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Apfel und Birne?

#1 von X-Man ( gelöscht ) , 12.01.2020 17:20

Gestern war's frisch mit 6°C, aber trocken mit einer Spur von Sonne. Also rauf auf den Bock und das Immunsystem stärken!

Meine Wahl fiel auf die CB 1100 RS, die ich für eine Stunde über meine abwechslungsreichste Hausstrecke bewegt habe. Solche Strecken, oft genug befahren, kennt man ja irgendwann aus dem Effeff, bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen. Manchmal habe ich ein Thema, eine Vorgabe bei Fahren, und gestern habe ich mein Augenmerk auf das Beschleunigungsverhalten und das Fahrwerk gerichtet. Als ich nach meiner Rückkehr nicht so recht zufrieden in der Garage stand und dem Knistern und Knacken der abkühlenden Zylinder lauschte, fiel mein Blick auf die NC-S, und der Gedanke, dieselbe Runde mit denselben Vorgaben zu fahren, war sofort da. Gedacht, getan!

Mit der NC-S (MJ15, 2 Zentimeter tiefer gelegt) kenne ich mich bestens aus, ich fahre sie seit dreieinhalb Jahren. Sie hat dieses besondere Talent, einem bereits ab den ersten Metern ein Lächeln zu entlocken - dieses Drehmoment vom Fleck weg: sensationell. So muss ich sie auch recht fix wieder einfangen, ich befinde mich noch auf einer Wohnstraße. Die CB ist auch fix dabei, jedoch um einiges unspektakulärer, da ist kein Schubgefühl, nur der Blick auf den Tacho zeigt an, dass die Nadel nicht minder schnell klettert, als die Digitalanzeige der NC. Der Schub von unten heraus bei niedriger Geschwindigkeit fühlt sich bei der NC besser an. Nach gut einem Kilometer durch die Innenstadt mit zwei Ampelstops verfestigt sich dieser Eindruck. Die CB kommt aus dem Stand nicht langsamer aus den Pötten, aber mit 1140ccm u. 90 Nm halt etwas zu souverän, als dass es aufregend wäre.
1:0 für die NC

Raus aus der Stadt, auf ein Landstraßenstück mit lang gezogenen Kurven. Mit zwei Fingern lässt sich die NC mit kurzem aber kräftigem Hebeldruck hochschalten. Im Vergleich zur CB mit ihrem Arrow-Sound herrscht unter mir relative Ruhe, bis im 6. Gang bei 100 km/h das metallische Klopfen einsetzt, das ein leicht untertouriges Fahren signalisiert. Bis dahin ist das Beschleunigungsverhalten tadellos, zwischen 3500 und 4000 Umdrehungen geschaltet, ist man fix dabei. Dreht man im 6. Gang am Gas, ist der Spaß jedoch sofort vorbei. Trotzdem, in diesem Grenzbereich sind die klopfigen Vibrationen des Zweizylinders keinesfalls unangenehm, und da man auf der Landstraße die Endgeschwindigkeit sowieso erreicht hat, sollte weiteres Beschleunigen nach Möglichkeit unterlassen werden.
Mit der CB geht alles noch ein wenig fixer, die Schalterei, das Beschleunigen, das Erreichen der Endgeschwindigkeit - selbige je nach Bedarf 1-2 Gänge niedriger (in der Warmfahrphase), so dass man bei Bedarf oder Laune ab 100 km/h in die Gänge 5 oder 6 schalten kann, wann es einem beliebt. Wo bei der NC fast ausschließlich der Fahrtwind sein Lied singt, schwillt bei der CB das dunkle Dröhnen der Arrow-Anlage deutlich an und signalisiert eine zunehmende Geschwindigkeit. Ab dem 6. Gang bei 100 km/h das Gas aufgemacht, setzt der sanfte, lineare Schub sofort wieder ein, nicht spektakulär, aber unaufhaltsam. Im Vergleich scheint die NC hier unterlegen zu sein, aber schaue ich genauer hin, lässt sich die Kraftentfaltung der NC etwas genauer dosieren, weil ich meine persönlichen Geschwindigkeitsvorgaben mehr an der Gangwahl und der jeweiligen Drehzahl festmachen muss. Das Beschleunigungsverhalten der CB hingegen ist eine Spur aufregender, gleichzeitig durch die hohe Elastizität des Motors auch vielfältiger kombinierbar bezüglich Drehzahl und Gangwahl.
Sind die 100 km/h überschritten, zeigt sich die Stärke der NC. Sie gleitet ruhig und gelassen auf das Ende des Drehzahlbandes zu, ohne auch nur einmal die Contenance zu verlieren. Ich persönlich finde, dieser lang übersetzte 6. Gang ist eine wunderbare Sache, vor allem auf Langstrecke und AB-Etappen. Dagegen wirkt der Vierzylinder der CB ab 100 km/h schon sehr angestrengt - er ist es nicht (!), aber die Geräuschkulisse dieses altertümlichen Kraftwerks nimmt merklich zu und gibt einem zu verstehen, dass man die Komfortzone hinter sich gelassen hat. Jetzt arbeitet die Maschine hart, zuverlässig zwar und noch absolut im Limit, aber halt auch mit viel Trara und Bummbumm. Im Endeffekt fühlen sich 120 km/h mit der CB so an wie 150 km/h mit der NC, also viel bemühter.
Wie groß fällt der Unterschied zwischen dem Langhuber der NC und dem traditionellen Reihenvierer der CB - bezogen auf "normales" Beschleunigen und bei höheren Geschwindigkeiten - für mich aus? Geringer, als ich zunächst dachte! Die CB punktet bei der mir eigenen gelassenen Fahrweise ein wenig beim Beschleunigen, die NC bei höheren Geschwindigkeiten. Interessanterweise schenken sich die beiden Maschinen bei Überholmanövern jedoch recht wenig. Mit der NC ziehe ich im 4. Gang mühelos an allen Dosen vorbei, nicht weniger zügig als mit der CB.
Gleichstand 1:1

Das Fahrwerk der CB schlägt das der NC-S in Sachen Wertigkeit um Längen, keine Frage. Zumal diese spezielle NC um 2 Zentimeter tiefer gelegt ist. Als Referenz kann ich noch die 2 NC-X ins Feld führen, die ich bereits gefahren habe, aber das relativiert unterm Strich nur in Nuancen. Aber wie sieht das im Einzelnen aus? Wann bzw. in welcher Situation spielt die CB ihre diesbezüglichen Stärken aus?
Vorweg festgehalten, die NC ist mit relativ neuen Pirelli Angel GT bereift, die CB mit etwas weniger frischen Dunlop Roadsmart 3. Die Eigendämpfung der RS3 ist spürbar besser, wie ich finde. Davon abgesehen, bügelt die CB auf der gewählten Referenzstrecke über alles hinweg, was der Asphalt an Widrigkeiten zu bieten hat. Der Fahrkomfort ist also ziemlich hoch, obwohl das Fahrwerk an sich keinesfalls zu weich abgestimmt ist. Die NC hingegen, das spürt man beim Umstieg ab den ersten Metern, sendet ununterbrochen eindeutige Signale durch den Steiß, meistens noch erträglich, aber hin und wieder auch näher am Limit des Fahrers.
Am vorderen Ende des Fahrzeugs lauert jedoch eine Überraschung: Die NC liegt bei Kurvenfahrten und schnelleren Geradeausfahrten viel stabiler. Gleichzeitig hat man mehr Gefühl für das Vorderrad und die Straßenbeschaffenheit. Zwar gestaltet sich das Einlenkverhalten der CB spielerischer (Lenkkopfwinkel 26°, Nachlauf 99 mm), aber auch merklich unruhiger, wenn es etwas forscher zur Sache geht. Während die CB mit einem ordentlichen Aufstellmoment bei fahrlässiger Handhabe reagiert, hat die NC dafür nicht mal das kleinste Zucken übrig. Zwar verursacht ihr Hinterteil manchmal einen etwas indifferenten Eindruck (insbesondere die X kann bei Bedarf ordentlich pumpen), aber nicht in der Art, dass es einen erhöhten Adrenalinausstoß verursachen würde (ähnlich der Tracer 700, wie mir gerade einfällt).

Die NC fährt sich also um einiges unkomfortabler, aber erstaunlicherweise stabiler. Das Gefühl von Fahrsicherheit ist größer, das Hineintasten in Grenzbereiche gestaltet sich einfacher, weil das Fahrverhalten an sich transparenter ist. Mit einer guten Bereifung ziehe ich die NC für schnellere bzw. sportivere Partien eindeutig vor. Wobei hier das Fahrzeuggewicht auch eine Rolle spielt, klar. Die CB-RS ist wie gesagt keine Sänfte, was ich schätze, aber die Kombination aus spielerischem Einlenkverhalten und relativ wenig Gefühl für's Vorderrad ist eine Herausforderung, wenn es bei schnellerer Fahrt um die Einhaltung der Kurvenlinie geht. Dahingegen hat die NC in den gleichen AB-Kurven so gut wie gar nicht gemuckt. Interessante Erfahrungen, die ich hier mache, zwischen "Brot und Butter" und "Premium", nicht wahr.
Daher auch hier Gleichstand 1:1

Fazit: Die CB ist von ihren Komponenten her betrachtet das höherwertigere Fahrzeug, in der Fahrpraxis kann die NC jedoch fast gleichziehen, wenn man mit ihren Eigenheiten vertraut ist und bereit ist, beim Fahrkomfort und Beschleunigungsvermögen kleine Abstriche zu machen. Würde man jedoch noch mehr ins Detail gehen, hätte die NC sicherlich noch den einen oder anderen Pluspunkt gegenüber der CB zu verbuchen. Was ganz allgemein auch damit zu tun hat, dass die CB ein Retrofahrzeug ist und dementsprechend auch ein Retrofahrgefühl vermittelt und somit möglichst auf "retro" gefahren werden sollte, damit ihre Vorzüge zur Geltung kommen können. Sprich, die CB ist in mancherlei Hinsicht limitiert in ihren Möglichkeiten. Auf der anderen Seite sehe ich mal wieder, dass man die NC-S nicht unterschätzen sollte. Sie kann so viel bei so wenigen Abstrichen - was auch ein fairer Vergleich mit den Konkurrentinnen ergeben würde, die näher an ihrer Preisleistungsklasse liegen.


Der obige kurze Apfel-Birne-Vergleich hat mich in meiner schon länger bestehenden Absicht bestärkt, im kommenden Frühjahr das Fahrzeug zu wechseln. Eine NC steht mal wieder ganz oben auf der Liste. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass ich damit richtig liege. Es sagt auch, ich soll es diesmal mit einer Schalter versuchen. Es sagt mir aber nichts zur Wahl zwischen X und S. Hm ...




Gruß
Jörg


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RE: Apfel und Birne?

#2 von alprider , 12.01.2020 17:43

Zitat von X-Man im Beitrag #1
G

Der obige kurze Apfel-Birne-Vergleich hat mich in meiner schon länger bestehenden Absicht bestärkt, im kommenden Frühjahr das Fahrzeug zu wechseln. Eine NC steht mal wieder ganz oben auf der Liste.


Gruß
Jörg








was , wie du willst die CB kaum warm gefahren schon wieder hergeben ?

hättest wirklich die 17er EX ordern sollen


.
Physik ist nur trocken , wenn der Tank leer ist
.


 
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RE: Apfel und Birne?

#3 von Gneisser , 12.01.2020 18:50

Toller Bericht - Danke


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RE: Apfel und Birne?

#4 von X-Man ( gelöscht ) , 12.01.2020 23:09

Zitat von alprider im Beitrag #2


was , wie du willst die CB kaum warm gefahren schon wieder hergeben ?

hättest wirklich die 17er EX ordern sollen


Die CB 1100 RS ist ein superfeines Motorrad, das steht völlig außer Zweifel. Aber es hat von Beginn an Eigenheiten gezeigt, mit denen ich nur teilweise warm geworden bin, die sich nur mit dem einen oder anderen zugedrückten Auge relativiert haben. Warum ich sie trotzdem angeschafft habe, ist leicht zu erklären. Ich habe bereits in der Zeit, als ich noch die EX gefahren habe, von einer CB 1100 mit 17-Zöllern und einem verbesserten Fahrwerk phantasiert, und ein knappes Jahr später wurde aus diesem Wunschtraum - ich fühlte mich geradezu überrumpelt - Wirklichkeit. Ich konnte nicht anders, ich musste diese Maschine unbedingt haben!
Was dann folgte, kann ich nur als eine ziemliche Ernüchterung umschreiben, denn die blindlings erwartete Konnektivität blieb aus. Zwischen einigen weit gestreuten schönen Momenten/Ausfahrten herrschte stattdessen eine seltsam emotionslose Routine vor. Wollte ich diese gezielt durchbrechen, indem ich z.B. eine forschere Gangart anschlug und die Sache etwas spritziger gestaltete, hatte ich damit den eigentlichen Verwendungszweck bzw. die "Philosophie" des gut situierten Retrogleitens außer Acht gelassen, was augenblicklich zu Anstrengung und auch stressigen Momenten führte. Kurzum, sie ist auf eine Art und Weise beschwerlich, wie ich es von all meinen anderen Motorrädern (inkl. der EX) her nicht kannte. Ich fühlte mich irgendwann limitiert. Denn nur, wenn man sich voll und ganz auf ihre Eigenheiten einstellen kann, gibt sie einem das volle positive Feedback. Ich konnte das leider nicht ... gänzlich.

Den Tausch im Oktober 2018 von der NC-X (DCT) hin zur CB habe ich dann irgendwann im Sommer vergangenen Jahres angefangen zu bereuen. Aber ich war noch ein Stück weit entfernt von dem Gedanken, zur NC zurückzukehren (mir kamen zunächst ein paar andere Motorräder in den Sinn, die ich nach und nach wieder verworfen habe). Ich wollte der CB noch alle Chancen geben, mich zu überzeugen. Schließlich ist das im Grunde genommen so etwas wie ein Traumfahrzeug für mich gewesen. Aber sie konnte mir letztendlich nicht dieses Alles-unter-Kontrolle-Gefühl vermitteln wie die NC mit ihrer ruhigen und gleichzeitig kräftigen Motorcharakteristik, ihrer phantastischen Ergonomie und Vielseitigkeit. Manchmal weiß man etwas erst dann zu schätzen, wenn man es aus der Hand gegeben hat und zu vermissen beginnt. Und bei manchen, so scheint's, muss das gar zweimal passieren. Hinzu kommt, dass ich mit der NC-S, die ich die ganze Zeit über parallel gefahren habe, des Rätsels Lösung immer vor Augen hatte, ohne es zu realisieren. Irgendwann - in meinem Fall tatsächlich erst nach diesen Apfel-Birne-Vergleich - kann man sich wohl einfach nur mit der flachen Hand gegen die Stirn schlagen.

So März/April herum wird die Sache für mich konkreter, mal schauen, was dann so angeboten wird an Gebrauchten und Tageszulassungen.
Ihr könnt's nicht sehen, aber ich grinse gerade von einem Ohr zum anderen und freue mich wie Bolle!

Gruß
Jörg


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RE: Apfel und Birne?

#5 von X-Man ( gelöscht ) , 12.01.2020 23:14

Zitat von Gneisser im Beitrag #3
Toller Bericht - Danke

Bitte, gern geschehen!

Obwohl es hier und da lieber gesehen wird, wenn ich mich kürzer fasse. Wesentlich kürzer ...

Das hier war mal eine Ausnahme.

Gruß
Jörg


X-Man

RE: Apfel und Birne?

#6 von aGentleBiker , 13.01.2020 09:16

Liest sich gut! Und was sich gut liest darf auch gerne länger sein.

Auch ich gebe meine NC nicht her.

Ja der Motor MT-07 macht mehr Laune, aber das Fahrwerk der S ist weit überlegen was Komfort und Handlichkeit angeht, achja und die Knie...
Ja die Schaltung der CB650R ist viel präziser und leichtgängiger als das hakelige meiner NC, aber hier kommt der Schub erst wenn ich schon schneller als erlaubt bin.
Ja die Harley Davidson FXDR zieht brachial an, und macht beim Cruisen Spaß, aber Kurvenfahren tut die NC dagegen wie von selbst
Ja die Vitpilen ist leicht und das Design verspielt, aber die Ergonomie geht gar nicht
Ja die Street Triple RS ist ... nun ja ... die hat mir schon abartig gut gefallen. Aber bin ich schon reif dafür? Ist die so haltbar wie meine NC?


2020 sollte die neue Z900 und vielleicht eine XSR900 probiert werden.



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RE: Apfel und Birne?

#7 von X-Man ( gelöscht ) , 13.01.2020 12:05

Zitat von aGentleBiker im Beitrag #6
Liest sich gut! Und was sich gut liest darf auch gerne länger sein.

Auch ich gebe meine NC nicht her.

Ja der Motor MT-07 macht mehr Laune, aber das Fahrwerk der S ist weit überlegen was Komfort und Handlichkeit angeht, achja und die Knie...
Ja die Schaltung der CB650R ist viel präziser und leichtgängiger als das hakelige meiner NC, aber hier kommt der Schub erst wenn ich schon schneller als erlaubt bin.
Ja die Harley Davidson FXDR zieht brachial an, und macht beim Cruisen Spaß, aber Kurvenfahren tut die NC dagegen wie von selbst
Ja die Vitpilen ist leicht und das Design verspielt, aber die Ergonomie geht gar nicht
Ja die Street Triple RS ist ... nun ja ... die hat mir schon abartig gut gefallen. Aber bin ich schon reif dafür? Ist die so haltbar wie meine NC?


2020 sollte die neue Z900 und vielleicht eine XSR900 probiert werden.


Die NC ist wie ein guter alter Freund, der einen nie im Stich lässt, der gut eingelaufene Turnschuh, unverwüstlich wie eine Sojus-Raumkapsel, dein verzeihender Beichtvater nach dem Fremdgehen ...

Der CP2 ist schon eine Klasse für sich, der deckt einen Großteil dessen ab, was man von einem Zweizylinder in der Leistungsklasse erwartet. Weshalb ich eine Zeitlang mit der Tracer 700 geliebäugelt habe. Aber die Motorleistung allein wäre für mich keine Kaufentscheidung, das Gesamtpaket muss stimmen. Die NC bietet in Bezug auf bspw. die Tracer 700 einen ebenfalls zuverlässigen und ausreichend kräftigen Motor, das Staufach, einen tiefen Schwerpunkt, einen geringeren Spritverbrauch, die bessere Verarbeitung in höherer Qualität, mehr Verkleidungsteile, bewältigt problemloser unbefestigte Wege, hat ein deutlich höheres zulässiges Gesamtgewicht und natürlich ein Fahrwerk, dass einen Tick besser ist (und deutlich besser als das der MT07).

Interessanterweise ist in meinem Fall die Hebelei auf der NC-S sehr fluffig. Zwar benötige ich als Zweifingerkuppler eine energische Handkraft, bewege den Hebel dabei aber maximal zwei Zentimeter, und der Gang flutscht mühelos rein, und zwar in beide Richtungen. Zwar vermittelt die benötigte Handkraft ein Gefühl von grobmechanisch, aber nicht im negativen Sinn. Auch bei schnellen Gangwechseln kommt zumindest bei mir keine Unruhe in das Fahrzeug. Bei der Anti-Hopping-Kupplung der CB1100 tendiert die Handkraft gegen null, so wird es wohl auch bei der CB650R sein. Auch dürfte die Schalterei insgesamt butterweich vonstatten gehen. Hoch drehende Motoren, die ihre Leistungspeaks im letzten Drittel des Drehzahlbands haben, sind nicht mein Fall, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich habe über die Jahre gehäuft von Qualitätsproblemen bei Triumph gehört und darüber gelesen. Das reichte von Kleinigkeiten wie Kondenswasser im Lampengehäuse (auch Blinker) über Probleme mit der Elektrik bis hin zu Getriebeschäden (an relativ neuen Maschinen). So weit ich mich erinnern kann, betraf das in erster Linie die Bonnie Range aber auch diverse Street- und Speed Triple-Modelle, weniger die Tiger-Derivate. Vielleicht auch noch erwähnenswert, Triumph scheint einem Schraubenfetischismus zu fröhnen, wer Wartungs- oder Reparaturarbeiten selber durchführt, sollte viel Zeit mitbringen, einen gut gefüllten Werkzeugkasten sein eigen nennen und stets eine Drehmomentenliste parat haben. Ich würde schon sagen, gegenüber den Japanerinnen haben die Engländerinnen (durchschnittlich) einen erhöhten Reparaturbedarf. Aber gewiss nicht so extrem, wie bei KTM ...

Harley Davidson und Husqvarna befinden sich weit abseits meiner Radarerfassung, aber wirklich schick finde ich die 2020er Road King Special, von der sind mir zufällig ein paar Bilder vor Augen gekommen. Aber das ist wirklich nicht meine Liga, preislich und fahrtechnisch.

Gruß
Jörg


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RE: Apfel und Birne?

#8 von aGentleBiker , 13.01.2020 13:06

Die Street Triple hatte beim Motorrad Dauertest einen kapitalen Motorschaden vor 40000km wenn ich mich recht erinnere, weil Ventil gebrochen ist. Hatte mich aus Neugier im ST Forum angemeldet, da hatten noch 2 weitere das gleiche erlebt. Das macht mir Angst.

Die Kupplung der NC braucht etwas mehr Kraft, aber ich meinte auch den Fußhebel der vor allem bei kalten Temperaturen doch irgendwie schabend hart mit einem krachendem Klonk bei mir einlegt. Und gelegentlich bleibe ich auch beim Hochschalten irgendwo im Zwischengang hängen und muss nachtreten oder er sprang auch ein paar mal raus.
Achja wenn die neue Tracer 900 rauskommt und die ähnelt der neuen Tracer 700 ... das könnte spannend werden. Aber als Motorrad für weitere Reisen mit Autobahn im Sommer.
NC gebe ich nicht her, für den Alltag, Pendeln, ideal...



 
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RE: Apfel und Birne?

#9 von X-Man ( gelöscht ) , 13.01.2020 14:14

Zitat von aGentleBiker im Beitrag #8
Die Street Triple hatte beim Motorrad Dauertest einen kapitalen Motorschaden vor 40000km wenn ich mich recht erinnere, weil Ventil gebrochen ist. Hatte mich aus Neugier im ST Forum angemeldet, da hatten noch 2 weitere das gleiche erlebt. Das macht mir Angst.


Ich habe ein Faible für italienische Motorräder, wo das herkommt, kann ich gar nicht mal genau sagen. Als mir mal die Supersport S von Ducati sehr gut gefallen hat (das tut sie immer noch), hatte ich ähnliche Überlegungen. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass Wertschätzung ganz unterschiedliche Ausprägungen haben kann, und der Sicherheitsgedanke in Sachen Zuverlässigkeit und alles was damit zusammenhängt ist sicher nur einer von vielen. So gesehen kann man, wenn man darauf eingestellt ist, den einen oder anderen zusätzlichen Euro vergraben zu müssen, hier ganz bestimmt Abstriche machen. Auch sollte man sich dann nicht zu sehr ärgern und den entstandenen Zeitaufwand nicht überbewerten. Ich meine, solche Dinge muss man dann halt einkalkulieren und vielleicht auch kreativ werden in Sachen Kostenreduzierung. Wenn ich mir im Vorfeld ständig Worst-Case-Szenarien ausdenke, mindert das die Fahrfreude doch sehr beträchtlich, und nur auf die kommt es doch an. Wollte ich wirklich eine Ducati oder Triumph fahren, ich würde mich von diversen Horrorgeschichten nicht davon abhalten lassen. Das gilt dann wohl auch für KTM ...


Zitat von aGentleBiker im Beitrag #8
Die Kupplung der NC braucht etwas mehr Kraft, aber ich meinte auch den Fußhebel der vor allem bei kalten Temperaturen doch irgendwie schabend hart mit einem krachendem Klonk bei mir einlegt. Und gelegentlich bleibe ich auch beim Hochschalten irgendwo im Zwischengang hängen und muss nachtreten oder er sprang auch ein paar mal raus.
Achja wenn die neue Tracer 900 rauskommt und die ähnelt der neuen Tracer 700 ... das könnte spannend werden. Aber als Motorrad für weitere Reisen mit Autobahn im Sommer.
NC gebe ich nicht her, für den Alltag, Pendeln, ideal...


Also, bei mir verursacht das Einlegen des 1. Gangs bei kaltem Motor ein trockenes "Klack", begleitet von einem leichten Rucken. So sollte es auch sein. Zwischen den Gängen bin ich all die Jahre nicht ein einziges Mal hängengeblieben, und rausgesprungen ist mir auch noch nichts. Die Gänge rasten sauber und bei Landstraßentempo beinahe geräuschlos ein. Im Stadtverkehr hört man mechanisch präzise Einrastgeräusche, frei von Schaben und Knacken. Außer der aufzubringenden Handkraft, die bei längeren Ausfahrten etwas lästig wird, habe ich nichts zu meckern. Hattest Du diese Probleme von Beginn an, oder sind sie erst im Laufe der Zeit aufgetreten? Mir kommt das jedenfalls nicht normal vor. Auch bei den beiden NC-S, die ich jeweils für ein paar Stunden als Werkstattfahrzeuge bewegt habe, war dahin gehend alles im grünen Bereich.

Die Tracer 900 spielt ja bereits in einer anderen Liga, das ist ein moderner Sporttourer nach heutiger Definition. An der mag ich alles bis auf den Motor. Dreizylinder sind nicht meins, da schwärmt die Welt von, klar, aber ich kann mich mit diesem permanenten Klingelzwitschern nicht anfreunden. Wenn etwas in der Sparte, dann wäre ich eher für die neue Versys 1000 zu haben. Aber berichte doch mal, wenn Du eine Tracer 900 probegefahren hast, ich bin da konstant neugierig.

Gruß
Jörg


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RE: Apfel und Birne?

#10 von aGentleBiker , 13.01.2020 14:30

Das Getriebe war bei meiner schon immer nicht perfekt, lausche mal, 4. 3. 2. 1.
https://www.youtube.com/watch?v=dsKMxqlw...=youtu.be&t=195
Ich habe auch das Gefühl das wenn sie paar Tage stand es besser wird. Und wenn sie wieder täglich Kurzstrecke fährt wirds schlechter.
Da ist auch so ein Phänomen das sie in den ersten Minuten brav ist, dann beim annähern an Betriebstemperatur so nach ca 10min hackt - und dann üblicherweise nach sagen wir weiteren 15min wieder brav ist. Aber meine Pendelstrecke sind halt "nur" 20min ...



 
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RE: Apfel und Birne?

#11 von Jimmy Dye , 24.01.2020 02:40

Hallo Jörg,

vorab erst mal vielen Dank für deine ausführlichen (und toll geschriebenen) Reportagen!

Nun möchte ich aber zu genau deinem Apfel/Birne Vergleich noch eine weiteren Aspekt
hinzufügen:

Nachdem mich meine treue FX jetzt fast 10 Jahre begleitet hat, habe ich mir den lange gehegten
Traum erfüllt und eine fast neue NC-750S gekauft, der ich einfach nicht widerstehen konnte...

Aber die erste Dunkelfahrt hat mich unglaublich enttäuscht, Straße war nass und leichter Nieselregen
hat die Sicht zusätzlich getrübt. Na klar, nicht die besten Bedingungen, aber der Halogenscheinwerfer
meiner FX hat mir in vergleichbaren Situationen doch mehr gezeigt, was sich da so vor mir auf der
Strasse tut (und evtl. liegt oder läuft). Mit dem LED der NC war das ein echter Blindflug.

Nun ja, ich kenne es von meinen Gitarren: tolle Teile gekauft, aber sie mussten erst mal richtig
eingestellt werden... Also Scheinwerfer einstellen. Scheiß Friemelei bei den NCs, nicht so schlimm,
muss ja nicht so oft. Aber was ich auch immer ausprobiert habe - auch mal niedrig und dann mit
Fernlicht - das Licht war für mich eine Katastrophe, denn Motorrad ist für mich mein Hauptfahrzeug.

Also beim TÜV angefragt, ob Umrüstung auf (dann natürlich runden) Halogenscheinwerfer möglich ist.
Winsen/Luhe sagte mir: "auf keinen Fall!" TÜV Lüneburg: "Wenn´s ein ordentlicher Scheinwerfer mit
Prüfnummer ist, kein Problem!" Super erhaltenen Scheinwerfer von einer Seven-Fifty gekauft und noch
mal etwas bei Kleinanzeigen gestöbert. Und da habe ich dann einen Rundscheinwerfer (was sonst!) von
einer CB-1100 RS gesehen und mir gedacht, den schraube ich einfach mal ran und kann dann ja immer noch
auf Halogen umrüsten...

Tja, was soll ich sagen? Nachdem der richtig eingestellt war (problemlos!) bin ich super happy mit dem
Licht und die Optik von meinem Bike mag ich so auch viel lieber.

Fazit: Beleuchtung ganz klar 1:0 für die CB (oder eben die umgerüstete NC)

Viele Grüße
Jimmy


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RE: Apfel und Birne?

#12 von aGentleBiker , 24.01.2020 09:22

Habe ich erwähnt das nach dem Kundendienst jetzt vor 2 Wochen das Getriebe wie ausgewechselt ist? Wie Apfel und Birne sozusagen :D
Man hat mir nichts berichtet, ausser alles erledigt, war ok. Aber plötzlich springen die Gänge mit einem klitzekleinem Impuls rein mit einm leisen sauberen klick. Ohne nachdrücken...

zum Licht: ich habe ja noch die NC mit Halogen, und da war der Wwechsel der Birne auch schon eine spürbare Verbesserung. Auf youtube habe ich mal einen Spanier oder Portugiesen gesehen der da diese China LED mit ventilator reingesetzt hat... Das Ergebnis sah toll aus, aber in D nicht zugelassen...



 
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RE: Apfel und Birne?

#13 von Jimmy Dye , 24.01.2020 12:09

Das mit der nun butterweichen Schaltung liegt wohl am Öl. Mein HH hat bei der 1000er gesagt, wenn ich später selber Ölwechsel mache, dann sollte ich unbedingt das org. Honda Öl nehmen denn die dortigen Zusätze gewährleisten ein gutes Schalten. Hat vielleicht auch etwas mit der für ein Motorrad sehr niedrigen Öltemperatur zu tun... ich weiß es nicht...

Diese Zubehör LED Scheinwerfer gibt es bei Louis und co. ab ca. 100,- auch schon mit Zulassung (kommen aber auch aus China)


 
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RE: Apfel und Birne?

#14 von aGentleBiker , 24.01.2020 13:46

@Jimmy Dye
reden wir von dem gleichen? Ich finde das Video nicht mehr, aber es ging um so was in der Art
https://www.amazon.de/JZWDMD-Xenon-20000...tomotive&sr=1-9



 
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RE: Apfel und Birne?

#15 von Jimmy Dye , 24.01.2020 14:10

Hallo Genty,

nein, ich meinte schon den ganzen Scheinwerfer, dann natürlich auch in rund. Also nur für die S geeignet...
Hatte mich aber im Preis etwas vertan:
https://www.louis.de/artikel/highsider-s...number=10035090
oder
https://www.louis.de/artikel/koso-led-sc...number=10037018

Die reinen Glühlampenaustausch LEDs sind meines Wissens gar nicht zugelassen, aber komplette
Scheinwerfer mit E-Nummer gibt´s bei ebay schon ab 100,-, aber ich glaube nicht, dass die vom
Licht was taugen (mal ganz abgesehen von der Haltbarkeit)

Bei Fragen zum Rundumbau stehe ich gerne zur Verfügung. :-)

Viele Grüße
Jimmy


 
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RE: Apfel und Birne?

#16 von aGentleBiker , 24.01.2020 14:29

@Jimmy Dye ja die LED die nicht in D zugelassen sind meinte ich. Das Ergebnis sah allerdings auf dem Video beeindruckend aus, und vielleicht war es ja schon in dem Land zugelassen.

https://www.ebay.de/p/20035292084?iid=14...p4aAuf5EALw_wcB

https://www.youtube.com/watch?v=sDGB3H8IBA4

Danke fürs Angebot, meine will ich nicht Umbauen, aber ich mag das Thema Umbauten und vielleicht irgendwann wenn die Kinder raus sind werde ich mir dediziertes Bastelmoped holen...
dann würde ich wohl aufs ganze gehen ;) mit Kurvenlicht


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RE: Apfel und Birne?

#17 von X-Man ( gelöscht ) , 24.01.2020 18:23

Zitat von Jimmy Dye im Beitrag #11
Hallo Jörg,

vorab erst mal vielen Dank für deine ausführlichen (und toll geschriebenen) Reportagen!

Nun möchte ich aber zu genau deinem Apfel/Birne Vergleich noch eine weiteren Aspekt
hinzufügen:

Nachdem mich meine treue FX jetzt fast 10 Jahre begleitet hat, habe ich mir den lange gehegten
Traum erfüllt und eine fast neue NC-750S gekauft, der ich einfach nicht widerstehen konnte...

Aber die erste Dunkelfahrt hat mich unglaublich enttäuscht, Straße war nass und leichter Nieselregen
hat die Sicht zusätzlich getrübt. Na klar, nicht die besten Bedingungen, aber der Halogenscheinwerfer
meiner FX hat mir in vergleichbaren Situationen doch mehr gezeigt, was sich da so vor mir auf der
Strasse tut (und evtl. liegt oder läuft). Mit dem LED der NC war das ein echter Blindflug.

Nun ja, ich kenne es von meinen Gitarren: tolle Teile gekauft, aber sie mussten erst mal richtig
eingestellt werden... Also Scheinwerfer einstellen. Scheiß Friemelei bei den NCs, nicht so schlimm,
muss ja nicht so oft. Aber was ich auch immer ausprobiert habe - auch mal niedrig und dann mit
Fernlicht - das Licht war für mich eine Katastrophe, denn Motorrad ist für mich mein Hauptfahrzeug.

Also beim TÜV angefragt, ob Umrüstung auf (dann natürlich runden) Halogenscheinwerfer möglich ist.
Winsen/Luhe sagte mir: "auf keinen Fall!" TÜV Lüneburg: "Wenn´s ein ordentlicher Scheinwerfer mit
Prüfnummer ist, kein Problem!" Super erhaltenen Scheinwerfer von einer Seven-Fifty gekauft und noch
mal etwas bei Kleinanzeigen gestöbert. Und da habe ich dann einen Rundscheinwerfer (was sonst!) von
einer CB-1100 RS gesehen und mir gedacht, den schraube ich einfach mal ran und kann dann ja immer noch
auf Halogen umrüsten...

Tja, was soll ich sagen? Nachdem der richtig eingestellt war (problemlos!) bin ich super happy mit dem
Licht und die Optik von meinem Bike mag ich so auch viel lieber.

Fazit: Beleuchtung ganz klar 1:0 für die CB (oder eben die umgerüstete NC)

Viele Grüße
Jimmy


Hallo Jimmy,
danke für die Blumen, ich schreibe halt gerne über das, was ich mag (und verdiene mir manchmal mit dem Schreiben hier und da ein paar Euro dazu).
Die Sache mit dem RS-Scheinwerfer finde ich ziemlich cool! Da ich selbige im Augenblick ja auch noch vor Augen habe, die NC zur Nachbarin, habe ich mir die RS-Lichteinheit an der NC vorzustellen versucht und bin zu dem Schluss gekommen, dass es unter ästhetischen Gesichtspunkten daran nichts auszusetzen gibt (meine Meinung). Im CB1100-Forum sieht man die Leuchtkraft der LED-Scheinwerfer übrigens ziemlich kritisch, dort wird die Halogen-Variante bevorzugt, wenn ich das richtig überflogen habe. Ich selbst habe am LED-Scheinwerfer nichts zu bemängeln. Bezüglich des NC-Halogenscheinwerfers aber auch nichts. Habe mich auch schon gefragt, warum ich bei diesem Thema so unempfindlich bin. Tatsache ist, ich absolviere sehr viele Dunkelheits- und Dämmerungsfahrten (auch mit dem Auto) und bin möglicherweise nichtmal ansatzweise "nachtblind". Da trifft die Gewohnheit auf das passende biologische Merkmal, oder so.
So gesehen [sic!], erscheinen [sic!] mir die qualitativen Unterschiede zwischen Halogen (Apfel) und LED (Birne) als nur marginal - natürlich nur die Fahrzeuge betreffend, die ich kenne.


Gruß
Jörg


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X-Man

RE: Apfel und Birne?

#18 von X-Man ( gelöscht ) , 24.01.2020 18:41

Heute auf MOTORRAD-Online einen Artikel über die Top 20 der beliebtesten "Frauen-Motorräder" 2019 gelesen. Die Honda NC-S belegte dabei den letzten Platz. Nebenbei erfährt man hier auch, dass die S im Gesamtranking der Verkaufszahlen für 2019 auf Platz 68 zu finden ist. 130 der insgesamt 499 Zulassungen gehen an die Damen. Anscheinend stehen doch eher die Männer auf die integrierte "Handtasche" ...

Die Frauenlieblinge:
1. Kawasaki Z650
2. Yamaha MT-07
3. Honda CMX 500 Rebel

Platz 68 ... Was ist mit der NC-S nur los, was läuft da nicht rund? Wird da etwa zu viel zwischen Äpfeln und Birnen verglichen?

Gruß
Jörg


X-Man

RE: Apfel und Birne?

#19 von Boris.St , 24.01.2020 19:38

Zitat von X-Man im Beitrag #18
Heute auf MOTORRAD-Online einen Artikel über die Top 20 der beliebtesten "Frauen-Motorräder" 2019 gelesen. Die Honda NC-S belegte dabei den letzten Platz. Nebenbei erfährt man hier auch, dass die S im Gesamtranking der Verkaufszahlen für 2019 auf Platz 68 zu finden ist. 130 der insgesamt 499 Zulassungen gehen an die Damen. Anscheinend stehen doch eher die Männer auf die integrierte "Handtasche" ...

Die Frauenlieblinge:
1. Kawasaki Z650
2. Yamaha MT-07
3. Honda CMX 500 Rebel

Platz 68 ... Was ist mit der NC-S nur los, was läuft da nicht rund? Wird da etwa zu viel zwischen Äpfeln und Birnen verglichen?

Gruß
Jörg



Ich vermute, die NC-S hat kaum noch eine echte Zielgruppe. Wer kommod cruisen und touren will, und das mit vernünftigem Drehmoment und genügsamem Motor, greift zur NC-X, ggfs. mit DCT. Da gibt es eigentlich kein Argument für die -S. Jemand wie ich, der erstmals so richtig oder nach vielen Jahren wieder einsteigt ins Motorradfahren, findet in der -S einen gutmütigen Partner mit ordentlichen Leistungsniveau für die Landstraße und den Pendlerverkehr. Sie ist aber kein sportliches Nakedbike mit richtig Druck über ein großes Drehzahlband, und sie ist vergleichsweise schwer und etwas kopflastig, was sich vor allem im langsamen Verkehr bemerkbar macht. Das ist nichts Großes, aber man bemerkt es. Es wurde ja viel dazu geschrieben. Für kleinere, leichtere Fahrernaturen, auch sicherlich Frauen, sind wohl die Yamaha und die Kawasaki wie auch die Suzuki SV 650 die attraktiveren Angebote, wie sie leicht, kompakt und mit attraktiver Leistung um die 70 PS daherkommen.

Ich hatte , wie ich hier im Forum oft erwähnte, zwei Jahre viel Spaß mit meiner NC-S und dann Anfang 2019 Lust auf "etwas mehr" von den möglichen interessanten Eigenschaften eines Naked-Mittelkässlers, und das habe ich in der neuen CB 650 R gefunden wie bestellt. Der mittelgroße Vierzylinder ist so, wie ihn Honda perfekt abgestimmt hat, wie geschaffen für den Großstadtverkehr. Und wenn man am Ortsendeschild angelangt ist und am Gasgriff zupft -- ja, ist er genauso wie geschaffen für die zügige Landstraßenhatz. Und ich kann damit gleichermaßen faul cruisen wie heftig heizen. Schließlich gibt's auf der Autobahn reichlich Schub bis deutlich über 200 Km/h - was aber natürlich dank Naked-Bike nicht allzuviel Spaß macht. (So ab ca. 190 ist man als Fahrer doch dem Wind etwas im Weg...)

Anmerkung, was das Licht angeht:
Mein Eindruck ist, dass der LED-Scheinwerfer der CB 650 R eine klare Entwicklungsstufe weiter ist als der der NC-S.

Am Ende sind die CB und die NC auch ein bisschen wie Apfel und Birne.


Gruß, Boris


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RE: Apfel und Birne?

#20 von ralfr , 24.01.2020 19:53

Zitat von X-Man im Beitrag #18
Heute auf MOTORRAD-Online einen Artikel über die Top 20 der beliebtesten "Frauen-Motorräder" 2019 gelesen. Die Honda NC-S belegte dabei den letzten Platz. Nebenbei erfährt man hier auch, dass die S im Gesamtranking der Verkaufszahlen für 2019 auf Platz 68 zu finden ist. 130 der insgesamt 499 Zulassungen gehen an die Damen. Anscheinend stehen doch eher die Männer auf die integrierte "Handtasche" ...

Die Frauenlieblinge:
1. Kawasaki Z650
2. Yamaha MT-07
3. Honda CMX 500 Rebel

Platz 68 ... Was ist mit der NC-S nur los, was läuft da nicht rund? Wird da etwa zu viel zwischen Äpfeln und Birnen verglichen?

Gruß
Jörg







hier mal der Artikel https://www.motorradonline.de/ratgeber/t...torraeder-2019/

gefällt: "Im Schritt haben wir auch etwas weniger Masse, was wir nicht mit Hubraum oder Leistung kompensieren". Da gehts wohl weniger um Eitelkeiten / Vorzeigeobjekte / dicke Hose

die Nr. 6 ist auch eher überraschend + fällt aus der Reihe: die fette GS. Vermutlich vorwiegend auf Frau zugelassen + von Mann gefahren. Oder vom Mann als empfehlenswert aufs Auge gedrückt bekommen Für solche "Empfehlungen" würde mich meine bessere Hälfte "killen"

die NC 750S ist die Nr. 20 und nur deswegen "Schlusslicht" weil die danach folgenden nicht mehr gelistet sind. Aber grundsätzlich ist die S weder sonderlich leicht, zudem nicht mehr wirklich günstig und mittlerweile einfach auch ein altes Modell


 
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RE: Apfel und Birne?

#21 von Boris.St , 24.01.2020 21:03

Zitat von ralfr im Beitrag #20
die Nr. 6 ist auch eher überraschend + fällt aus der Reihe: die fette GS. Vermutlich vorwiegend auf Frau zugelassen + von Mann gefahren. Oder vom Mann als empfehlenswert aufs Auge gedrückt

Ich vermute eher: Vermutlich vorwiegend auf Frau zugelassen + von Frau gefahren, weil Mann auch eine fährt.

Das sehe ich nämlich sehr oft unterwegs: Paare mit großen GS. Die 1200er/1250er ist auch von kleineren Menschen problemlos fahrbar, weil Easy Handling (habe ich mir mehrmals sagen lasen) und niedrige Sitzhöhe 79/80 cm bei schlanker Taille. Bei diesen Brummern täuscht man sich leicht, was die Fahrbarkeit für einen großen ähhh... Fahrenden-Kreis aller Geschlechter angeht...

Zitat von ralfr im Beitrag #20
Aber grundsätzlich ist die S weder sonderlich leicht, zudem nicht mehr wirklich günstig und mittlerweile einfach auch ein altes Modell

Das sehe ich ebenso...


Gruß, Boris


 
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RE: Apfel und Birne?

#22 von ralfr , 24.01.2020 23:55

Zitat von Boris.St im Beitrag #21

Das sehe ich nämlich sehr oft unterwegs: Paare mit großen GS. Die 1200er/1250er ist auch von kleineren Menschen problemlos fahrbar, weil Easy Handling (habe ich mir mehrmals sagen lasen) und niedrige Sitzhöhe 79/80 cm bei schlanker Taille. Bei diesen Brummern täuscht man sich leicht, was die Fahrbarkeit für einen großen ähhh... Fahrenden-Kreis aller Geschlechter angeht...




ich auch - aber da sitzt die Frau hinten drauf. Frau auf GS eher selten

Wenn man mal unterwegs ist fährt sich fast alles relativ easy, aber Frau muss auch mal anhalten, rangieren ... In der üblichen Vollausstattung (locker über 270 kg + minimaler Sitzhöhe von 80 cm per optionaler Sonderausstattung) endet spätestens hier die Freundschaft

es hat für mich nachvollziehbare Gründe warum Frau in doppelt bis dreifacher Menge bei der Kawa Z650 / Yamaha MT-07 zugreift - einerseits gilt es ja keinen kleinen Schniedel zu kompensieren und auf den vorgenannten bikes fährt es sich noch vieeel leichter. Vom Rest ganz zu schweigen


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RE: Apfel und Birne?

#23 von X-Man ( gelöscht ) , 25.01.2020 12:38

Zitat von Boris.St im Beitrag #21
Zitat von ralfr im Beitrag #20
Aber grundsätzlich ist die S weder sonderlich leicht, zudem nicht mehr wirklich günstig und mittlerweile einfach auch ein altes Modell

Das sehe ich ebenso...



Schaut man sich ein wenig um, so wurde die S auch 2019 noch oft in Fahrberichten besprochen, so z.B. bei Heise:

https://www.heise.de/autos/artikel/Fahrb...KG-4515551.html

Abgesehen davon, dass der Wunsch nach Verbesserungen und Modifizierungen in der Regel direkt nach den ersten Fahreindrücken eines frisch auf den Markt geworfenen Modells anklingt, sind "neu" und "alt" zwei relative Bestimmungen, weil Zeit an sich ebenso relativ ist. So kommt im Augenblick kaum jemand auf die Idee, eine Z650, SV650 oder MT-07 als alt zu bezeichnen - es handelt sich hierbei technisch gesehen bereits um alte Modelle! - ohne diese Tatsache relativierend zu umschreiben: Obwohl technisch veraltet ... zwar ist das Konzept schon ziemlich veraltet ... nicht mehr ganz taufrisch ... obwohl im Vergleich nicht mehr auf der Höhe der Zeit ... usw. Im Fall der MT-07 wird das gar komplett ausgeklammert!

Vom Standpunkt des potenziellen Käufers aus betrachtet, kommen noch weitere Faktoren hinzu, wobei ich hier das Geschlecht gern an letzter Stelle nennen möchte. Wenn es um das "Beuteschema" geht, funtioniert der Markt offenbar teilweise losgelöst vom technisch Machbaren bzw. dem "state of the art". Wenn oben genannte Modelle und deren Derivate immer noch sehr gut in Deutschland verkauft werden, scheint den Kunden entweder nicht bewusst zu sein, dass z.B. die Motorenkonzepte bereits 6, 12 oder gar 20 Jahre alt sind, oder es ist ihnen schlicht egal, weil diesen Motoren/Motorrädern immer noch sehr gute Fahrleistungen attestiert werden und die Fahrzeuge zu (immer noch) halbwegs vernünftigen Preisen zu erwerben sind. Das Beuteschema beinhaltet: mittlere Kubaturen, mittlere Leistung, relativ geringes Gewicht, einfache Fahrbarkeit, Preis deutlich unter 10.000 Euro, geringe laufende Kosten. Weil eine entsprechend hohe Nachfrage besteht, werden solche Maschinen auch in den kommenden 20er Jahren einen guten Absatz haben.

So weit ganz interessant: Das Mittelklassemotorrad, das von allem ein bisschen was bietet, ohne auf einem Gebiet besonders hervorzustechen, das einfach nur gut fahrbar ist und kostenmäßig im Rahmen bleibt, ist mit Abstand die beliebteste Fahrzeugkategorie. Die NC-S fällt definitiv da hinein. Ihre Vor- und Nachteile wurden gegenüber den Konkurrenzmodellen abgewogen, wobei ihre Vorteile stets relativiert, ihre Nachteile jedoch auf dem Präsentierteller herum gereicht wurden, aus meiner Sicht reichlich aufgebauscht: das Fahrwerk ist so schlecht nicht, mit dem Tankdeckel unterm Soziussitz kann man leben, auch ein Langhuber lässt sich schaltfaul fahren, die 55 PS kann man auf Landstraßen sehr nutzbringend und spaßfördernd einsetzen, und wer hier ständig in den Begrenzer rattert hat nicht vor, das Konzept dieses Motors zu verstehen. Eine neutrale Betrachtung von DCT scheint ohnehin nicht möglich zu sein.

Die NC ist in die Jahre gekommen, zusammen mit ihren Konkurrentinnen. Echte Alternativen sind in dieser Fahrzeugkategorie jedoch dünn gesät. Insgesamt werden Motorräder immer leichter und gleichzeitig stärker. Aufgrund technischer und elektronischer Modifizierungen jedoch auch stetig teurer und gleichzeitig störanfälliger. Andererseits, ein ordentlich zusammengeschraubtes Kraftrad mittlerer Kubatur u. Leistung darf nicht mehr als sieben Riesen kosten, sonst gilt es als überteuert. Da verwundert es nicht, dass die NC-S als altbacken bzw. überholt angesehen wird.

Schön reden/schlecht reden: Wenn eine Frau so einen Klotz wie eine GS recht leichtfüßig manövrieren kann und auch ganz gern eine fette Harley bewegt, spielt das Gewicht keine Rolle. Aber eine Mitteklasse-Naked wie die NC-S mit im Vergleich lächerlichen 220 kg gilt dann als schwer zu rangieren bzw. nicht so gut fahrbar? Und warum ist wohl die Honda CMX 500 Rebel so weit oben im Ranking? Wegen ihrer (angeblich) guten Fahrbarkeit und trotz ihres Steiß zersplitternden Fahrwerks? Warum verkauft sich eine SV 650 vergleichsweise gut, obwohl man auf ihr recht ungemütlich hockt und mit fiesen Lastwechselreaktionen leben muss? Könnte man jetzt endlos so weiterführen.

Ich vermute daher, die NC-S ist schlicht aus der Mode gekommen einerseits und kontinuierlich über die Jahre hinweg schlecht geredet worden andererseits. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es sich hier immer noch um ein wirklich gutes, zuverlässiges Motorrad handelt, wartungsarm, günstig im Unterhalt, mit hohem Nutzfaktor und breitem Einsatzspektrum. Es ist nicht modern in dem Sinn, dass an ihr im Grunde genommen verzichtbare Gadgets verbaut sind, sondern eher im Hinblick auf die ökonomischen Aspekte. Möglicherweise halten viele Motorradfahrer dieses Fahrzeug für zu vernünftig und zu wenig emotional, was ich persönlich nachvollziehen kann, aber sehr schade finde.

Gruß
Jörg


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RE: Apfel und Birne?

#24 von ralfr , 25.01.2020 13:25

alles lieb und nett was du da erschöpfend von dir gibst + erkennbar von einem Mann verfasst
btw: wir hier kennen im Wesentlichen die Vor- / Nachteile der NC-Baureihe

"lächerliche" 220kg - 230 kg (DCT)? Für ein Frau mit irgendwas zwischen 50 - 70 kg Lebendgewicht + häufig auch unter 1,70 cm Größe ganz sicher nicht
Warum sind die beliebtesten Frauenmotorräder vorwiegend leichter + kleiner + niedriger Sitzhöhe? Eben ...

hier macht mal Frau Sitzproben https://www.motorradonline.de/typen/moto...r-100-modellen/

im Übrigen fährt meine Frau eine S und hatte damit durchaus erhebliche Anpassungs-Probleme wg schwer / unhandlich + das Ding musste auch tiefer gelegt werden. Im Nachgang nicht unbedingt die beste Wahl - eine 500er Honda hätte ihr den Einstieg erheblich erleichtert da für sie viel einfacher/ leicher fahrbar + auch deutlich agiler

mit der Suzuki SV650 kam sie sehr gut klar (war mal das Fahrschulmoped) + war auch mal ernsthafter Kaufkandidat / könnte Nachfolgemoped werden. Auch die Kawa Z650 war sehr gut -> im Sitzbereich wohl das schlankeste Modell ever ...
Die Rebel war ihr aufgrund der niedrigen Sitzposition natürlich auch sehr genehm / sympathisch, allerdings hat die Sitz- und vor allem Handpositionierung (sehr ausgestreckt) nicht den Geschmack gefunden

dass schwergewichtige Männer "Probleme" mit den Leichtgewichten / kleineren Mopeds haben ist nachvollziehbar - aber für Frau sind die häufig ein Segen

vorbeugend: ja,es gibt auch Frauen die fahren alles + jedes Kaliber. Die Mehrheit fühlt sich aber auf anderem wohler


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RE: Apfel und Birne?

#25 von aGentleBiker , 25.01.2020 15:20

Hi, also die NC fährt sich trotz ihres Gewicht leichtfüssig und agil. Mein MT-07 Kollege war beim Tausch vom Handling der NC begeistert und wünschte sich seine MT würde so gut um die Kurven wetzen.
Und wir uns auch einig, das die MT besser anzieht, und vor allem ist sie kürzer Übersetzt und hat ein viel breiter nutzbares Drehzahlband. Das macht es viel leichter dynamisch zu fahren.
Vom Triebwerk der MT bin ich begeistert, vom Fahrwerk nicht.

So wie kommts denn nu das die NC kein Verkaufsschlager ist?
Die Leute kaufen gerne 200PS Autos, und auch bei Motorrädern heißt es warum 55PS wenn ich 75 oder mehr haben kann - für weniger Kohle!!
Zur Einführung wurde die NC700 zum Kampfpreis angeboten, der Preis wurde erhöht, das Model aber vor allem zuletzt nur wenig aufgewertet.


Und schliesslich nochmal zum Gewicht: gelegentlich muss man ein Motorrad irgendwo zurückschieben, womöglich eine pipikleine Steigung rückwärts, und da merkst du dann schon das Gewicht der NC.
Aber warum die S so viel schlechter als X geht ist mir eigentlich auch klar.
Die meisten kaufen ein Motorrad um Ausflüge zu machen. Das kann die X dank Windschutz und etwas aufrechterer Sitzhaltung einen ticken besser.
Ich fahre dennoch die S da sie mir besser gefällt und sie ein super commuter ist, und als das ist sie bei mir nahezu ständig im Einsatz.
Andererseits für ein bisschen cruisen in der Stadt ist eine MT oder Rebel doch auch prima. Für die Flanierrunde zum Cafe braucht es kein Staufach.



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