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RE: Motorradfahren ist was für alte Leute

#26 von gburkhart , 12.11.2019 20:28

Zitat von Ragnar1971 im Beitrag #22
Zusatz: Ich wollte immer Motorrad fahren , am liebsten Enduro , wollte immer mit dem Motorrad reisen. Frueher habe ich mir auf dem Motorrad Treff in Duisburg am Zoo immer die Hefte mit den Reiseberichten gekauft , gebraucht für 1,2 Mark ... habe sie dann zuhause verschlungen . Leider war es so , dass meine Familie mich in jungen Jahren nie unterstuetzt hat. Ich durfte nach zähen Verhandlungen mit 16 den 1b machen und habe dann von meinem Opa, eine Yamaha RD80LC2 bekommen, mein Opa ist nach dem Krieg eine Horex gefahren, bei wind und wetter von Duisburg-Walsum nach Oberhausen sterkrade zur Hütte und zurück.

Irgendwann konnte er sich ein Auto leisten , das war der soziale Aufstieg , wie oben NC 750-X schrieb .. ....

Danach ist er nie wieder Moped gefahren , die Horex hat er in den 70ern dann verschenkt, (wäre heute ein Vernögen wert) ..

Ich dagegen wollte immer Motorrad fahren und eben reisen . Das kann ich mir jetzt leisten ...

Und werde es solange ich es körperlich kann tun.


Die RD80 LC2 mit Wasserkühlung war ja das Moped schlicht weg.
Ich wollte unbedingt ein Mofa mit 15 da ich schon 2 Jahre mit der Zündapp Caravelle meines Vaters den Wald unsicher machte, es waren insgesamt 1600km Spaß. Meine Eltern versteckten als den Schlüssel, wenn sie aber nicht Zuhause waren wurde der kleine Schraubenzieher herausgeholt, reingesteckt, rumgedreht, den Kickstarter runter und ab in den Wald.
Leider gab es kein Mofa mit 15 (das wäre unnötig und da reicht ein Fahrrad). Ein Jahr später kauften mir meine Eltern für völlig überraschend eine neue DT80 LC1 kurz vorm 16. Geburtstag. Es gab bereits bei der DT auch die LC2, die war meinen Eltern aber zu teuer, ich war trotzdem super stolz und glücklich.
Ich hatte wirklich gute Eltern und eine tolle Kindheit (aber nicht nur wegen der DT)


... fliegen ist nicht wirklich schöner


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RE: Motorradfahren ist was für alte Leute

#27 von Sigi64 , 12.11.2019 20:33

Zitat von Pietzt im Beitrag #7
Ich kenne jetzt viele Best-Ager mit Mopped, aber kaum jemanden mit Mopped, der unter 30 ist.


Kommt drauf an, wo man nachschaut. Die jüngeren Biker hängen eher weniger an den üblichen Treffpunkten zum Kaffee und Kuchen rum.

Meistens eher in Szenen, mit denen ich (wie vermutlich viele von Euch) kaum Kontakt hab: diverse Knieschleifergruppen, Optik-Tuning-Treffs, Burn-Out-Gruppen etc.
Da kann leicht mal der Eindruck entstehen, dass es wenige Junge mit Interesse am Motorradfahren gibt.

Z. B. gibt es in der Facebook-Gruppe für die Suzuki GSX-S750 kaum jemanden über 30.

https://www.facebook.com/groups/423170204748533/

Ich wurde rausgeschmissen, weil mein Humor anscheinend nicht jugendtauglich ist . Jetzt ist da nur noch einer über 50.

Die Jüngeren kaufen tendentiell eher keine Honda NCs, BMW GS, oder Retroböcke für die Kindheitserinnerungen aus den 60ern, sondern erfüllen sich den Traum vom ersten Big Bike möglichst günstig mit einem motorisierten Pokemon auf 2 Rädern.


;)


 
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RE: Motorradfahren ist was für alte Leute

#28 von Boris.St , 12.11.2019 20:46

Da war das Stichwort Roller... das sehe ich hier in Frankfurt:
Jede Menge Motorroller, die meisten davon 50er, aber auch eine Menge 'große' 125er bis 300er. Vespa ist bei den größeren Rollern der absolute Platzhirsch. Bei den 50ern ist es mehr oder weniger ausgewogen Europa, Japan, China, Außerirdisch...

Dann sehe ich viele Großroller oder Scooter, meist Yamaha, Suzuki, Honda oder Piaggio. Fahrer sind fast immer ältere bis alte Herren. Übrigens: Integras und X-ADVs sind kaum darunter.


Gruß, Boris


 
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RE: Motorradfahren ist was für alte Leute

#29 von Boris.St , 12.11.2019 21:00

Zitat von Sigi64 im Beitrag #27
Die Jüngeren kaufen tendentiell eher keine Honda NCs, BMW GS, oder Retroböcke für die Kindheitserinnerungen aus den 60ern, sondern erfüllen sich den Traum vom ersten Big Bike möglichst günstig mit einem motorisierten Pokemon auf 2 Rädern.


Das erinnert mich an einen Satz, den mein HH sagte, als ich ihn fragte, warum Honda jetzt nicht auch die CB500F als 'R' im "Neo Sports Café"-Design herausgebracht hat:

Honda denkt, dass die jüngeren Kunden, die man mit der 500er anspricht -- ist ja auch DIE Fahrschulmaschine -- diese Retroelemente wie den runden Scheinwerfer nicht so mögen und eher auf die scharfgeschnittene Alien-, Insekten-, Anime- oder Marvel/Disney-Optik stehen.

Ich denke, HJC hat die Lizenzverträge mit Marvel und Disney/Pixar für entsprechenden Helmdesignlinien sicher nicht wegen der stark nachfragenden BMW-GS-Fahrer geschlossen...


Gruß, Boris


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RE: Motorradfahren ist was für alte Leute

#30 von NC-750-X , 13.11.2019 08:41

Ein Wort zu den Mofas: In meinem Umfeld waren Mofas nie besonders angesagt. Im Gegenteil, wer sich traute, mit einer Zündapp CS 25 oder etwas in der Richtung herumzufahren war entweder 70+ oder ihm war wirklich nichts, aber auch gar nichts peinlich. Wenn schon Mofa, dann bitte eines mit Stil. In meinem Falle waren das Velos. Mit denen konnte man sich auch vor der Tanzschule und nicht nur vor der Haupt- oder Realschule blicken lassen.


Gruß Michael


P.S.: Die 3800er Velos liefen original je nach Baujahr zwischen 30 und 45 km/h. Die Angaben differieren, in Frankreich durften sie aber theoretisch 45 km/h laufen. Die Drosselung für Deutschland erfolgte mit einer Messingbuchse, die den Einlass in den Zylinder reduzierte. Messingbuchse raus und Baguette und Baskenmütze rannten wieder. Ohne Tacholüge, denn so einen überflüssigen Mumpitz wie einen Tacho haben die klassischen 3800er Velos nie gehabt. Aber es reichte, um die Möchtegerns mit ihren Mofas mit frisierten Motoren mit Gangschaltung zu überholen. Obwohl die angeblich mindestens und wenn nicht noch mehr liefen... Was wurden da für Zahlen genannt! 40, 50, 60 oder mehr. Reichte alles nicht, weil es nie stimmte.

Mein jüngerer Bruder hatte später ein noch fieseres Mittel zur Demütigung der Fahrer der Zündapps, Kreidler & Co.: Eine Minimoby. Auch aus Frankreich, auch ohne Gangschaltung und - angeblich - auch lahm. Hat man jedoch den Benzinhahn geschlossen rannte die Kiste immer schneller, da waren Tacho 35 bis 40 und bergab mit Heimweh und Rückenwind auch mal 50 drin. Vermutlich magerte das Gemisch ab. Man musste nur immer wieder den Benzinhahn öffnen und schließen und öffnen und schließen, um das Gemisch mager zu halten. Mit dauernd offenem Benzinhahn schaffte die Minimoby laut Tacho nur so etwa 27 oder 28 km/h - also die echten braven 25 km/h.


Mein Durchschnittsverbrauch:

Meine Vorstellung


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RE: Motorradfahren ist was für alte Leute

#31 von Lorenz , 13.11.2019 10:08

Hallo,

in meiner Jugend, in den 70er Jahren, hatte jeder bei uns im Dorf ein Moped. Alle waren irgend wie frisiert. Wir haben mit unseren Mopeds einen Großteil unserer Freizeit verbracht. Entweder beim Schrauben oder beim mehr oder weniger sinnlos durch die Gegend ballern in der Gruppe. Es gab ja noch kein Internet und im Fernseher konnte man zwischen 3 Programmen wählen. PCs, Playstations und sonstiges elektronisches Spielzeug gab es ja auch noch nicht. Das ist glaube ich der Hauptgrund warum heute im Verhältnis zu früher so wenige Jugendliche sich für das Motorrad interessieren.

Dann bin auch ich den Weg vieler hier gegangen. 20 Jahre lang stand die Familienkutsche im Vordergrund. Erst später kam das Motorrad als Zweitfahrzeug. Meine Frau brauchte das Auto und ich sollte mit dem Bus vom Dorf in die Stadt zur Arbeit fahren. Der Bus fuhr aber nicht den direkten Weg, er drehte zwei Kringel um möglichst viele mitzunehmen. Dazu kam das Umsteigen in der Stadt. Irgendwann nervte mich das so sehr, dass ich mir ein Motorrad kaufte um damit zur Arbeit zu kommen. Das war deutlich billiger als ein Zweitauto. Der Spaß war sofort wieder da. Ich fuhr nicht nur zur Arbeit mit dem Motorrad. Zur Arbeit fahre ich seit 7 Jahren mit dem Pedelec. Einer muss ja die Welt retten.

Lorenz


Meine HP: http://www.lohau-motorrad.de/


 
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RE: Motorradfahren ist was für alte Leute

#32 von aGentleBiker , 13.11.2019 10:40

@Lorenz mein bester Kumpel hatte Moped und Motorrad, ich selbst fuhr Fahrrad als Jugendlicher oder war Sozius. Das waren dann aber eher 90er. Ich war richtig fit damals mit dem Fahrrad. Bin sogar oft einfach so in der Freizeit mal 20, 30 oder mehr km über die Hegauwulkane geradelt.

Dann habe ich quasi deinen Weg eingeschlagen, nun gut, meine Frau hat mich ein paar Monate zur Arbeit gefahren, aber dann wurde ihr das zu blöd. Öffentlicher Nahverkehr ist hier teuer umständlich und natürlich zeitraubend. Motorrad wurde das günstigere spaßigere ZweitKfZ.
LHZG



 
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RE: Motorradfahren ist was für alte Leute

#33 von Blackman ( gelöscht ) , 13.11.2019 21:45

In meiner Jugend waren Mofas das vortbewegungsmittel, hatte eine Herkules M4 die lief als Mofa glatte 40 km/h


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