicht viel helfen konnte.

Unfall 1 war halt Pech, beknackte Autofahrer. Vielleicht würde ich heute den Leitpfosten wahrnehmen und dran vorbei kommen, aber auch nur vielleicht. Die Situation hatte sich nur wenige Wochen nach Führerscheinerwerb zugetragen, wobei ich vorher schon 2 Jahre mit der 50er unterwegs war, aber das ist wieder eine andere Geschichte ;-)

Unfall 2, frontal ins Auto, hatte nix mit falscher Geschwindigkeit zu tun, da habe ich geträumt und dann hat es gekracht. Schmerzhafte Erfahrung, eindeutig eine Erfahrung auf die ich hätte verzichten können, hat aber dazu geführt das ich aufmerksamer fahre.

Training ohne Praxis macht aber keinen Sinn, da stimme ich Dir voll und ganz zu. In der warmen Jahreszeit vermeide ich das Autofahren weitmöglichst und komme so auf rund 15tkm auf der Straße. Hauptsächlich Arbeitsweg. Bin jetzt seit Januar 7000km gefahren, aber ist ja auch erst Mitte Juni ;-)

Gruß

Volker


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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#32 von Lille , 18.06.2018 07:06

Zitat von diggerbub im Beitrag #31

Training ohne Praxis macht aber keinen Sinn, da stimme ich Dir voll und ganz zu. In der warmen Jahreszeit vermeide ich das Autofahren weitmöglichst und komme so auf rund 15tkm auf der Straße. Hauptsächlich Arbeitsweg. Bin jetzt seit Januar 7000km gefahren, aber ist ja auch erst Mitte Juni ;-)

Ich fahre durchschnittlich 20tkm im Jahr und hab seit März auch 7000km geschafft - aber der Sommer fängt ja erst an.

Aber ernsthaft - zurück zum Thema - trotz diverser Trainings halte ich mich "nur" für einen einigermaßen routinierten Fahrer, aber noch lange nicht für "gut".

Liegt aber vermutlich daran, daß ich eien Frau bin - wir neigen ja generell eher dazu, das eigene Lichtlein unter den Scheffel zu stellen. Zum andern habe ich aber auch keine Ambitionen mich zu perfektionieren.
(ich war schon bei diversen Trainings, musste dann aber irgendwann feststellen, daß sie mich langweilen ;) )

Mir fehlen auch wohl die passenden Gene, um mich mit andern Motorradfahrern messen zu wollen. Genau genommen fahre ich noch nicht mal gerne schnell.

Ich glaube, irgendwas stimmt nicht mit mir...



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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#33 von Maddoc , 18.06.2018 08:54

Trainings sollten keine Wettbewerbe sein, ich mag nur meinen persönlichen Stil verbessern.


 
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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#34 von r103 , 18.06.2018 09:05

Aber wenn man einen anderen überholt, macht einen das attraktiver für die Frauen!!

Öhhh natürlich nur wenn sie zuguggen.... glaub ich....


 
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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#35 von Lille , 18.06.2018 09:26

Zitat von Maddoc im Beitrag #33
Trainings sollten keine Wettbewerbe sein, ich mag nur meinen persönlichen Stil verbessern.

Ich meinte damit nicht im Training. Sondern auch generell auf der Straße.

Mir reicht es dort, wenn ich mich sicher fühle. Klar könnte ich immer noch etwas schneller, schräger, ... aber dafür fehlt mir dann eben der Ehrgeiz

Und wenn mich jemand überholt, und sei es mit dem 125er Roller, dann berührt mich das auch nicht



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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#36 von Maddoc , 18.06.2018 15:43

Kurze Anmerkung:
Auf dem Film zur Edersee Tour ist sehr schön zu sehen, wie fast alle viel zu weit links fahren und teilweise in den Gegenverkehr reichen, an einer Stelle wird auch sehr schön ein Ausweich-Schlenker gefahren.....


 
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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#37 von tho_schmitz , 18.06.2018 17:02

Als Nach-wie-vor-Frischling erfrage ich bei Gruppenfahrten (wie beim Bebra-Treffen oder bei der Anreise) nach Fehlern, die Fahrer an mir bemerkt haben. Auch dieses Mal habe ich da einige Tipps gehört, die ich daraufhin (mit durchwachsenem Erfolg) umzusetzen versucht habe. Ich bin dafür sehr dankbar, denn alle Hinweise haben mir geholfen.

Auch ich gehöre zu den Fahrern mit der gefährlichen Tendenz, in Linkskurven zu weit in die Kurve zu gehen und damit gefährliche Situationen heraufzubeschwören. Dies verbunden mit meiner fehlenden Erfahrungen - verbunden mit einer etwas ungesunden Angst bei überhöht wirkender Kurveneinfahrgeschwindigkeit mit anschließendem "Not"-Bremsen - sagen mir unmissverständlich, dass mei mir noch jede Menge Luft nach oben ist.

Ich würde mich freuen, wann es unter uns NC-Fahrern üblich oder sogar selbstverständlich wird, solche Beobachtungen unaufgefordert anzusprechen und diese Hilfe mit einem "Vielen Dank" belohnt zu bekommen.

Greeetz, Thomas


"Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung"
Kaiser Wilhelm II.


 
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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#38 von Tourer , 18.06.2018 17:13

@ Maddoc
Auf dem Film sieht das tatsächlich so aus, jedoch sollte gesagt sein, dass hier und da öfter mal ordentlich Splitt auf der Straße lag und in der Situation die du ansprichst war das eben so. Das sieht man nur nicht. Zudem war auf der gesamten Tour so gut wie kein Verkehr, da kann man das schon mal machen wenn nix entgegen kommt.
Grüße Andy ... der auch teilweise vor der Kamera fuhr


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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#39 von Teerherz , 18.06.2018 17:16

Ich hab mir jetzt den ganzen Film NICHT angeschaut, ABER bei Gruppenfahrten ist diese Tendenz für jeden zweiten Fahrer erhöht, da versetzt hintereinander gefahren werden soll. Kurven werden dann für viele zwangsläufig falsch angefahren. In der Gruppe fahren muss AUCH geübt werden. Bei kleineren Gruppen ist es besser einfach einen größeren Abstand zum Vordermann zu halten. Aber irgendwas macht man(n) immer falsch. Fragt einfach meine Frau, die weiss das ;-)


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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#40 von Maddoc , 18.06.2018 18:17

Ich wollte keine generelle Kritik üben, nur spontan etwas aufmerksam machen.
Die rote NC (NM-Kennzeichen ) fährt z.B. anfangs eine recht gute Linie, wird im laufe der Zeit aber etwas müde.
Die gelbe Jacke davor zeigt aber eine sehr deutliche links Tendenz.
Gruppe ist schon klar.....aber auch das will geübt werden...sehe ich doch an mir selber, ärgere mich über eigene Nachlässigkeiten und versuch sie zu verbessern


 
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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#41 von Tourer , 18.06.2018 18:23

Als Kritik hab ich’s jetzt auch nicht aufgefasst, wollte eigentlich nur klarstellen, warum...., da ich ja mit von der Partie war und es eigentlich einschätzen kann warum und weshalb.
Ne rote Nc war wohl dabei, aber so ein Kennzeichen nicht🧐.
Grüße Andy


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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#42 von Maddoc , 18.06.2018 19:14

Die Mopette, die anfangs direkt vor der Kamera fährt.....


 
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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#43 von Lille , 19.06.2018 07:53

Zitat von Teerherz im Beitrag #39
Ich hab mir jetzt den ganzen Film NICHT angeschaut, ABER bei Gruppenfahrten ist diese Tendenz für jeden zweiten Fahrer erhöht, da versetzt hintereinander gefahren werden soll.

Versetzt wird in Gruppe NUR auf der Gerade gefahren. Sobald man auf einen kurvenreichen Abschnitt kommt, lässt man den Abstand größer werden und fährt eine ganz normale Kurvenlinie "nach Lehrbuch".

Mal nachgedacht: Wozu dient denn das versetzte fahren? Man verringert den Abstand zum Vordermann, hat aber (vermeintlich!) einen weiteren freien Raum vor sich, um abzubremsen. Ich schreibe "vermeintlich", weil das eine trügerische Sicherheit ist! Normalerweise wird beim versetzten Fahren mit halbem Sicherheitsabstand gefahren, und man geht davon aus, der Vordermann bremst, bleibt aber in seiner Spur, und man selbst bremst sich seitlich vorbei, bleibt ebenfalls in seiner Spur.
Sobald der Vordermann aber bremst und gleichzeitig ausweichen muss - oder unbeabsichtigt seine Spur verlässt - kracht es. Weil dann plötzlich der vermeintliche Sicherheitsabstand nicht mehr reicht und der Raum vor dem eigenen Fahrzeug weg ist.

Deswegen fahre ich auch in Gruppen in größerem Abstand, so daß es egal ist, ob der Vordermann in meine Spur zieht. Und deshalb fahre ich auch in keinen Gruppen mit, in denen Wert darauf gelegt wird, daß man dicht dran bleiben soll.


Und wenn man nun überlegt, wozu das versetzte Fahren gut war, was bringt das dann in Kurven? Wenn man versetzt mit halbem Abstand fährt und hinter der Kurve taucht ein Hindernis auf, in welche Lücke will man dann reinbremsen?
Wird der Vordermann und man selbst bei einer Notbremsung diszipliniert jeder siene Spur halten? Falls man es schafft, zu reagieren, wird man im Notfall sein Motorrad aufrichten, eine Notbremsung machen, ggf wieder runterdrücken, irgendwie versuchen auszuweichen. Aber ganz sicher achtet man nicht darauf, akurat seine Spur zu halten - und damit ist das versetzte Fahren in Kurven sinnlos und einfach nur saugefährlich.



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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#44 von Lorenz , 19.06.2018 08:03

Hallo,

ich konnte nun leider nicht dabei sein, daher möchte ich nur eine generelle Anmerkung zum versetzten Fahren in der Gruppe machen. Also, ich habe gelernt, versetzt wird nur auf der Geraden oder im Stadtverkehr gefahren. In der Kurve zieht sich die Gruppe auseinander und jeder fährt seine Kurvenlinie. Das wäre optimal. So wurde es mir bei den Ausfahrten bei 2-tägigen Sicherheitstrainings beigebracht und so haben wir das gehandhabt.

Lorenz


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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#45 von Grisu , 19.06.2018 08:10

@Lille und Lorenz:
So wie ihr es schreibt, ist es auch richtig. Versetzes Fahren auf der Geraden, in den Kurzen hintereinander.


Am Abend wird man klug für den vergangenen Tag, doch niemals klug für den, der kommen mag.


 
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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#46 von r103 , 19.06.2018 08:47

Zitat von Lille im Beitrag #43
[quote="Teerherz"|p17522]
Und wenn man nun überlegt, wozu das versetzte Fahren gut war, was bringt das dann in Kurven? Wenn man versetzt mit halbem Abstand fährt und hinter der Kurve taucht ein Hindernis auf, in welche Lücke will man dann reinbremsen?
Wird der Vordermann und man selbst bei einer Notbremsung diszipliniert jeder siene Spur halten? Falls man es schafft, zu reagieren, wird man im Notfall sein Motorrad aufrichten, eine Notbremsung machen, ggf wieder runterdrücken, irgendwie versuchen auszuweichen. Aber ganz sicher achtet man nicht darauf, akurat seine Spur zu halten - und damit ist das versetzte Fahren in Kurven sinnlos und einfach nur saugefährlich.



Das sehe ich 100% genauso und habe die Auswirkungen schon am eigenen Leib erlebt. Wir sind zu dritt versetzt 100kmh mit vermeintlich komfortablen Abstand 15-20m auf übersichtlicher Strecke mit weiten Kurven gefahren. Plötzlich bremst ein Autofahrer mit norddeutscher Nummer vor uns unvermittelt scharf und ohne Blinker um rechts in einen Feldweg, der aus unserer Warte gar nicht wahrnehmbar war, abzubiegen.

Ich war vorne rechts konnte mit einer Bremsung im Regelbereich noch hinter den Auto anhalten. Der Zweite hat es nicht mehr geschafft und ist links an uns vorbeigeschossen. Wäre ich auch nach links rübergezogen hätte der mich abgeschossen, weil meine erste Reaktion ja bremsen war und ich deswegen schon deutlich langsamer war. Ich war nämlich eigentlich versucht nach links zu ziehen und habe es gelassen als ich gemerkt hatte das ich es noch mit Bremsen schaffe, weil mir klar war, dass das so kommen kann.

Wer also glaubt durch versetzt fahren könnten die Sicherheitsabstände verkürzt werden der irrt.

Wir fahren alle seit über 30 Jahren, haben in den letzten 15 Jahren über 20TKM gemeinsam abgespult, kennen die Reaktion des anderen ganz genau, jeder hatte mindestens 5 SHT mitgemacht. Wir halten uns für gute Fahrer und unsere Maxime ist - Gesund heimkommen. Trotzdem waren wir vor diesem groben Fehler nicht gefeit - weil wir bis dahin eher gedankenlos diesbezgl. unterwegs waren.

@Lorenz: Ich hoffe nicht, dass das so im SHT gelehrt wird/wurde.

Und natürlich hat der Autofahrer einen groben Fehler gemacht und hätte sicherlich eine Teilschuld bekommen. Aber der Auslöser für so ein Problem ist völlig egal und der Verlierer steht auch immer schon vorher fest...


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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#47 von aGentleBiker , 19.06.2018 09:04

Ich muss gestehen das ich bisjetzt LONEWOLF bin. Bei Touren habe ich mich aus Jux ein paar mal einer Gruppe angeschlossen aber irgendwie ist das nicht mein Ding.
Auch ich bin versetzt gefahren, aber ich käme nie auf die Idee den Abstand wesentlich zu verkürzen. Ich sehe das eher so das Versetzt fahren einfach einen kleinen Vorteil bringt weil man dadurch etwas weiter nach vorne sehen kann...


 
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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#48 von Lille , 19.06.2018 09:46

Gegen das versetzte Fahren ist ja ansich auch nichts einzuwenden. Nur eben nicht zu Lasten des Abstandes.

Und in Kurven wiederum ist eine ordentliche Kurvenlinie höher zu werten als der vermeintliche Sicherheitsgewinn durch versetztes Fahren.



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RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#49 von alprider , 19.06.2018 16:56

Zitat von Lorenz im Beitrag #44
Hallo,

ich konnte nun leider nicht dabei sein, daher möchte ich nur eine generelle Anmerkung zum versetzten Fahren in der Gruppe machen. Also, ich habe gelernt, versetzt wird nur auf der Geraden oder im Stadtverkehr gefahren. In der Kurve zieht sich die Gruppe auseinander und jeder fährt seine Kurvenlinie. Das wäre optimal. So wurde es mir bei den Ausfahrten bei 2-tägigen Sicherheitstrainings beigebracht und so haben wir das gehandhabt.

Lorenz



kann ich so eigentlich unterschreiben.......

ist nebst all dem auch ne sache der Geschwindigkeit ...in meinen Breitengaden wo 80 eh das höchste aller gefühle ist und alle 100m wieder ne 60ger....funzt das bestens........

zu dem

wenns irgendwo im Pulk ums Anhalten geht an ner Ampel oder was ... sollte jeder wissen wo sein Platzerl ist sonst wirds auch gerne etwas gefährlich bei versetzt weiss es jeder , ....und eben bei versetzt habe ich etwas spatzig vor mir weil der vordermann auf meiner seite grundsätzlich nix verloren hat ....setzt auch voraus , dass man sein vorderman nicht überholt ......im ""grossen Pulk"" fahren hat nix mit Motoradrfahren zu tun sondern es geht da viel mehr um die die Gruppe als solches.....

im Pulk fahren ist anstregend bzw. erfordert ne Menge Konzentration .......ich bin z.b. mehr als genügend Konvoi gefahren als ehem. Chopperfahrer......oder jetzt jedes jahr bei allgem. Foren Eröffnungs/Endfahrt wo ein Kunterbunt von jeweils 20-40 Maschinen zusammen kommt...


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Physik ist nur trocken , wenn der Tank leer ist
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alprider
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zuletzt bearbeitet 19.06.2018 | Top

RE: Betrachtung zu persönlichen Fähigkeiten

#50 von Boris.St , 19.06.2018 19:37

Zitat von r103 im Beitrag #46
(...)
Das sehe ich 100% genauso und habe die Auswirkungen schon am eigenen Leib erlebt. Wir sind zu dritt versetzt 100kmh mit vermeintlich komfortablen Abstand 15-20m auf übersichtlicher Strecke mit weiten Kurven gefahren. Plötzlich bremst ein Autofahrer mit norddeutscher Nummer vor uns unvermittelt scharf und ohne Blinker um rechts in einen Feldweg, der aus unserer Warte gar nicht wahrnehmbar war, abzubiegen.

Ich war vorne rechts konnte mit einer Bremsung im Regelbereich noch hinter den Auto anhalten. Der Zweite hat es nicht mehr geschafft und ist links an uns vorbeigeschossen. Wäre ich auch nach links rübergezogen hätte der mich abgeschossen, weil meine erste Reaktion ja bremsen war und ich deswegen schon deutlich langsamer war. Ich war nämlich eigentlich versucht nach links zu ziehen und habe es gelassen als ich gemerkt hatte das ich es noch mit Bremsen schaffe, weil mir klar war, dass das so kommen kann.

Wer also glaubt durch versetzt fahren könnten die Sicherheitsabstände verkürzt werden der irrt.
(...)


(Hervorhebung im Zitat von mir)
Ich habe nochmal in Bernt Spiegel, Motorradtraining alle Tage nachgelesen: Zuerst der allgemeine Verweis, dass man sich generell an die bekannte 1/2-Tacho-Regel halten sollte, was den Abstand zum Vordermann angeht. Im Gruppenfahren, dort, wo alle das gleiche Ziel haben und sich in der Regel kennen, könne man das durchaus auf 1/3-Tacho reduzieren. Man sieht ja am Vordermann vorbei und hat entsprechend mehr Luft zum Reagieren.

Bei Tempo 100 Km/h wäre demnach ein "komfortabler Abstand" rund 35 m. Das fände ich persönlich gerade noch okay, wenn ich in Gruppe auf einer großzügig gezogenen Bundesstraße mit gutem (überraschungslosem) Belag unterwegs wäre. Rund 30 m entsprechen übrigens dem Reaktionsweg beim Bremsvorgang (Faustformel: Geschwindigkeit / 10 x 3) Dem schließt sich dann noch der eigentliche Bremsweg an, was zusammengenommen den Anhalteweg ergibt.

Bei einem "komfortablen Abstand 15-20 m" bei Tempo 100 Km/h würde ich am versetzt Vorausfahrenden schon ungebremst vorbeifahren, bis ich erst einmal zum Bremsen käme. Viel Spaß noch für den davor Vorausfahrenden, der ja unversetzt in meiner Linie fährt! Den erwische ich nämlich voll, wenn er so gut reagiert wie ich...

Wenn ich das jetzt noch in einer leichten Kurve mache, dann habe ich die gute Chance, dass mich der unmittelbar Vorausfahrende quasi seitlich "einbremst" und wir gemeinsam, Seite an Seite in die Böschung ballern.


Gruß, Boris
Wenn ich groß bin, kaufe ich mir ein Motorrad, das mehr verbraucht...


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