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Wenn der Bastlwastl zuschlägt

#1 von Blackman ( gelöscht ) , 26.01.2020 20:45

So was macht ein Schrauber und Bastler am Wochenende??
Er schraubt tüftelt und Bastelt das die Funken fliegen.
https://photos.app.goo.gl/faNUr9M6uyUDYyv89
Vor ca 3 jahren habe ich ja einen One Weehl Anhänger für das Moped/Roller gebaut.
Zwischen zeitlich hatte ich die Original Anhängervorrichtung an die Yamaha gebastelt https://photos.app.goo.gl/B4pLh2QQb82LpCJE6 so sah das ganze aus.
Nachteil an der Geschichte ist das das Kreuzgelenk obwohl es neu gelagert war immer noch minimal Spiel hatte,und das Heck der Yamaha viel zu weich für solch eine Seitliche Belastungen.

Da ich mit dem Anhänger ja heute unbedingt zur Messe wollte ,habe ich die letzte Woche damit genutzt den Anhänger um zu Schweißen das das Fahr Gefühl auch besser wird.

Da mein letzter Tüv Mensch mir eröffnete das man das ganze auch an die Schwinge befestigen könnte wurde die Sache nun auch in die Tat um gesetzt.

So musste ein Halter für die Kardan Seite https://photos.app.goo.gl/L8MaHzoXoy2mYJN7A
Konstruiert werden,so wie auh für die andere Seite https://photos.app.goo.gl/rb1TCiFoN6zKxfSY6

Befestigt wird das Ganze mit Gabelköpfen mit einem M16 Gewinde und 16 mm Klappbolzen.

Als Verbindung zum Anhänger selbst hat eine Hinterrad Schwinge einer Suzuki DR 600 her halten diese Wurde Zersägt der Vordere Teil wurde an den Anhänger geschweißt. so mit hatte ich das Problem mit der Vertikalen Lagerung elegant gelößt.
Für die Horizontale Seite wurden 2 M16 Schrauben mit der Schwinge verschweißt, und daran die Gabelköpfe befestigt.
Die Schwinge wurde um 180 grad gedreht und am anderen Ende mit Flacheisen versehen.
https://photos.app.goo.gl/MFqkJKA2LybkhdYVA
Da der Anhängepunkt am Kardan sehr tief ist wurde die Schwinge etwas überstreckt damit der Anhänger wieder gerade steht.

Zu guter letzt wurde noch ein 15 mm Rohr als Versteifung auf die Schwinge geschweißt.

Nun funktioniert das so wie ich mir das Vorgestellt habe .
Der Anhänger läuft mit einer Störischen Ruhe hinterher,selbst auf der Autobahn wenn seitlich Winddruck von vorbei Fahrenden Autos auf kommt bemerkt man das nur ganz leicht.

Was noch aus steht ist eine Fahrt bei voller Zuladung +50 KG,da werde ich dann auch an der Federung der Yamaha etwas verstellen müssen da ja mehr ungefederte Masse aufs Hinterrad kommt.

Auch werde ich einen Anderen Dämpfer in den Anhänger verbauen den ich in der Härte verstellen kann bei mehr Zuladung.
Idealerweise verstellbar ohne das ich die Dämpferabdeckung abnehmen muss.

Da ich auch jemand kenne der auf einem Flughafen Arbeitet (für klein Flugzeuge) und da eine Landebahn von 3000 meter ist habe ich die Yamaha samt Anhänger auch aus getestet wie schnell ich damit fahren kann,selbst bei vollem Anschlag was etwa 160 km/h sind bleibt der Anhänger Spur stabil.
Somit ist auch eine Frankreich Reise gesichert den da darf man mit Anhänger 130 fahren.
Da sind die offiziellen 60 km/h bei uns ein Witz.

Ich war heute mit Landstraßen tempo unterwegs da läuft der Anhänger am besten ohne zu stören (kreiselkräfte).

Nun steht eben nur noch die Abnahme aus beim Tüv mann un ddie Eintragung das wird zwar wieder einen mittleren 3 Stelligen Betrag kosten, aber wer schön sein will muss leiden.

Ich werde das nochmals mit dem Tüv mann abstimmen, ob noch Änderungen oder Versteifungen vor schreibt damit daraus auch eine Eintragung wird.

Der Kardanhalter ist aus 3 mm Edelstahlblech gefertigt und Hinten dran mit einer Versteifung verschweißt damit die Rundung so bleibt wie sie ist unten dran ist ein Edelstahl 4 Kant mit den Maßen 30x15 mm etwa 60 mm Lang.

Die rechte Seite ist genauso aus 3 mm Edelstahlblech als U geformt damit es über die Schwinge saugend passt als Gegenhalter für den ebenfalls 160 mm Langen Edelstahl 4 kant mit den Selben Maßen.

Die Befestigungslöcher der Linken Seite sind vorne am Kardan verschraubt 2 Löcher mit 10,5 mm Durch messer im Abstand von 64 mm die Rundung vom Kardan hat hier etwa 50 mm.
Das 3 te Loch ist für die Steckachse und fixiert den Ganzen Halter fest am Gehäuse.

Die rechte Seite da wurde der 4 Kant im Oberen bereich auf 11mm abgetragen und das Original Distanzstück dadurch ersetzt somit ist auch diese Seite Fest verschraubt .

Arbeitsstunden mässig liegen wir hier bei ca 25-30 Arbeitsstunden 20 mal Steckachse rein und raus bis die Löcher fest Standen und alles aus gerichtet war.
Die Edelstahl Teile wurden zum Schluss mit einer Scotchscheibe gleichmässig bearbeitet damit ein Sauberes Muster entstanden ist.

Das Material habe ich alles aus der Bucht den Schweißdraht ebenso zum Schweißen sollte man hier Argon Gas nehmen dann wird die Schweißnaht besser.

Nun folgen noch viele probefahrt km um die Schwächen der Konstruktion zu testen ,lieber geht etwas kaputt dann weis ich wo ich was verstärken muss.

Vom Gewicht her sind das etwa 1,5 Kilo mehr nun an der Schwinge ohne Anhänger.
der Anhänger selbst drückt im Leeren Zustand mit ca 20 Kilo aufs Hinterrad.

Wenn jemand fragen hat immer her damit.


9 Mitglieder finden das Top!
Blackman

RE: Wenn der Bastlwastl zuschlägt

#2 von aGentleBiker , 27.01.2020 09:18

Respekt! Beeindruckend anspruchsvolles Projekt!



 
aGentleBiker
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RE: Wenn der Bastlwastl zuschlägt

#3 von Jimmy Dye , 27.01.2020 12:50

Wow!
Tolles Konzept und super umgesetzt!
Und vor allem: erstklassig dokumentiert!

Vielen Dank für deinen tollen Bericht!
:-)
Viele Grüße
Jimmy


 
Jimmy Dye
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Registriert am: 13.10.2019


RE: Wenn der Bastlwastl zuschlägt

#4 von KaiS , 27.01.2020 18:36

Reschpekt auch von mir.


Grüße Kai
NC 750x RC 72
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KaiS
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RE: Wenn der Bastlwastl zuschlägt

#5 von Blackman ( gelöscht ) , 27.01.2020 19:30

https://photos.app.goo.gl/1kDtR5WFU2Wo4jrw9
Dieser Link zeigt den Kompleten Bau des Anhängers so wie die befestigungen am Roller und dann am Motorrad


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Blackman

   

Hab ´ne Tabelle gefunden...
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